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Gejagt - House of Night 5 (P.C. und Kristin Cast)
Geschrieben von Patricia
Dienstag, der 31. Mai 2011

Verlag Fischer FJB, April 2011
Originaltitel Hunted, übersetzt von Christine Blum
HC, 546 Seiten, € 16,95
ISBN 978-3841420053

Genre: Jugend-Dark Fantasy


Klappentext:

Endliche scheint etwas Ruhe in Zoeys Leben eingekehrt zu sein. Doch schon bald wird diese von einer dunklen Gefahr bedroht. Kalona, Neferets neuer Liebhaber, hat das gesamte House of Night in seinen Bann gezogen. Und niemand scheint zu bemerken, welche böse Macht er besitzt. Zoey ahnt, dass der Schlüssel, den es braucht, um seinen immer stärker werdenden Einfluss zu brechen, in der Vergangenheit liegt. Aber was, wenn diese Vergangenheit Wahrheiten offenbart, denen Zoey sich nicht stellen will?

Gejagt ist der 5. Band der House of Night Serie - böse, dunkel und atemberaubend spannend


Rezension:

Da sind sie wieder – Zoey und ihre drei Freunde. Hatten sich im letzten Band noch alle von ihr losgesagt, so sind sie in diesem Band wieder munter dabei. Der durch Lorens Tod freigewordene Platz wird schnell besetzt, so dass Zoey wieder einmal völlig planlos und unentschlossen wirkt. Sobald sie mit einem männlichen Wesen zusammen ist, scheint er unbedingt der Richtige für sie zu sein, ist sie allein oder mit einem anderen zusammen, kommt sie unweigerlich ins Grübeln. Offiziell ist sie nun wieder mit Erik Night zusammen, der ihr das Techtelmechtel mit Loren verziehen hat, da er Neferets Absicht dahinter erkannte. Durch eigene Unvorsichtigkeit verletzt muss sie menschliches Blut trinken – wer bietet sich da besser an als Heath, ihr menschlicher Exfreund, der zu dem Zeitpunkt auch gerade ganz zufällig zur Verfügung steht. John Stark vervollständigt dann als dritter im Bunde das Bild, sein Charakter ist sowieso der Interessanteste in diesem Buch. Außerdem kommen noch ein paar rote Jungvampyre hinzu, die Zoey und ihren Freunden mächtig die Show stehlen und die sogenannte Streberclique noch weiter zu Marionetten degradiert.

Nach Kalonas Auferstehung flüchten Zoey und ihre Freunde in die Tunnel zu Stevie Rae und ihren roten Jungvampyren. Das Wetter ist völlig außer Kontrolle, ein Eisturm beherrscht ganz Tulsa. Straßen werden zu Rutschbahnen und Regen zu Eisgeschossen, daher ist es Heath nicht möglich, nach Hause zu seiner Familie zu fahren. Die Rabenspötter, Kalonas Söhne, haben die Macht im House of Night übernommen und sind nun auf der Suche nach den entflohenen Jungvampyren. Denen ist allerdings klar, was Kalona und Neferet wirklich wollen – die komplette Macht übernehmen. Und dazu steht ihnen Zoey mit ihrer von Nyx gegebenen Macht und ihrer außergewöhnlichen Affinität zu allen Elementen im Weg. Unvorsichtig und ungestüm wie eh und je wird sie von einem Rabenspötter schwer verletzt. Für die Heilung ist sie auf menschliches Blut und die Nähe zu anderen ausgewachsenen Vampyren angewiesen. Das menschliche Blut liefert ihr Heath, mit dem sie ab dann wieder geprägt ist. Mit ihren anderen Freunden, die sie mit ihrer Affinität zu einem Element beschützen können, wagt sie sich in die Höhle des Löwen zurück, wo sie auf ein völlig verändertes Internat stößt. Und auf John Stark, der Jungvampyr, der einst in ihren Armen starb und von Neferet wieder aufgeweckt wurde, um ihren eigenen dunklen Zwecken zu dienen. Zoey sucht nach einem Rest von Menschlichkeit in ihm, denn seine Seele lässt sie nicht los.

Heath, Erik und Stark schwirren in gewohnter Manier um Zoey herum, was langsam nur noch nervt. Zoey benimmt sich völlig unreif, einerseits wird ihre große Macht ständig hoch gelobt, ihr Verhalten erinnert lediglich an einen triebgesteuerten Teenager, in Krisensituationen verliert sie den Überblick und ihre Handlungsfähigkeit. Je nachdem, wer von ihren Freunden gerade bei ihr ist, mit dem fühlt sie sich verbunden und unsterblich verliebt, mit ihrem Verhalten erreicht sie aber eher das Gegenteil. Sie verletzt die Jungen, die allerdings auch bis auf Stark sehr eindimensional gehalten werden, sie wirken wie Puppen, mit denen Zoey nach Belieben spielen kann. Viel zu leicht lassen sie sich wieder umgarnen und überzeugen, eine eigene Meinung sucht man bei ihnen vergeblich. Ihr einziges Ziel ist es, Zoey zu Diensten zu sein – und das ist unglaublich langweilig und unverständlich. Nur Stark beweist Charakterstärke, wahrscheinlich fühlt sich Zoey deshalb von ihm besonders angezogen. Auch ihre weiteren Freunde, Damian, Jack und die Zwillinge handeln wie Marionetten, ihre Charaktere sind einseitig und einfältig geworden, wie Sprechpuppen plappern sie Zoey nach dem Mund und verstehen manchmal die einfachsten Anspielungen nicht. Besonders Jack ist zu einem weinerlichen Etwas degradiert worden, schade, dass die Autorinnen soviel Potential verschenken und die Personen so lieblos behandeln. Dafür führen sie aber einige neue Charaktere ein, die roten Vampyre, die zwar augenscheinlich ihre Menschlichkeit wieder gefunden haben, aber trotzdem noch Geheimnisse bewahren. Lediglich Aphrodite, Stark, Darius, Stevie Rae und Schwester Mary Angela beleben die Geschichte, sie sind immer für Überraschungen gut und zeigen eine ständige Wandelbarkeit, die noch lange nicht ausgeschöpft scheint. Der Fokus dieses Bandes liegt eindeutig bei Zoey und ihrer Beziehung zu ihren männlichen Freunden, das Aufeinandertreffen mit Neferet passiert eher nebensächlich. Denn auch Kalona ist von ihr fasziniert, er sieht in ihr die Aya, die Frau, die einst für ihn geschaffen wurde. Immer wieder schleicht er sich in ihre Träume ein und umgarnt sie, er paralysiert sie und Zoey braucht viel Kraft und Unterstützung, um sich dagegen wehren zu können. Wie gewohnt kommt das Buch in einer opulenten Aufmachung daher – inklusive einem interessanten Bild in der Schutzumschlaginnenseite.


Fazit:

Interessante Wendungen in der Geschichte sorgen für konstante Spannung, allerdings lebt sie mehr und mehr durch ihre Nebencharaktere. Zoey verkümmert zu einem Charakter, den man nicht mehr wirklich ernst nehmen kann. Dafür gibt es aber unerwartete Verläufe, ein interessantes Setting und einen gelungenen Schluß, der erst einmal ein Kapitel abschließt. Man darf auf die nächsten Bände gespannt sein, denn die Zeit für neue Ereignisse ist gekommen. Spannend und fesselnd geschrieben merkt man nicht wirklich, wie die Seiten vorüber fliegen, die Anfangsschwierigkeiten sind nicht mehr gravierend, lediglich die Stagnation einiger Charaktere ist störend und hinderlich, hier ist dringender Handlungsbedarf erforderlich.


Pro und Contra:

+ interessante und ungewöhnliche Charaktere
+ unvorhersehbarer Plot
+ humorvoll
+ schöne Gestaltung des Buches
+ Plot geht in eine neue Richtung
+ interessante Wendungen
+ Nebencharaktere werden zu Hauptakteuren
+ Aphrodite, Darius und Stark

- Vampire werden zu verherrlicht
- Charaktere verkümmern zu Stereotypen
- Zoeys Verwandlung weiterhin zu schnell und zu unglaubwürdig
- zu viele Superkräfte bei ihr
- ihre Anziehungskraft auf Männer wirkt unrealistisch


Wertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4,5/5


Zur Rezension von "Versucht" (Band 6)
Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 31. Oktober 2012
 

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