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Eine Hexe zum Verlieben (Kristina Günak)
Geschrieben von Patricia
Montag, der 15. August 2011


Verlag ubooks, Juli 2011
Klappbroschur, 312 Seiten, € 12,95
ISBN 978-3939239024

Genre: Dark Fantasy

Klappentext

Elionore Brevent, Immobilienmaklerin und Hexe, hat ihr Leben perfekt im Griff. Selbst dass ihr neuer Klient, der charmante Nicolas Deauville, sich ausgerechnet als Vampir entpuppt, kann sie nicht erschüttern, die Elfen im Garten seiner verfallenen Villa entwickeln sich hingegen schnell zu einem echten Problem. Die eigentlich schon lange aus Deutschland verschwundenen Wesen erklären nämlich, dass Eli ihre prophezeite Heilsbringerin sei und ein magisches Artefakt für sie wiederbeschaffen müsse. Als sich dann auch noch auf leisen Pfoten der mysteriöse Werjaguar Vincent in ihr Haus schleicht, gerät Elis wohlgeordnete Welt endgültig aus den Fugen...


Die Autorin

Kristina Günak lebt und arbeitet im Norden von Deutschland. Nachdem sie als Maklerin lange Zeit Häuser verkauft hat, verdient sie ihre Brötchen jetzt als Mediatorin und systemischer Coach
«Sie werden es nicht glauben, aber ich bin eine Hexe», schwuppte ihr eines Morgens, nach einer viel zu kurzen Nacht, einfach so durchs Hirn. «Woher bist Du gekommen?», nuschelte sie undeutlich und erstaunt zwischen den Kelloggs hervor und der erste Satz von Eine Hexe zum Verlieben antwortete düster: «Scheißegal, setzt Dich hin und schreib!» Erschüttert von so viel Autorität folgte sie diesem Befehl umgehend und fing an zu schreiben. Bis heute.


Rezension

Hexe und Immobilienmaklerin, Elionore Brevent hat es nicht leicht im Leben. Hexen kann man am besten nachts, die Immobilien verkaufen am Tag – so leidet sie öfter mal unter akutem Schlafmangel. Wie gut, dass nicht immer Vollmond ist und die Tiere der Nacht auf sie aufpassen. Zumindest versuchen sie es, bis sich der Werjaguar Vincent in ihr Haus schleicht und den anderen zeigt, dass er eindeutig der Chef im Ring ist, wenn er es denn wollte. Zunächst steht erst einmal ein zutiefst verletzter Gestaltwandler vor Eli, der sich scheut, sich ihr anzuvertrauen. Genauso geheimnisvoll wirkt Nicolas, der Besitzer einer Villa auf sie, die sie eigentlich verkaufen sollte. Aber in deren Garten wirkt mächtige Magie, die nur von Eli in dieser Intensität wahrgenommen wird. Nachforschungen ihrer Mutter ergeben Beunruhigendes, Elfen sind wieder im Lande, die eigentlich vor langer Zeit schon woanders hingezogen sind. Sie wollen mit Eli sprechen, von der sie sich Großes erhoffen. Sie soll in einer anderen Welt einen Stein finden, der dem Elfenvolk bei Entscheidungen hilft. Zusammen mit Nicolas und Vincent hat sie drei Tage in dieser Parallelwelt Zeit, die es allerdings ziemlich in sich hat und die drei an die Grenzen ihrer psychischen Belastbarkeit zwingt.

Mit einem locker flockigen Schreibstil beschreibt Kristina Günak ausführlich die alltäglichen Sorgen und Nöte einer jungen, doch bereits machtvollen Hexe, wie es sie überall in Deutschland geben könnte. Wer weiß schon, was sich alles so bei uns herumtreibt im Dunkeln der Nacht, mit ein bisschen Phantasie ist alles möglich. Mit Nicolas und Vincent stehen ihr zwei sehr ausdrucksstarke Charaktere zur Seite, die ihre eigenen Geheimnisse haben. Einiges erfährt man während der Prüfungen in der anderen Welt, wobei die Autorin zwar sehr ausführlich nebensächliche Situationen beschreibt, das Wesentliche hingegen oft zu kurz kommt. Die Informationen sind sehr unausgewogen, wobei das Ende schon das Ende sein könnte, eine Fortsetzung aber durchaus auch vorstellbar bleibt. Hier hat Kristina Günak noch nicht die richtige Mischung gefunden, während man viel lieber weitere Einsichten in das verborgene Leben von Vincent oder Nicolas hätte, ergeht sie sich lieber in Auflistungen über den Lebensraum und Verletzungen der anderen Wertiere, der für die eigentliche Geschichte nicht weiter wichtig ist. Der Vater von Eli bleibt auch ein Fragezeichen, genauso wie die Familien von Victor und Nicolas.

In der Anderwelt trifft das magische Element auf die drei Protagonisten. Hier spielt die Autorin gekonnt mit allzu menschlichen Eigenschaften, wie Furcht, Trauer, Entsetzen und Versagen. Illusionierte Szenen erwecken noch einmal die schlimmsten Erlebnisse, alle drei sind traumatisiert durch Ereignisse in ihrer Vergangenheit. Werden sie dem standhalten können? Denn die beiden Männer sind sich zwar nicht spinnefeind, aber auch nicht die besten Freunde. Beide fühlen sich zu Eli hingezogen, und auch Eli entdeckt viele liebenswürdige Eigenschaften bei beiden, die sie eigentlich durch Ruppigkeit lieber versteckt hätten. Aber so eine Hexe sieht doch schnell auf den Grund der Seele und erkennt Zusammenhänge. Ihre Reise ist äußerst spannend, hätte aber noch ein bisschen tiefer gehen können. Trotzdem bietet Kristina Günak viel Kurzweil und einen humorigen, selbstironischen Stil, der den Leser durchaus so manches Mal zum Schmunzeln bringt.


Fazit

Wertiere, Vampire, Elfen und Hexen, Kristina Günak tischt in ihrem Debütroman mächtig auf. Selbstironisch, humorig und spannend erzählt sie eine Geschichte von Freundschaft und Vertrauen, einer Reise, die nur durch absolute Zusammenarbeit erfolgreich beendet werden kann. Interessante magische Charaktere tauchen auf und lassen noch genügend Raum für Spekulationen und die Lust auf mehr Informationen.


Pro und Contra

+ interessante und wandelbare Charaktere
+ witzig
+ selbstironischer Schreibstil
+ ungewöhnlicher Handlungsort

° manches wird nicht ausreichend genug vertieft

- stellenweise langatmig

Wertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 3/5

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, der 16. August 2011
 

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