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Dunkle Sehnsucht (Jeaniene Frost)
Geschrieben von Angelika
Freitag, der 23. September 2011

Blanvalet (deutsche Erstausgabe, September 2011)
Taschenbuch, Broschur, 398 Seiten
ISBN: 978-3-442-37745-9
€ 8,99 [D] | € 9,30 [A]

Genre: Dark Fantasy


Klappentext

Aus Liebe zu dem Vampir Bones wurde die Jägerin Cat Crawfield ebenfalls zu einer Untoten. Gemeinsam schützen sie nun die Menschen vor den Kreaturen der Nacht. Doch nun steht ein Krieg der Untoten bevor, der auch die Welt der Lebenden erschüttern wird. Die mächtige Voodoo-Königin Marie Laveau könnte das Zünglein an der Waage in diesem Konflikt sein. Doch sie hat ganz eigene Pläne und wird sie erst offenbaren, wenn Cat dem König der Ghule im tödlichen Duell gegenübersteht – und Bones seiner Geliebten nicht beistehen kann …


Rezension

Jeaniene Frost lebt in Florida, spaziert gerne auf alten Friedhöfen und achtet stets auf schwarze Kleidung sowie einen blassen Teint. Mit ihrer Night Huntress-Serie avancierte sie innerhalb kurzer Zeit zum Shooting Star der Dark Fantasy. Nach vier Bänden und zwei zusätzlichen Spin Offs präsentiert sie nun mit „Dunkle Sehnsucht“ den inzwischen fünften Roman über das Traumpaar Cat und Bones. Dieses Mal im Brennpunkt der Handlung: mordende Ghule, die nur ein Ziel kennen, nämlich die sogenannte Gevatterin vernichten.

>> Ich wünschte, es gäbe eine andere Möglichkeit. Was natürlich nicht der Fall war. Nicht, wenn es um Untote ging. Und wenn wir eben zu drastischen Mitteln greifen mussten, um einen potenziellen Ghul-Aufstand zu verhindern … na ja, dann war ich eben Hannibal Lecter. Mit Brüsten. <<

Den ehemaligen Gatten getötet, die Liebe zu ihrem neuen wieder entfacht und den Hintern voller Probleme findet sich Cat erneut in einem Sumpf voller Intrigen wieder. Doch ihr Feind agiert nicht mehr nur im Dunklen und fordert sie, sowie ihre große Liebe Bones, beinahe schon offen heraus. Gemeinsam müssen die beiden nun einen Weg finden, offen gegen den Leichenfresser Apollyon vorzugehen, um sich die Bedrohung vom Hals zu schaffen. Doch nicht nur Cats untotes Leben steht auf den Spiel, sondern auch der Friede zwischen Ghulen und Vampiren …

Nach und nach wurde er erreicht: der Tiefstand dieser inzwischen äußerst bekannten Reihe, die anfangs noch sehr zu begeistern wusste, jedoch immer mehr an Qualität verlor und an derben Geschmacklosigkeiten gewann. Der letzte Roman „Der sanfte Hauch der Finsternis“ versagte, als würdiger Nachfolger zweier überragender Unterhaltungsromane (erster sowie zweiter Band), beinahe völlig. Enttäuschte mehr noch als „Gefährtin der Dämmerung“. Es fehlte an Leidenschaft sowie Besinnlichkeit. Mehr und mehr schien es, als hätte Jeaniene Frost ihre Lust verloren, wirklich gute sowie kreative Bücher zu schreiben, oder als genüge ihr der schlichte Aufhänger zum Erfolg, der die Verkaufszahlen lange Zeit zu halten schien. Auch „Dunkle Sehnsucht“ erinnert an diese leisen Vorwürfe an die Autorin, dennoch zeigt der aktuelle Band vermehrt wieder das, was Jeaniene Frost ihren Fans inzwischen lange schuldig geblieben ist: tieferschürfende Emotionen. Denn Cat und Bones haben in „Dunkle Sehnsucht“ endlich ihre stimmungssenkenden Launen überwunden. Sie halten jetzt mehr noch als früher zusammen und verbringen auch wieder heiße Nächte miteinander. Anders als im vorangegangen Roman darf sich der Leser also nicht nur wieder über romantische Momente freuen, sondern auch über prickelnde Erotik. Eine, die ein bisschen über die Stränge schlägt und härter an den Leser gebracht wird, als bisher üblich. Diese Stellen und auch die immer noch vorherrschende, sadistische Einstellung zur angeblich notwendigen Gewalt lassen den Leser erneut schlucken. Vor allem letzteres stößt wie auch schon in „Der sanfte Kuss der Finsternis“ sauer auf. Trotzdem: Das Konzept stimmt. Endlich wird darauf verzichtet, maßlos über die Stränge zu schlagen und Cat zeigt – obwohl inzwischen gänzlich untot geworden – endlich erwünschte Skrupel sowie Menschlichkeit. Zwischen Armdrücken, Fliegenlernen, immer gleichen Gesprächen mit altbekannten Freunden und den langsam schon gleich klingenden, inhaltlichen Wiederholungen verfolgt der Leser ihre Entwicklung vom simplen Vampir in ein (in jedem Fall zu) mächtiges Wesen abnormer Art. Denn selbst für die Mächtigsten unter den Blutsaugern sowie Leichenfressern sind ihre Fähigkeiten beunruhigend. Sie entwickeln sich zu schnell. Werden zu stark mit jedem Schluck und provozieren schlussendlich auch beinahe einen Krieg.

Jeaniene Frost lässt es sich – wie inzwischen üblich geworden – auch in diesem Band nicht nehmen, den Leser mit großen Effekten zu ködern, oder neuen Namen wie zum Beispiel Johanna von Orléans. Wichtig muss alles klingen, einfach nur groß – die Vorgehensweise bleibt, trotz der deutlichen Verbesserung, immer noch gleich. Cat und Bones stehen vor einem Problem, konsultieren ihre Freunde (Protagonisten aus den Spin Offs oder andere, liebgewonnene Antagonisten) und stürzen sich letztendlich ins Endgefecht. Zum einen gefällt es – besonders das Verknüpfen der Charaktere zueinander, das mehr Tiefe verleiht – zum anderen würde man sich freuen auf Neues. Auf mehr. Auf ein bisschen Innovation in den vorhandenen Klischees. Mit „Dunkle Sehnsucht“ ist dennoch aber schon ein wichtiger Schritt in eine sehr begrüßenswerte Richtung zu sehen. Cats erwachte Vaterliebe zu ihrem Onkel Don, die Verdichtung zu ihrem Geisterfreund sowie die Besserung ihrer Beziehung zu Tate (die stellenweise schon sehr genervt hatte) gefallen nun wirklich gut. In diesem Ton darf es weiter gehen, dann endlich werden auch wieder die Kritiker dieser Reihe überzeugt sein vom früher so überragenden Unterhaltungswert, der hier an manchen Stellen wieder durchzuschimmern versteht. Und lockt. Einmal mehr.

„Erzähl mal, Cat, wie ist es denn so, eine vollwertige Vampirin zu sein?“ „Ganz toll“, antwortete ich. Mir war klar, dass sie auf irgendetwas hinauswollte, aber ich tat so, als hätte sie mir eine ganz normale Frage gestellt. „Meine Periode vermisse ich überhaupt nicht, und hey, Kalorienzählen fällt auch flach. Ist doch klasse, oder?“

(Seite 164)


Fazit

„Dunkle Sehnsucht“ setzt endlich wieder dort an, wo kritischere Leser diese Reihe seit Längerem sehen möchten. Zwar immer noch etwas eintönig, dafür wesentlich gefühlvoller, weiß Jeaniene Frost ihre Geschichte wieder auf Kurs zu bringen. Hoffentlich nur der Anfang von mehreren, vielversprechenden Entwicklungen.


Pro und Kontra

+ ohne Längen flüssig zu lesender Stil
+ interessante Nebencharaktere
+ sarkastischer Humor
+ auch ohne Vorwissen zu lesen
+ tiefgründiger und emotionaler

- kaum innovativ
- schon bekanntes Handlungskonzept
- gelegentliche Übertreibungen
- überhasteter Einstieg

Bewertung:

Handlung: 2,5 / 5
Charaktere: 4 / 5
Lesespaß: 4 / 5
Preis/Leistung: 3,5 / 5


Rezension zu "Kuss der Nacht" (2)
Zuletzt aktualisiert: Montag, der 26. September 2011
 

Kommentare  

#2 stimmt leiderlola 2012-08-05 17:33
ich kann dem fazit leider nur zustimmen.Aller dings verlieren die anderen characktere an präsenz und es geht nur noch um cat und bones
#1 FazitSolanacea 2011-09-30 07:05
Heute morgen habe ich das Buch fertig gelesen.
Im Vergleich zu den vorherigen Bändern ist meiner Meinung nach diese Buch Jeaniene Frost nicht besonders gut gelungen. Ich war ein wenig enttäuscht. Die Geschichte hat an Tiefe verloren und wirkt wie einfach dahingeschriebe n. Dieses Band hat mich überhaupt nicht berührt, im Gegensatz zu den ersten drei Bändern. Die Handlung ist Unterhaltsam, aber auch nicht viel mehr. Schade, ich hoffe das wird sich wieder ändern, denn ich mag die Autorin wirklich sehr.

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