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Succubus Revealed (Richelle Mead)
Geschrieben von Judith
Donnerstag, der 05. Januar 2012

UBooks (November 2011)
Taschenbuch, 368 Seiten, 12,95 EUR
ISBN: 978-3-86608-154-3

Genre: Dark / Urban Fantasy


Klappentext

Sukkubus Georgina Kincaid arbeitet schon wortwörtlich eine Ewigkeit daran, die Männer zu verstehen. Aber es gelingt ihnen doch immer wieder, sie zu überraschen. Da wäre zum Beispiel Seth Mortensen, der tatsächlich seine unsterbliche Seele aufs Spiel gesetzt hat, um endlich mit ihr zusammen sein zu können. Aber mit Luzifer als Chef kann man nicht einfach die Stilettos an den Nagel hängen und sich in aller Ruhe dem Nestbau widmen. Statt die Freuden eines häuslichen Lebens genießen zu können, wird Georgina zwangsversetzt — nach Las Vegas!
Eigentlich der Traumjob für jeden Sukkubus. Doch Georginas Freunde sind misstrauisch. Weshalb sind die höllischen Oberbosse so sehr daran interessiert, Georgina von Seattle — und von Seth — fern zu halten? Auch wenn sie eine der wertvollsten Handlangerinnen der Hölle ist, für Georgina steht fest: Wenn sich die Möglichkeit bietet, aus dem Sukkubus-Geschäft auszusteigen, wird sie sie nutzen, ganz egal, wer oder was dabei auf der Strecke bleibt. Es bleibt nur zu hoffen, dass das nicht ausgerechnet der Mann ist, für den sie alles auf Spiel setzt …


Rezension

Auch wenn der Klappentext das behauptet, ist Georgina nicht unbedingt eine der wertvollsten Handlangerinnen der Hölle – für einen Sukkubus ist sie nämlich viel zu brav. Seit sie endlich mit ihrem geliebten Bestsellerautor Seth Mortensen zusammen ist, verführt sie nur noch wenige und ohnehin schon verlorene Seelen. Ihre Vorgesetzten sind unzufrieden, doch nicht nur ihr nachlassender Arbeitseifer stört. Auch die Beziehung zu Seth ist der Hölle ein Dorn im Auge. Daher soll Georgina nach Las Vages versetzt werden, wo sie ihrem Lieblingserzdämon dienen kann und zudem ihren Inkubus-Freund Bastien wiedertrifft. Las Vegas scheint das Paradies zu sein, doch gerade das macht Georgina und ihre Freunde misstrauisch. Ihr Liebesglück mit Seth wird zudem von der schweren Krankheit seiner Schwägerin getrübt. Noch dazu hat Georgina ihren Job in der Buchhandlung verloren und muss als Weihnachtselfe bei einem dauerbetrunkenen Weihnachtsmann arbeiten …

„Succubus Revealed“ ist schon der sechste und wahrscheinlich auch letzte Band der Georgina-Kincaid-Reihe und im Vergleich zu den ersten Büchern viel ernsthafter. Bereits im fünften Band „Succubus Shadows“ zeichnete sich ein dramatischer Wandel in Georginas Leben ab und nun vereinen sich all die seltsamen Vorkommnisse zu einem unglaublichen Gesamtbild. Richelle Mead erfüllt dabei weitgehend die Erwartungen der Leser, wodurch es keine riesengroßen Überraschungen in „Succubus Revealed“ gibt – doch alles andere hätte man der Autorin wohl auch übel genommen. Wer eine Story über sechs Bände aufbaut, muss sich im abschließenden Werk einfach den noch offenen Themen widmen. Ein paar kleinere Überraschungen gibt es trotzdem und spannend ist der Roman allemal. Besonders gelungen ist, dass immer wieder auf Ereignisse aus den Vorgängerbänden Bezug genommen wird und zwar ohne, dass man von den Wiederholungen genervt ist. Richelle Mead findet das richtige Maß und bei all den Problemen, mit denen Georgina kämpfen muss, fiebert man bis zur letzten Seite kräftig mit. Auch kleine Längen macht Richelle Meads Succubus mit ihrem unvergleichlichen Charme wett.

Die gesamte Reihe zeichnet sich vor allem durch ihre supersympathische Protagonisten aus, deren emotionale Ausbrüche die Geschichte ebenso prägen wie ihr erstaunlich großes Herz. Denn auch wenn Georgina als Sukkubus für die Hölle arbeitet, hat sich doch ein feines Gespür für Gerechtigkeit und das Gute. Selbst ihre Seele hat sie aus falsch verstandener Selbstlosigkeit verkauft – allmählich muss sie jedoch erkennen, dass sie nicht jeden beschützen kann und dass die Menschen, die sie liebt, ihre eigenen Entscheidungen treffen müssen. Doch auch Georginas höllische Freunde entsprechen nicht unbedingt personifizierter Bosheit. Dass ihr Erzdämon Jerome einen Streit mit einem anderen Erzdämon mit Hilfe eines Bowlingtuniers klären will, offenbart die Skurrilität des Beziehungsgeflechts zwischen Engeln und Dämonen. Richelle Mead widmet sich ihren unsterblichen Kreaturen mit einer gehören Portion eigenwilligem Humor, der jeden Teil der Georgina-Kincaid-Reihe zu etwas Besonderem macht. Zudem gelingt es der Autorin, jedes Mal eine gänzlich neue Atmosphäre zu erzeugen, sodass einem zwar nicht alle Succubus-Teile gleich gut gefallen, aber auch niemals Langeweile aufkommt.

„Succubus Revealed“ treibt das emotionale Chaos in Georginas Leben auf den Höhepunkt. Eigentlich ist die Liebesgeschichte zwischen ihr und Seth ziemlich kitschig, doch Richelle Mead verpackt diese besondere Liebe so gekonnt in auflockernden Humor und den nötigen Ernst, dass man den leicht kitschigen Grundton gern verzeiht. Dass Seth Autor ist, gibt der Reihe einen besonderen Drive und erlaubt viele Seitenhiebe auf den Literaturbetrieb, aber auch Einblicke in den Alltag eines Schriftstellers. Seth erfüllt dabei reichlich Klischees, die sich in das Gesamtkonzept der Reihe allerdings wunderbar einfügen. Daher ist man schon etwas traurig darüber, dass Georgina ihren geliebten Buchladen verlassen musste. Und dass Seth aufgrund der familiären Probleme kaum noch zum Schreiben kommt. In den Genuss einer stimmungsvollen Lesungsszene kommt man dennoch. Auch Las Vages erfüllt die Erwartungen der Leser und erscheint wie ein grellbunter Traum, der in einem harten Kontrast zu Georginas Leben steht. Fast würde man verstehen, wenn sie sich diesem Traum hingeben würde, vor allem, da ihre Liebe auf wackligen Beinen steht. Etwas mehr Sünde hätte Las Vegas allerdings gutgetan.

Fans der Reihe kommen auch in „Succubus Revealed“ voll auf ihre Kosten. Quereinsteigern ist dieser sechste Band ebenso wie „Succubus Shadows“ allerdings nur eingeschränkt zu empfehlen. Die letzten Bände der Reihe widmen sich der Auflösung der großen Leitthemen und wer die Vorgänger nicht kennt, wird trotz eingestreuter Informationen seine Probleme bekommen. Man muss die Geschichte der einzelnen Charaktere einfach kennen, ebenso kann man über viele Passagen nur lachen, wenn man die Szenen miterlebt hat, über die gescherzt wird. Anders kann man es von einem Abschlussband aber auch gar nicht erwarten. Wer neu einsteigen will, sollte tatsächlich mit dem ersten Band beginnen – übrigens erscheinen alle Bände der Georgina-Kincaid-Reihe bei Egmont Lyx im neuen Paperbackgewand. Qualitativ sind die UBooks-Ausgaben jedoch gleichwertig und wer nicht lange auf Folgebände warten will, sollte unbedingt bei UBooks zugreifen. Zudem sind die Cover von Agnieszka Szuba einfach traumhaft schön – und „Succubus Revealed“ sieht von allen auch noch am besten aus!


Fazit

„Succubus Revealed“ ist ein würdiger und turbulenter Abschlussband, der die Erwartungen der Leserschaft erfüllt und dennoch kleine Überraschungen bietet. Dieses Mal kommt die Erotik zwischen all den dramatischen Entwicklungen etwas zu kurz, doch Fans der Reihe haben bis hierhin genug heiße Szenen erlebt und fiebern nun mit Georgina ihrem Schicksal entgegen. Insgesamt eine unheimlich charmante und leidenschaftliche Reihe voller Humor und großer Gefühle!


Pro & Contra

+ Georgina bleibt supersympathisch und herzlich
+ alle offenen Fragen werden aufgegriffen
+ freundschaftliche Beziehungen unter den Unsterblichen
+ emotional mitreißend
+ humorvoller, leicht zu lesender Schreibstil
+ jedes Mal eine neue, packende Atmosphäre

o relativ erotikarm
o nicht wirklich einzeln lesbar

- zum Ende hin etwas übereilt
- Las Vegas kommt zwar bunt, aber auch zu „brav“ rüber

Wertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5


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Interview mit Richelle Mead (englische Version)

Interview mit Richelle Mead (deutsche Version)

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 05. Januar 2012
 

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