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Eiskalte Berührung (Kresley Cole)
Geschrieben von Angelika
Mittwoch, der 19. Oktober 2011

Egmont Lyx (Oktober 2011)
kartoniert, Klappbroschur
Seiten: 496, 9,99 EUR [D]
ISBN: 978-3-8025-8495-4

Genre: Dark Fantasy


Klappentext

Daniela ist eine mächtige Eisfeyde, zweitausend Jahre alt – und noch ungeküsst. Sie sehnt sich nach der Umarmung eines Mannes, aber das ist unmöglich! Denn unter ihren Händen erstarrt alles zu Eis. Als die eiskalte Schönheit dem Vampir Murdoch begegnet, entbrennen beide in heißer Leidenschaft zueinander. Aber Danielas Berührung kann für Murdoch tödlich sein …


Rezension

Kresley Cole veröffentlichte, nach einer beachtenswerten Karriere als Athletin, vor nunmehr acht Jahren ihren ersten Roman. Seither begeistert sie unzähliger Leser und zählt nicht umsonst zu den beliebtesten Autorinnen historischer und fantastischer Liebesromane. Mit ihrem aktuellen Buch „Eiskalte Berührung“ präsentiert sie nach Nacht des Begehrens, Kuss der Finsternis, Versuchung des Blutes, Tanz des Verlangens, Verführung der Schatten und Zauber der Leidenschaft den nunmehr siebten Band ihrer düsteren, gern auch schonungslosen Immortals After Dark-Serie sowie eine weitere, unveröffentlichte Story.

>> Er verzog das Gesicht. „Aber es muss doch einen Weg geben, wie ich dich haben kann.“ Traurig schüttelte sie den Kopf. Sie hatte die Hexen konsultiert und erfahren, dass eine von ihnen möglicherweise in der Lage sein würde, ihr zu helfen, sobald sie ihre Mächte erhalten hatte, was durchaus noch einige Jahrhunderte dauern konnte. <<

Daniela ist verzweifelt – sie ist nicht nur eine Eisfeyde, sondern wird auch von ihrem eigenen Volk gejagt. Nie konnte sie deshalb einen Mann berühren, denn alle anderen Mythenwesen erstarren unter ihren Händen oder winden sich vor Schmerz. Nur der Vampir Murdoch gibt nicht auf. Früher ein wahrer Schürzenjäger ist er nun bereit, für ihre große Liebe zu kämpfen, doch nichts fällt so schwer, wie eine Verbindung aus Feuer und Eis …

Myst, die Vielbegehrte, hat ebenso ihre Schwierigkeiten in Sachen Liebe. Ihr Problem allerdings ist ein ganz anderes, denn während Daniela keine Nähe zu Murdoch zulassen kann, ist Myst vollauf damit beschäftigt, den Vampir Nicolai Wroth nicht nur zu verführen, sondern auch auszutricksen. Doch Nicolai findet bald eine Möglichkeit, seine freche Geliebte gefügig zu machen. Nur um welchen Preis und wird sie ihm jemals freiwillig bei ihm bleiben?

Für ihre eindrucksvollen Beweise, dass Dark Fantasy trotz gewisser Klischees immer wieder recht abwechslungsreich gestaltet werden kann, wurde Kresley Cole schon häufig gelobt. Bisher hatte sie es eigentlich gut verstanden, ihre Leser zu begeistern und Bekanntes mit Neuem zu vermengen. „Eiskalte Berührung“ bringt nun jedoch, ähnlich schwach wie „Versuchung des Blutes“, zum zweiten Mal einen unschönen Bruch in das glänzende Bild dieser sonst großartigen Autorin. Denn der etwa dreihundert Seiten starke Titelroman ist nicht nur kürzer als gewohnt, sondern in unterschiedlichen Belangen schlicht als schwach zu bezeichnen. Kresley Cole hat es sich mit diesem Lückenfüller bedauerlicher Weise erspart, eine weitere aussagekräftige Handlung in den Vordergrund zu stellen und benutzt die Vorgänger (zugegeben gut) als stimmigen Hintergrund für eine der typischsten Geschichten im Liebesromanbereich: zwei vor Leidenschaft in Flammen Stehende, wagen es kaum sich näher zu kommen und vergehen vor unerfülltem Verlangen, das geliebte Wesen zu berühren. Die Charaktere begeistern in ihrem Miteinander nicht bedingungslos, obwohl gerade Danielas Fähigkeiten dem Roman eine besondere Würze verleihen und Murdoch als geläuterter Schürzenjäger amüsieren kann, wird nur spärlich über bestehende Schwächen hinweggetäuscht. Beinahe alles hat der geneigte Dark Fantasy Fan so oder ähnlich (bestimmt aber auch schon Dutzend Mal schlechter) schon einmal gelesen. Ein nicht ganz untypisches Gefühl bei Geschichten dieser Art und tatsächlich ist es dem Leser – rückblickend betrachtet – sogar möglich, angeregt von kleinen Besonderheiten (Wortwitz, bestimmte Verknüpfungen und stellenweise gut inszenierte Romantik), die fehlende Innovation durchaus verzeihen. Verglichen mit allem Vorangegangenen, bleibt die Enttäuschung dennoch relativ hoch.

Zu überzeugen wiederum versteht unter anderem die Moral, dass Liebe sich auch über ganz schlimme Dinge und Hindernisse hinwegsetzen kann, die magische Welt der Eisfeyden, sowie die äußerst gelungenen Verflechtungen zu alle den vorangegangen Romanen. Und gerade letzteres ist wirklich meisterhaft gelungen! Denn selten hat man die Gelegenheit, eine Reihe zu lesen deren Zusammenhänge so dermaßen in sich stimmig sind, dass sogar ein eher mittelklassiger Lückenfüller wie dieser, teilweise immer noch als recht aussagekräftiges Werk innerhalb der Reihe angesehen werden kann. Diese neuen Einblicke in schon Bekanntes, machen „Eiskalte Berührung“ letztendlich noch für jeden Fans der Autorin lesenswert und auch die zweite, über einhundertfünfzigseitige Story „Unsterbliche Sehnsucht“ kann halbwegs überzeugen. Nicolai Wroth und Myst harmonieren besser, lassen viel erotische Spannung aufkommen und mehr denn je verstehen, was Kresley Cole am besten kann: Typisches durch einen gelungenem, mitreißenden sowie witzigen Stil, trotz diverser Mankos (ebenso zu simpel, kurz und zu einfach aufgelöst), richtig unterhaltsam werden zu lassen. Immerhin ein nicht unwesentlicher Punkt, der am Ende versöhnlich stimmt und sich freuen lässt auf den nächsten Band, der voraussichtlich im ersten oder zweiten Quartal 2012 erscheinen wird.


Fazit

„Eiskalte Berührung“ enttäuscht nach so überdurchschnittlich gut gelungen Vorgängern nicht gering, dennoch werden Fans kaum umhin kommen, zumindest die tollen Verflechtungen innerhalb der Serie zu genießen. Zwei eher mittelklassige, aber immer noch sprachlich sehr lesenswerte Geschichten in einem Band, bei gleichbleibendem Preis, lassen dieses Buch zu einem bezahlbaren Goody für Fans werden, die ihre Sammlung komplettieren wollen. Neueinsteigern sei der Charme der Vorgänger eher empfohlen, der auch hier zumindest manchmal die Schwachpunkte der Handlungen überstrahlen kann.


Pro und Kontra

+ Wiedersehen mit liebgewonnen Charakteren
+ farbig ausgemalte und eigenständige Welt
+ großartige Verknüpfungen innerhalb der Reihe
+ viel gute Mittelklasse für wenig Geld
+ angenehm lesbarer, unterhaltsamer Stil

o Herzschmerz und Schmalz
o vorbestimmte Seelengefährten

- eher nicht ohne Vorwissen geeignet
- unspektakuläre Handlungen
- Protagonisten nicht optimal in Szene gesetzt / zu kurz
- Dauer-Geplänkel / wenig Vorankommen

Bewertung:

Handlung: 2 / 5
Charaktere: 3 / 5
Lesespaß: 3 / 5
Preis/Leistung: 4,5 / 5


Rezension zu Band 1 – „Nacht des Begehrens
Rezension zu Band 2 – „Kuss der Finsternis
Rezension zu Band 3 – „Versuchung des Blutes
Rezension zu Band 4 – „Tanz des Verlangens
Rezension zu Band 5 „Verführung der Schatten
Rezension zu Band 6 Zauber der Leidenschaft
Rezension zu Band 8 Flammen der Begierde
Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 09. Januar 2013
 

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