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Abby Cooper – Mörderische Visionen (Victoria Laurie)
Geschrieben von Patricia
Freitag, der 29. Juli 2011

Verlag: Lyx, Juni 2011
Originaltitel: Better read than dead,
übersetzt von Angela Koonen
Klappbroschur, 357 Seiten, € 9,99
ISBN: 978-3802582813

Genre: Dark Fantasy


Klappentext

Eigentlich wollte Abby Cooper nur einen romantischen Abend mit ihrem Geliebten, dem attraktiven FBI Agenten Dutch, verbringen, als Kendal, ein guter Freund, das professionelle Medium um Hilfe bittet: Sie soll auf einer griechischen Hochzeit Tarotkarten legen. Abby willigt ein, doch kaum dort angekommen, stellt sie fest, dass einer der Gäste ein Auftragskiller ist – und dass sie und Kendal mitten in einer Mafiahochzeit gelandet sind. Die beiden versuchen, sich so schnell und so taktvoll wie möglich aus dem Staub zu machen, aber zu spät: Abby hat die Aufmerksamkeit des Brautvaters, des berüchtigten Mafiabosses Andros Kapordelis, erregt. Dieser verlangt nun, dass Abby seine seit zwanzig Jahren vermisste Frau Dora aufspürt. Als Abby sich weigert, beginnt er, ihr nach bester Mafiamanier zu drohen. Dann bittet auch noch die Polizei Abby um Mithilfe bei der Suche nach einem Vergewaltiger, der die Stadt schon seit Längerem heimsucht. Und als sei das alles noch nicht genug, hat Abbys Geliebter Dutch eine neue und ausnehmend hübsche Partnerin zugeteilt bekommen, die es offenbar darauf abgesehen hat, ihm gehörig den Kopf zu verdrehen...


Die Autorin

Victoria Laurie lebt in Austin, Texas. Wie die Heldin ihrer Serie arbeitet sie als professionelles Medium. Neben der Abby Cooper Serie veröffentlicht sie sehr erfolgreich Romane um die sympathische Geisterjägerin M.J. Holliday.


Rezension

Private Intuitivberatung – darin ist Abby Cooper eine Meisterin. Verborgene übersinnliche Talente schlummern in ihr, sie hat die Gabe der Vorausahnung und kann Menschen die richtige Entscheidung vorhersagen. Dazu tritt sie mit Geistern in Kontakt, die ihr Wörter oder Entscheidungen zuflüstern, manchmal nur wage, manchmal aber genau zutreffend. Außerdem kann sie anhand eines Photos erkennen, ob derjenige noch lebt oder nicht. Genau diese Fähigkeiten bringen sie aber in eine äußerst prekäre Situation, will doch der Mafiaboss von ihr den Aufenthalt seiner Frau Dora wissen. Anhand des Photos erkennt Abby, ob sie noch lebt oder nicht. Dann hat sie es aber zwanzig Jahre lang meisterhaft verstanden, unterzutauchen, denn Abby ist nicht die Erste, die versucht, Dora wieder zu finden. Eigentlich wollte sie ja nur einen romantischen Abend mit ihrem neuen Freund Dutch verbringen, der von seinem achtwöchigen Einarbeitungskurs beim FBI wiederkommt. Kendal, dem sie noch einen Gefallen schuldet, überredet sie, mit ihm an einer Hochzeit teilzunehmen, bei der Tarotkarten gelegt werden. Für Abby kein Problem, kommen ihr doch auch ihre übersinnlichen Fähigkeiten zugute. Aber auch Dutch verschweigt ihr, dass er am selben Abend noch auf einen Undercovereinsatz geschickt wird – mit seinem neuen Partner Jo, der sich als ausnehmend attraktiv erweist und in Abby heftige Eifersucht erweckt. Denn die beiden spielen ein Paar, was Jo nicht versäumt, ihr unter die Nase zu reiben, denn auch sie findet Dutch äußerst attraktiv.

Gleichzeitig beschließt Milo Johnson, Dutchs ehemaliger Partner vom Royal Oak Police Department seine Tätigkeit als Polizist wieder aufzunehmen, der vorzeitige Ruhestand war doch nichts für ihn. Direkt bekommt er es mit einem Serienvergewaltiger zu tun, der schon einige Frauen hinter Supermärkten oder Imbissen überfallen, und sie dann wie Müll liegengelassen hat. Der neueste Fall ist eine Klientin von Abby, die sie noch am Mittag gesehen hatte. Jetzt ergeben die vorher schwammigen Hinweise auch einen eindeutigen Sinn, leider hat die Klientin sich nicht direkt danach verhalten. Mit Abby übersinnlichen Fähigkeiten hofft Milo, dem Verbrecher auf die Schliche zu kommen, aber beide deuten Hinweise falsch, was ihnen beide heftige Schuldgefühle bereitet. Zusätzlich hat Abby noch mit den Folgen ihrer überstürzten Flucht von der Hochzeit zu kämpfen, der Brautvater, ein Mafiaboss ist so gar nicht davon begeistert, für sein Geld keine Gegenleistung bekommen zu haben. Um Abby davon zu überzeugen, für ihn seine Frau zu finden, greift er zu bekannten Mafiamethoden, die Abby fast in den Ruin treiben.

Lügen, Lügen – nichts als Lügen, das Buch ist geradezu übersät davon. Aus Angst, dass ihren Lieben etwas passiert, traut Abby sich nicht, sich irgendjemanden anzuvertrauen. Nur sie alleine kann mit der Situation fertig werden, alle anderen werden bestimmt sofort vom Mafiaboss niedergemeuchelt. Also lügt sie sich durch das ganze Buch, bis man langsam kein Mitleid mehr mit ihr hat. Anstatt mal mit jemandem über die Sache zu reden, bringt sie sich in absolut gefährliche Abhängigkeiten, besonders, da sie nicht in der Lage ist, dem Feind glaubwürdig auch nur ansatzweise irgendetwas entgegenzusetzen. Aus lauter Angst vor möglichen Folgen spielt sie ein Spiel, welches sie nicht grade in einem besonders hellen Licht dastehen lässt. Außerdem erinnert der ganze Stil immer mehr an einen Chicklit, Abby macht sich viel zu viele Gedanken über ihr Aussehen und ihre Garderobe, Dutch ist viel zu empfindlich und die beiden streiten über Kleinigkeiten, die eigentlich gar nicht zu ihnen passen. Ein bisschen mehr Vertrauen und Rücksichtnahme wäre hier wesentlich besser gewesen, als dieses beiderseitige zickige Verhalten. Die Geschichte an sich ist ganz interessant, besonders Abbys Eindrücke, die aus dem Nichts kommen und sie ständig über gedankliche Umwege zur Lösung bringen. Das Ende ist zwar ein bisschen überzogen und birgt ein paar Zufälle zuviel, versöhnt aber ein bisschen mit der ganzen Geschichte vorher. Leider kann dieser zweite Teil auch nicht ansatzweise mit dem ganz gelungenen ersten Teil mithalten, man kann nur hoffen, dass die Autorin im nächsten Teil das Ruder wieder herumreißen kann. Mit Milo übernimmt auch ein bodenständiger und sympathischer Charakter die Hauptrolle, aber er kann Dutch nicht ersetzen – oder jemand ähnlichen. Selbst ihre Schwester wirkt viel zu übertrieben, man hat bei ihr ständig das Gefühl, jedes Wort auf die Goldwaage zu legen, so empfindlich reagiert sie auf alles, was Abby zu ihr sagt. Kritik verträgt sie erst einmal gar nicht, als Powerfrau will sie viel zu oft mit dem Kopf durch die Wand und wie ein Stier nimmt sie ein Ziel ins Visier, völlig egal, wer ihr dazwischen auf die Hörner kommt. Es gibt ein paar witzige, und auch sehr emotionale Situationen, aber die absurden überwiegen leider, genauso wie das überzogene Verhalten von Abby.


Fazit

Leider wesentlich flacher als der erste Teil kann dieser hier nicht so wirklich überzeugen. Abbys Alleingänge sind viel zu überzogen, sie wirkt zickig und manövriert sich in Situationen, aus denen sie eigentlich alleine nicht mehr herauskommt. Aber anstatt Hilfe zu suchen, zieht sie sich nur noch tiefer in den Sumpf. Ihre ständigen Lügen hinterlassen einen faden Nachgeschmack, und ihre Beziehung zu Dutch stagniert und wirkt nicht gerade überzeugend. Einzig Milo und Dave sind wahre Sonnenscheine, ihre Charaktere entschädigen für so einiges. Abbys Einflüsterungen hingegen sind ungebrochen interessant und sorgen für Verblüffung, ihre Deutung ist vielfältig und gelingt auch nicht immer auf Anhieb.


Pro und Contra

+ lockerer und lebendiger Erzählstil
+ interessante und vielschichtige Charaktere
+ gelungene Mischung zwischen Realität und Übersinnlichem
+ witzige übersinnliche Fähigkeit
+ Wortwitz und Situationskomik
+ Milo

- im Mittelteil ein paar Längen
- Abby verstrickt sich viel zu sehr in die Lügen
- ihre Beziehung zu Dutch stagniert
- die Geschichte ist viel zu überzogen
- übertriebene Charaktere

Wertung:

Handlung: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 3/5
Preis/Leistung: 3,5/5


Rezension zu "Abby Cooper - Detektivin mit 7. Sinn" (Band 1)

Rezension zu "M. J. Holliday - Rendezvous um Mitternacht" (Band 1)

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Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 29. Juli 2011
 

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