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Chicagoland Vampires - Verbotene Bisse (Chloe Neill)
Geschrieben von Angelika
Dienstag, der 06. September 2011

Egmont Lyx (Februar 2011)
kartoniert, Klappbroschur
Seiten: 432, 9,95 EUR [D]
ISBN: 978-3-8025-8362-9

Genre: Dark Fantasy


Klappentext

Als Hüterin des Hauses Cadogan ist es Merits Aufgabe, die Vampire vor allem Unheil zu bewahren. So fällt es auch ihr zu, einen Pressebericht zu verhindern, der ein dunkles Geheimnis der Blutsauger aufdecken soll. Dafür muss die frischgebackene Vampirin den Kontakt zu ihrer versnobten Familie wieder aufnehmen - eine Katastrophe! Aber noch während ihrer Ermittlungen stellt Merit fest, dass hinter der ganzen Sache etwas weitaus Bedrohlicheres steckt ...


Rezension

Cloe Neill bot bereits im Februar 2011 mit ihrem Roman "Frisch gebissen" ein wenig Abwechslung im Dark Fantasy Genre. Sie überzeugte nicht völlig, aber auf mehr oder minder andere Art. Mit "Chicagoland-Vampires - Verbotene Bisse" präsentiert sie nun die mit Spannung erwartete Fortsetzung der Geschichte um die ehemalige Studentin Merit, die unfreiwillig eine Vampirin wurde. Der dritte Teil "Mitternachtsbisse" soll im Januar 2012 erscheinen.

>> Mein Vater machte ein zustimmendes Geräusch und sah mich dann über seinen Brillenrand hinweg an. "Deine Mutter hat mich wissen lassen, dass du, um deine Worte zu verwenden, einige Beziehungen wieder aufleben lassen möchtest. Die richtigen Leute treffen möchtest." Er schlug denselben Ton an, in dem er immer mit mir gesprochen hatte, wenn ich es als Kind irgendwann dann doch geschafft hatte, mich in sein Büro zu schleppen, um mich für einen angeblichen Verstoß gege die Regeln zu entschuldigen. <<

Merit ist endlich im Haus Cadogan eingezogen - zu ihrem Unglück und zum Glück anderer. Denn jetzt beginnt ihr untotes Leben so richtig und damit auch die Last ihrer Aufgaben. Sie hat sich mittlerweile an ihr neues Dasein gewöhnt, zumindest ein bisschen, doch kaum mit Sack und Pack in ihrem Einzelzimmer angekommen, gibt es eine erste, wichtige Aufgabe: einen alten Bekannten, bzw. Liebhaber, davon abhalten, skandalträchtige Artikel über die Vampire zu schreiben! Und so muss sich Merit nicht nur wieder bei ihrer Familie einschmeicheln, sondern für Ethan mehr und mehr Dinge tun, die sie gar nicht will. Und sich darüber hinaus an Morgan, dem Oberhaupt eines anderen Vampir-Hauses, weiter verschachern zu lassen, gefällt ihr immer noch wenig, aber gleichzeitig mehr und mehr ...

„Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann“, zitiert Chloe Neill dieses Mal zu Beginn ihres zweiten Bandes und wie schon im ersten, so passen die wiedergegebenen Worte gut zum Inhalt des vorliegenden Romans, der sich die geschilderte Weisheit zum Vorbild genommen hat. Denn immer noch ist die im Süden der USA aufgewachsene Autorin damit beschäftigt, den Leser tiefer in ihre Welt gleiten zu lassen. Eine Welt, in der die Existenz der Vampire seit kurzer Zeit nicht mehr geheim ist. Eine, in der es Merit nun, nach ihrem ersten Abenteuer „Frisch Gebissen“, schlussendlich nicht erspart bleibt, in hübsche Kleider zu schlüpfen, um für ihren Lehnsherrn alte, ungeliebte Beziehungen aufleben zu lassen. Und so begleitet der Leser diese charakterstarke, sarkastische Protagonistin einmal mehr auf ihren Weg durch den Dschungel ihrer jungen Vampirexistenz. Mit dabei sind alte Bekannte, aber vor allem Ethan Sullivan und – wie zu erwarten – Morgen, der Meister der Navarre, der sich ganz wie sein Gegenspieler zu Merit hingezogen fühlt. Chloe Neill verzichtet damit nicht auf Klischees. Sie setzt auf die sanfte Andeutung einer Dreiecksbeziehungen, Alltagsbeschreibungen, zu lösende Presseprobleme und auf ihre aufgeweckte, gewitzt Art den Inhalt zu schildern. Etwas, das sie wirklich gut beherrscht. Alles ist flüssig, stellenweise amüsant sowie lockerleicht und trotzdem wird einfach viel zu sehr um den heißen Brei geredet. Viel zu sehr erzählt und auf Action verzichtet, die sich erst zum Ende hin einstellen mag. Hintergrund wird davor, zum großen Bedauern des Lesers, immer noch zu groß geschrieben. Man erfährt immer mehr über die Vergangenheit und das politische Zusammenspiel der Häuser sowie die Hintergründe des aktuell drohenden Skandals.

Äußerst positiv ist und bleibt, neben dem sprachlichen Können der Autorin, Merits bestechender Charakter. Man mag sie immer noch, bemerkt wie sie sich langsam verändert und nachgiebiger, zum Teil aber auch vernünftiger und stärker wird. Von ihren Gedanken lebt diese Geschichte. Die (nicht vorhandene) Beziehung zu Ethan bleibt vorerst (zu lange und zu betont) unterkühlt, dann jedoch verschwinden nach und nach die Barrieren und dem Leser wird ein näherer Einblick in die mögliche Gedankenwelt des Helden geboten, der sich hinter einer sehr ausgefeilten Fassade versteckt. Schön angedeutet, nett gemacht – romantisch jedoch immer noch nicht, zumindest nicht so, wie man es sich nach beinahe zwei Bänden erträumen dürfte. Zu langsam schreitet das Grundkonzept voran, vollgestopft mit witzig geschilderten Belanglosigkeiten und so rücken die großen Gefühle oder gar bewegenden Konflikte auf den ersten dreihundert Seiten stark in den Hintergrund. Spannung bleibt damit außen vor, denn von Witz und netten Andeutungen allein kann kein Roman auf Dauer leben. Ein bisschen mehr Action und weniger Drum Herum hätten diesem Band deshalb sehr gut getan und es sicherlich besser verstanden, den geneigten Leser an diese Reihe zu ketten. Eine Reihe, die sich vor allem Fans von starken Frauen empfehlen lässt, deren Leben sich nicht im Dauerlauf um Liebe und Romantik oder einnehmenden Abenteuern drehen soll. Zwischen Freunde, Partys, Kampftraining, Abendgesellschaften und inhaltlichen Wiederholungen taucht man schlussendlich in den letzten einhundert Seiten doch noch auf, aus einem wahren Weltenmeer, das zuletzt noch große Wellen schlagen kann und damit zumindest im Ansatz das bietet, was ein breiteres Publikum überzeugen weiß.


Fazit

Mit "Verbotene Bisse" setzt Chloe Neill ihren eher mittelmäßig gelungenen Reihenstart weiter fort, der noch ein bisschen weniger zu überzeugen versteht, als alles Vorangegangene. Ein Highlight ist und bleibt dennoch der Humor, sowie die Wortwahl der Autorin und Merit selbst, eine sehr gelungene, doch weitgehend unterforderte Protagonistin. Mehr wäre, in vielerlei Hinsicht, möglich gewesen.


Pro und Kontra

+ farbig ausgemalte Vampir-Welt
+ liebenswerte Protagonisten
+ amüsant & unterhaltsam
+ angenehm lesbarer Stil

o sehr wenig Romantik / keine Erotik

- teilweise zu erzählerisch
- zu viel Belangloses
- kaum Höhepunkte
- wenig Spannung
- vorhersehbar

Bewertung:

Handlung: 2,5 / 5
Charaktere: 3 / 5
Lesespaß: 3 / 5
Preis/Leistung: 3,5 / 5


Rezension zu "Frisch gebissen"

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, der 06. September 2011
 

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