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Eine kleine Nachtphysik (Wolfgang Rößler)
Geschrieben von Markus
Samstag, der 11. Februar 2012

Verlag: rororo
Taschenbuch; 384 Seiten; 9,99€
ISBN-13: 978-3499624872

Genre: Sachbuch/ Physik

 


Klappentext

Wolfgang Rößler erzählt bestechend einfach, wie die großen Köpfe der Physikgeschichte auf ihre bedeutenden Ideen gekommen sind und wie diese aussehen. Die Mischung aus Anekdoten, Indiskretionen und sehr gelungenen Erklärungen komplizierter Sachverhalte ist fesselnd geschrieben, und nicht nur die Personen werden wieder lebendig, auch ihre Theorien und Modelle. Wer sich in Physik kaum auskennt, wird sich vielleicht ein wenig ärgern, dass er all das schon einmal abstrakt lernen musste anstatt so eingängig wie in diesem Buch. Der Bogen ist weit gespannt von Newton und Galilei zu Einstein, Feynman, Fermi und Bohr; von Faraday und Maxwell zu Schrödinger, Dirac, Heisenberg und Pauli; von den Anfängen der Wissenschaft zu den Fragen nach dem Wesen von Raum und Zeit und der Natur von Licht und Wärme. Von der Entdeckung des Atoms zur Formulierung der Quantenmechanik; von Beobachtungen des Sternenhimmels zu grundlegenden Entdeckungen und Gedanken der modernen Atronomie und Kosmologie.


Rezension

„Der Hund hat Mitgefühl mit mir und versucht deswegen den Postboten zu beißen.“ Albert Einstein

Der Klappentext zu Wolfgang Rößlers Buch Eine kleine Nachtphysik verspricht viel. Nicht weniger als ein umfassendes Verständnis der Physik, vom Atomaufbau bis zu den Sternen und Schwarzen Löchern. Natürlich kann es so ein vollmundiges Versprechen, welches sich von Werbetextern ausgedacht wurde, nicht halten. Ein Lehrbuch ist es mit Sicherheit nicht, soviel sei schon mal festgestellt. Aber was ist es dann?

Kurz gefasst: Ein Buch voller Anekdoten und Kuriositäten über Physiker und ihre Entdeckungen, mit prägnanten und einfachen Erläuterungen physikalischer Sachverhalte. Das hört sich im ersten Moment alles sehr spröde und trocken an, wer glaubt schon, dass Naturwissenschaftler Humor besitzen. Aber das glatte Gegenteil ist der Fall.

„Dass man mit schmutzigem Wasser und einem schmutzigen Tisch schmutzige Gläser sauber machen kann -  wenn man das einem Philosophen sagen würde, er würde es nicht glauben.“ Niels Bohr

„Ich dachte nicht, ich untersuchte.“ Wilhelm Conrad Röntgen

Einstein, Bohr, Feynman, Newton, Pauli oder Heisenberg, alle kommen in diesem Buch vor und sorgen dafür, dass sowohl Herz und Verstand des Lesers angesprochen werden. Sei es, dass es um tragische Lebensumstände geht oder große Erfolge, alles ist vorhanden. Tod und Glück, Trauer und Humor liegen häufig dicht nebeneinander. Dabei verliert Wolfgang Rößler aber nicht sein Ziel aus den Augen, eine umfassende Darstellung der Geschichte der Physik niederzulegen. Angefangen bei den Naturphilosophen der Antike, über Newton und Galilei, bis hin zu Einsteins revolutionärer Relativitätstheorie und Hawkings Schwarzen Löchern. Der Autor verschweigt nicht Irrtümer und Irrwege, die manch großer Geist beschritten hat und lässt den Leser damit am Entwicklungsprozeß der Physik teilhaben. Die vereinfachten Eklärungen physikalischer Gesetze und Umstände sind auch für Laien größtenteils verständlich geschrieben, nur hin und wieder schleicht sich ein Fachbegriff ein, der eigentlich einer kurzen Erklärung bedürfte. Das tut aber dem Unterhaltungswert des Buches keinen Abbruch. Zum einem ist es natürlich spannend zu sehen, wer auf wessen Arbeiten aufbauen konnte und wie sich alles entwickelte, zum anderem bringen einem die zahlllosen Geschichten und Zitate der hier versammelten Wissenschaftler den Leser mehr als einmal zum Schmunzeln und Lachen. Stilistisch macht Wolfgang Rößler alles richtig, durch den Wechsel zwischen Erklärung und Anekdote kommt niemals Langeweile auf und man liest das Buch in einem Rutsch durch. Selten war die Leidenschaft hinter der angeblich trockenen Wissenschaft so spürbar.

Gell-Mann über Feynmans Arbeitsweise:
Sie schreiben das Problem nieder. Sie denken scharf nach. (Gell-Mann schloss seine Augen und presste die Finger theatralisch gegen die Stirn.) Dann schreiben sie die Antwort hin.


Einzig die Tatsache, dass Wolfgang Rößler manchmal den roten Faden zu verlieren scheint, schmälert den Gesamteindruck ein wenig. Teilweise springt er ziemlich wild durch die Zeit oder gerät auf kleinere Nebenschauplätze, die nicht unbedingt direkt einsichtig mit seinem gerade behandelten Thema zu tun haben. Aber solche Momente sind nicht allzu häufig und bieten immer noch genug Unterhaltung, um darüber hinweg sehen zu können.

„Ich nehme sogar auch noch hin, dass gerade in diesem Moment Tom Mix auf seinem Pferd daherkommt. Was aber mehr ist, als ich akzeptieren kann, das ist die Tatsache, dass genau in diesem Moment und an dieser Stelle ein Kerl mit einer Filmkamera steht und alles aufnimmt.“ Niels Bohr


Fazit

Physiker und ihre Gedanken anschaulich, unterhaltsam und voller Humor dargestellt. Genau das bietet Eine kleine Nachtphysik. Jeder, der etwas Physik und viel über die Menschen dahinter lernen möchte, sollte unbedingt zu greifen. Denn wenn man auch nur eine Erkenntnis aus diesem Buch ziehen kann, dann die, dass Physik nicht trocken, sondern hoch interessant und voller Humor steckt. Kaufen und lesen!


Pro & Contra

+ einfache Erklärungen
+ Vielzahl von Anekdoten und Zitaten
+ unterhaltsamer Stil

0 manchmal vermisst man etwas den roten Faden

Bewertung:

Informationsgehalt: 4/5
Aktualität: 5/5
Verständlichkeit: 4,5/5
Lesespaß: 4,5/5
Humor: 4,5/5
Preis/Leistung: 5/5

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 23. Februar 2012
 

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