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Das grosse Labyrinthbuch (Martin Nygaard; Jesús Gabán)
Geschrieben von Patricia
Freitag, der 15. April 2011

Verlag Abentheuer, März 2011
Hardcover, 28 Seiten, € 19,80
ISBN 978-3940650146

Genre: Sonstiges


Klappentext

Hier geht es durch zwölf riesige Labyrinthe, in denen tödliche Gefahren lauern - herrlich illustriert von Jesús Gabán. Auf ihrer Reise um die Welt müssen Hans und Grete ihren Weg finden durch ein Spukschloss und das Amazonasgebiet, in der Wüste und zu Wasser, bis sie sicher zuhause ankommen. - Auf ihrer Reise um die Welt müssen Hans und Grete ihren Weg finden durch ein Spukschloss und das Amazonasgebiet, in der Wüste und zu Wasser, bis sie sicher zuhause in Norwegen ankommen.


Der Autor

Martin Nygaard, 1960, gilt als einer der interessantesten Autoren außerhalb des Mainstreams. Seit 1995 hat er sechs Bände mit 138 Kurzgeschichten und moderne Märchen für Kinder von vier bis 14 veröffentlicht, die von Kritikern hoch gelobt wurden. Eine seiner Geschichten wurde offizieller Lesestoff für die landesweite norwegische Leseprüfung im sechsten Schuljahr. Jesús Gabán, mehrfacher Gewinner des Premio Nacional de Ilustración Infantil y Juvenil (Spanischer Nationalpreis für Kinder- und Jugendbuch-Illustration), lebt in Madrid.


Rezension

Nur ein Kinderbuch? Beileibe nicht, denn zwischen den Buchdeckeln steckt ein wahres Wunderwerk an Labyrinthkunst. Farbenfroh, realistisch, plastisch und unglaublich verschlungen kommen sie daher, auf Anhieb ist kein Weg zu finden. Sofort juckt der Finger, um die unglaublich diffizilen Wege entlangzufahren und sich in der Tiefe des Labyrinthes zu verlieren. Das Ziel ist es, mit Hans und Grete einen Weg zu finden, aber zwischendurch gibt es soviel zu entdecken.

Die Höhle sieht eher aus wie ein Tigermuster, genauso gut könnte man bei der Raubkatze nach einem Weg suchen. Im Spukschloss gibt es drei Türme, in denen man sich genauso verlaufen kann, aber ohne sie zu erkunden geht es auch nicht. In der Oase im anheimelnden Wüstenlook gibt es viele Ablenkungen auf dem Weg, die Mauern scheinen undurchdringlich und springen dem Betrachter direkt in die Augen. Der Wald ist zwar nur in schwarz weiß, aber so undurchdringlich, dass man froh über die Füchse und Wölfe auf dem Weg ist, ansonsten wirkt er trotz – oder grade wegen seiner fehlenden Farben sehr düster, einschüchtern und geheimnisvoll. Am meisten Spaß macht es in der Stadt herumzufahren, in der man nicht nur einen Weg finden muss, sondern auch noch zusätzlich auf die Straßenschilder zu achten hat. Spielerisch bekommt man einen Eindruck auf den üblichen Verkehr in einer Kleinstadt, selbst Kinder bekommen einen guten Überblick und lernen spielerisch noch richtiges Verhalten und ein paar Verkehrsschilder. Auf dem Amazonas gibt es ein undurchdringliches Blattgewirr und viele exotische Vögel zu bewundern. Schachbrettartig wirkt der Keller, allerdings muss man auf die richtigen Türen achten. Im klassischen Labyrinth sitzt in der Mitte der Minotaurus, unendlich viele Wege führen zu ihm. In beruhigenden Blautönen taucht man ein in die Tiefe des Meeres, einen Weg durch die Wasserpflanzen scheint es gar nicht zu geben. Auf der Urzeitinsel begegnet man natürlich auch Urzeitwesen, schroffe Felsklippen begrenzen sie. Hoch in die Lüfte und durch die Wolken soll es tatsächlich einen Weg geben, auf den ersten Blick allerdings nur ein komplettes Wirrwarr. Einen Bahnhof gibt es natürlich auch noch, ein Gleisgewirr ohnegleichen, man mag kaum glauben, dass die Züge hier einen Weg finden. Sollten alle Versuche nicht von Erfolg gekrönt sein, kann man immer noch auf den letzten Seiten nachschlagen, dort sind alle Auswege verzeichnet. Aber keine Sorge – selbst nach dem ersten Mal hat man sie ruckzuck wieder vergessen, so vielfältig sind die Möglichkeiten aller Labyrinthe.

Ausdrucksstarke Zeichnungen runden dieses wirklich gelungen Buch eindrucksvoll ab, selbst wenn man kein Freund von Labyrinthen ist, kann man vieles entdecken, was einem auf den ersten Blick nicht ins Auge fällt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, vielleicht fallen einem ja auch noch andere Möglichkeiten ein, wenn man in gemütlicher Runde über den Bildern hockt. Kinder können ihren Eltern oder Großeltern Aufgaben stellen, Geschichten könnten ausgedacht werden, man muss sich ja schließlich nicht unbedingt an den vorgegebenen Text halten, der sowieso recht spärlich und auf das Nötigste begrenzt ist. Die Bilder wirken durch ihre geniale Gestaltung, ihre Größe und ihren schier unglaublichen Möglichkeiten. Das Buch ist etwas für das Leben und wird jeden mit Sicherheit lange begleiten.


Fazit

Die beiden Autoren haben eine eindrucksvolle Arbeit abgeliefert. Plastische und beeindruckende Zeichnungen lassen sofort das Herz höher schlagen. Ein Buch, was man mit auf das Sofa nimmt und Seite für Seite auf sich einwirken lässt. Ein Buch, was Kinder und Erwachsene gleichermaßen überwältigt. Ein Buch, was sofort zum Ausprobieren animiert. Ein Buch, dessen ungeahnte Möglichkeiten sich erst beim wiederholten Betrachten erschließen.


Pro und Contra:

+ beeindruckende Zeichnungen
+ enthält ungeahnte Möglichkeiten
+ stimmige Atmosphäre der einzelnen Labyrinthe
+ es juckt im Finger zum sofortigen Ausprobieren
+ kein alltägliches Setting
+ All Ages
+ hervorragende Qualität
+ ungewohnte Blickwinkel

o der Preis ist grenzwertig

Wertung:

Zeichnung: 4,5/5
Bildmöglichkeiten: 4,5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 15. April 2011
 

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