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Jinx – Der verfluchte Liebeszauber (Meg Cabot)
Geschrieben von Patricia
Freitag, der 17. Februar 2012

Verlag cbj, Dezember 2011
Originaltitel: Jinx, übersetzt von Katarina Ganslandt
Taschenbuch, 316 Seiten, € 7,99
ISBN 978-3570400968

Genre: Sonstige, Jugendmädchenbuch


Klappentext

Nie wieder will Jean Honeychurch, genannt Jinx, ihre Hexenkräfte einsetzen. Das schwört sie sich als ihr erster Liebeszauber erschreckend danebengeht und sie Hals über Kopf zu Verwandten nach New York zeihen muss. Dort rettet Jinx jedoch dank ihrer magischen Kräfte gleich am ersten Tag den supersüßen Nachbarsjungen Zack das Leben – und zieht sich damit die Feindschaft ihrer Cousine Tory zu. Die beneidet Jinx nämlich nicht nur um deren Hexenkünste, sondern viel mehr noch um das auffallende Interesse, das Zack Jinx gegenüber an den Tag legt. Oder ist auch hier ein Liebeszauber am Werk?


Rezension

Jean ist ein wahrer Pechvogel, ständig trifft sie die Fettnäpfchen genau, die sich ihr in den Weg stellen. Deshalb bekommt sie den Spitznamen Jinx – Pechvogel. Eigentlich ist sie ja eine Hexe, immerhin hat das ihre Urgroßmutter verkündet. Die erste Tochter der ersten Tochter ihrer Familie hat Hexenkräfte, die somit auf Jinx übergegangen sind. Sie will das allerdings nicht wahrhaben, dafür fühlt sich aber Tory, ihre Cousine, zur Hexe berufen. Sie ist davon überzeugt, dass wenn sie schon nicht die alleinige Herrscherin der Kräfte ist, dann doch zumindest sie beide. Immerhin hat sie ja auch das passende Auftreten und Freunde dazu, während Jean doch nur ein verpeiltes Landei ist. Tory passte es überhaupt nicht, dass Jean jetzt bei ihnen wohnt, besonders da Zack, der Nachbarsjunge, auf den sie schon lange ein Auge geworfen hat, sich eindeutig mehr für Jinx interessiert. Da hilft auch kein noch so ausgeklügelter Liebeszauber, den Tory einsetzt, um Zack für sich zu gewinnen oder die Konkurrenz auszuschalten. Denn außer für Jean ist Zack auch eindeutig in Paula verschossen, dem Au-Pair Mädchen von Torys Familie. Somit haben bald Tory und Jinx viel zu tun, um Zauber abzuwenden oder sich neue, perfide Gemeinheiten auszudenken. Denn Tory ist eine Meisterin der Täuschung, sie hat es faustdick hinter den Ohren, wenn es um ihre eigenen Vorteile geht.

Ein gutaussehender und sympathischer Junge, ein nettes, wohlerzogenes Mädchen mit guten Noten und einer Geige dazu als Gegenspielerin das Schulbiest, die verschlagene und verwöhnte Tochter reicher Eltern – Meg Cabot hat einen interessanten Plot gefunden, aus dem sie eine Menge hätte machen können. Leider verschwendet sie wieder einmal die guten Anlagen und verwendet viel zu viel Zeit in ständigen Wiederholungen derselben Gedankengänge und unwichtigen Ereignissen. Sie ergeht sich in Andeutungen, was zu Jeans Aufenthalt in New York geführt hat, ohne sie irgendwann genauer zu erläutern. Während Zack seinen Part als anbetungswürdiger Held, neben dem alle anderen verblassen und der natürlich nur liebenswürdige Macken hat, und Tory, die den Gegenpart als intrigantes Biest mit hinterhältigen Aktionen innehat, sehr gut ausfüllen, versagt Jean fast auf ganzer Linie. Eigentlich will sie unsichtbar sein, niemand soll sie sehen und auffallen schon mal gar nicht. Warum ihr immer peinliche Sachen passieren, ist ihr ein Rätsel, ihre Gabe leugnet sie und will sie nicht wahrhaben, außerdem wirkt sie total verzagt. Lieber verzichtet sie auf Unternehmungen mit Zack, nur um nicht den Zorn Torys auf sich zu ziehen. Überhaupt, ihre Cousine nicht in Rage zu versetzen ist ihr Hauptaugenmerk, was leider so gar nicht zu dem Charakter passt, der sie eigentlich sein sollte. Zum Glück übernimmt dann auch Zack den Part desjenigen, der ihr mal ein paar deutliche Worte sagt oder ihr den sprichwörtlichen Tritt in den Hintern versetzt. Tauchen dann allerdings wieder Schwierigkeiten irgendwelcher Art auf ist Jean die Erste, die das Weite sucht und alle Schuld auf sich nimmt.

Wer aber über diese Unzulänglichkeiten hinwegsehen kann, der findet ein durchaus amüsantes Jugendbuch mit hinreißenden Charakteren. Zack und Paula machen einiges wett, auch die Eltern und die kleineren Geschwister sind sympathisch, Tory als Biest spielt ihren Part perfekt. Die Geschichte ist auch ganz interessant, Meg Cabot hat auf jeden Fall das richtige Händchen für die amerikanische Jugend und weiß, wie es an den Schulen zugeht. Die Charakterisierung der Clique, deren Dynamik und die einzelnen stereotypen Charaktere sind alle vertreten, inklusive sämtlicher Klischees, die an reichen, privilegierten Schülern nun mal hängen. Auch der Drogenkonsum ist ein zentrales Thema, welches die Autorin mit einem Augenzwinkern löst. So manch witzige Momente hat das Buch durchaus auch, die anvisierte Zielgruppe wird sich bestimmt bestens unterhalten fühlen.


Fazit

Leicht und flüssig liest man sich durch diese Geschichte, hinreißende Charaktere begleiten den Leser. Leider erfüllt Jean ihren Heldenpart nicht so ganz, sie ist viel zu verzagt, um anfangs viele Sympathien zu erhalten. Ihre Mitstreiter gleichen ihre Unzulänglichkeiten mehr als genügend aus, so dass sich nicht nur Jugendliche gut unterhalten fühlen dürfen.


Pro und Contra

+ witzige Situationen
+ angenehmer Stil
+ für alle Altersstufen geeignet
+ facettenreiche Charaktere
+ man kann die Jugendlichen sehr gut verstehen und sich in sie hineinversetzen
+ realistische Einblicke in die verwöhnte Jugend

- stellenweise ein bisschen in die Länge gezogen
- Jinx viel zu verzagt

Wertung

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 3,5/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 3,5/5

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 17. Februar 2012
 

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