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Black Swan - Silberner Fluch (Lee Carroll)
Geschrieben von Eva
Donnerstag, der 28. April 2011

Heyne (Februar 2011)
Paperback, Klappenbroschur
Seiten: 512, 15,00 EUR [D]
ISBN: 978-3-4535-2697-6

Genre: Dark Fantasy


Klappentext

Als die junge Designerin Garet James in einem New Yorker Antiquariat auf eine Schatulle mit dem Symbol eines schwarzen Schwans stößt, ahnt sie noch nicht, dass darin ihr Schicksal verborgen ist. Denn der gleiche Schwan befindet sich auf dem Siegelring ihrer verstorbenen Mutter. Ein Zufall? Sie öffnet die Schatulle – und damit auch das Tor in eine magische Welt. Eine Welt der Feen, Vampire und Magier, voller Geheimnisse und Gefahren. Nur der zwielichtige Geschäftsmann Will Hughes scheint mehr darüber zu wissen. Mit seiner Hilfe erkennt Garet schließlich, dass das Siegel des Schwans sie zur letzten Hüterin des Tors zwischen den Welten macht ...

Dunkel und magisch wie ein Traum - Lee Carroll verzaubert mit einer starken Heldin und einer fantastischen Welt.


Rezension

Carol Goodman und Lee Slonimsky, die sich hinter dem Namen Lee Carroll verbergen, liefern mit Black Swan - Silberner Fluch ihr erstes gemeinsames Buch ab und betreten mit Fantasy Neuland. Der erste von drei Bänden handelt von Garet James, die, ohne es zu ahnen, die Welt vor dem Bösen schützen muss. Nachdem sie auf den Bösewicht hereinfällt und mit einer Schatulle ein Tor zwischen zwei Welten öffnet, das es Dämonen ermöglich in unsere Welt vorzudringen, muss sie sich auf eine Reise voller Hindernisse und schwerer Aufgaben begeben. Unterstützung bekommt Sie von dem charmanten Will Hughes, der ihr zudem ihr wahres Wesen offenbart. Geschickt webt das Autorenduo Märchen und Sagen mit ein und bedient sich sogar bekannter Persönlichkeiten wie Shakespeare, um die Geschichte vom Dark Fantasy Einheitsbrei zu trennen. Trotz der guten Einfälle, die die typischen Urban Fantasyelemente aufpeppen, und einer in ihren Grundzügen stimmigen Story, ist Black Swan - Silberner Fluch leider enttäuschend.
Es beginnt sehr spannend. Nach dem Überfall auf die Kunstgalerie bei der die Schatulle gestohlen und ihr Vater verletzt wird, befindet sich Garet wie in einem Schockzustand. Sie hat keine Ahnung, was um sie herum alles geschieht. Nur langsam klärt sich das Bild auch für den Leser, vor allem durch die Hilfe des Vampirs Will. Gerade die Treffen mit ihm sind sehr gut beschrieben und machen noch Lust auf mehr. Die Autoren kommen schnell zur Sache und stürzen einen in die Geschichte. Im weiteren Verlauf merkt man aber, dass es Lee Carroll zu gut gemeint haben. Anstatt einer ausgewogenen Abwechslung an rasanten und ruhigen Passagen und somit einer steigenden Spannungskurve, die zum letztlichen Finale hinführt, zu schaffen, schicken sie die Protagonistin von einer verkrampft ereignisreichen Szene in die nächste, ohne Zeit zum Verschnaufen zu geben. Das Resultat ist das Gegenteil vom Gewünschten: Mit der Zeit wird es langweilig, weil es keine Steigerung zur vorherigen Szene gibt. Entsprechend zeigt sich das Ende farblos. Verglichen zum Rest kann es nicht mithalten und enttäuscht.
Überzeugender ist da schon die Liebesgeschichte zwischen Garet und Will. Natürlich verguckt sich die junge Frau in das düstere, mystische Wesen und die Funken sprühen nur so. Den Autoren gelang es, eine prickelnde Atmosphäre zu schaffen, die einen Anfangs absolut in ihren Bann zieht. Doch leider geht es im Laufe der Geschichte etwas unter. Aber trotz einigen teils nicht nachvollziehbaren Wendungen, ist die Liebesgeschichte der Höhepunkt des Romans.

Ein Wechselbad der Gefühle findet sich auch bei der Charakterdarstellung wieder. Obwohl man nicht das Gefühl von Stereotypen hat und die Figuren reichlich beschrieben werden, will sich das Gefühl der Identifikation nicht einstellen. Als hätten sich die Autoren auf die falschen Details versteift, wird man mit ihnen nicht richtig warm. Dazu sind sie zu eindimensional und und in ihren Mustern festgefahren. Überraschende Handlugen aufgrund plötzlich auftauchender neuer Charakterzüge. Garet ist ein starker Charaktere, der sich zwar anfangs nicht in die Parallelwelt mit hineinziehen lassen will, dann aber doch bereit alles zu tun, um die Gefahr abzuwenden. Der Vampir ist gewohnt düster und eigentlich ein böses Geschöpf, gleichzeitig ist er aber der große Retter in der Not. Und trotz der äußerst vielseitigen und spannenden Nebenfiguren zeigt sich hier das gleiche Bild. Über John Dee, der die Menschheit vernichten möchte, erfährt man kaum etwas und somit zu wenig, um einen guten Gegner abzugeben.

Letztendlich ist Black Swan - Silberner Fluch weder Fisch noch Fleisch, nicht schlecht nicht gut. Der Abwechslung ist es zu verdanken, dass es keine weitere Kopie von erfolgreichen Vorlagen ist, aber die Umsetzung ist nicht immer gelungen. Das Buch ist spannend kann aber nicht fesseln, ist angenehm geschrieben, sticht aber nicht weiter hervor und die Charaktere sind gut gewählt und doch fehlt ihnen der nötige Tiefgang. Die Hoffnung bleibt, dass einige Informationen mit Absicht zurückgehalten wurden, um die Folgebände schmackhafter zu machen und den Leser bei der Stange zu halten.


Fazit

Black Swan - Silberner Fluch ist das perfekte Beispiel für Mittelmaß. Die guten Ideen und interessanten Charaktere können nicht über die mangelnde Umsetzung hinwegtäuschen. Der schon scheinbar krampfhafte Versuch, das Buch spannend zu gestalten, führt leider eher zum Gegenteil – überhetzte Szene, mangelnde Info und einige Längen.


Pro und Kontra

+ Detailreich beschriebene Welt
+ neue Ideen
+ Prickelnder Beginn einer Liebe
+ viele unterschiedliche Charaktere

o Informationen sind knapp gestreut

- Andauernde Spannung ohne Verschnaufpause
- -> Abstumpfung und Langatmigkeit
- Charaktere teils zu blass
- Ende im Vergleich zum Rest unspektakulär

Beurteilung:


Handlung 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 3/5
Preis/Leistung: 3/5

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 29. April 2011
 

Kommentare  

#2 UmsetzungEva 2011-05-07 11:03
Hallo Maria,

Fantasy ist momentan der absolute Renner und gerade Mädchen im Teenageralter lesen wohl generell mehr als je zuvor. Das führt natürlich zu gesteigerter Nachfrage, der es nachzukommen gilt. D.h., dass die Verlage die Bücher möglichst schnell eins nach dem anderen auf den Markt klatschen, ohne sich große Mühe beim Lektorat zu geben. Und das ist genau das Problem, das du beschrieben hast und welches zu geringerer Qualität führt. Nur haben die Verlage viele junge, dankbare Leser, die vielleicht noch nicht die Erfahrung haben, um zu beurteilen, ob die Umsetzung gut gelungen ist. Ein Teufelskreis also ;-)

Bleibt zu hoffen, dass sich das bald wieder ändert und mangelnde Qualität wieder zur Ausnahme wird.
#1 Oft das Problem!Maria - lestumzuleben.blogspot.com 2011-04-29 14:49
Das von dir genannte Problem (Gute Idee - schlechte Umsetzung) ist mir in letzter Zeit relativ häufig begegnet, besonders im Fantasy-Genre. Vielleicht liegt es einfach daran, dass viele Autoren eine möglichst schnelle Veröffentlichun g anstreben, anstatt ihr Manuskript solange zu überarbeiten bis es wirklich REIF ist? Das macht sich dann schnell in Logikfehlern, Plotlöchern und stilistischen Mängeln bemerkbar.
Die Geschichte an sich klingt echt interessant, vielleicht macht sich das Autorenpaar bei den Folgebänden ja durch mehr Erfahrung besser. Danke für die ausführliche Rezension! :-)
Liebe Grüße, Maria

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