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Schwarzes Prisma (Brent Weeks)
Geschrieben von Shtrojera
Sonntag, der 26. Februar 2012

Verlag: blanvalet (September 2011)
Taschenbuch, 800 Seiten, 15,00 €
ISBN: 978-3442268160

Genre: Fantasy


Klappentext

Sein Leben ist eine Lüge, seine Tage gezählt …

Gavin Guile ist der hoch geehrte Lord Prisma. Allein seine magischen Fähigkeiten, seine Intelligenz und seine Überzeugungskraft bewahren den unsicheren Frieden im Reich. Doch Gavin bleiben nur noch fünf Jahre zu leben. Fünf Jahre, um fünf unmögliche Ziele zu erreichen. Da erfährt er, dass er einen Sohn hat und dieser in großer Gefahr schwebt. Um den unschuldigen Jungen zu retten, muss Gavin sein dunkelstes Geheimnis offenbaren - und damit das Reich zerreißen ...


Rezension

Sieben Satrapien, sieben Farben, ein Herrscher. Und ein Junge, von zum zuvor niemand etwas ahnte. Als Kips Dorf von den Soldaten König Garaduls vollkommen niedergemetzelt wird, sieht auch er sich den Schergen des Königs schutzlos ausgeliefert. Doch kommt unverhofft Hilfe: Das Prisma persönlich rettet ihn in der Stunde der Not! Was Kip später erst erfährt: Er ist der Bastard Gavin Guiles höchstpersönlich! Auf dem Weg zur Chromeria, in der Wandler ausgebildet werden und welches das Machtzentrum Gavins darstellt, kann Kip die Wendung seines Schicksals noch immer nicht begreifen! Als er Gavin nach Garriston folgt, ahnt er noch nicht, was auf sie zukommt. Ein Krieg droht um die Herrschaft dieser Stadt! Doch um die Menschen Garristons zu retten, müssen Gavin und Kip mit allen Mitteln kämpfen und vielleicht ihre größten Geheimnisse offenbaren. Denn der Feind rüstet sich, und es sind nicht nur Farbwichte und verrückte Wandler, die König Garaduls Armee folgen...

Mit "Schwarzes Prisma" schafft Brent Weeks es, sich mühelos neben Autoren wie Abercrombie, Goodkind und Co. zu behaupten. Während Weeks "Schatten"-Trilogie brutal, schonungslos, ja sogar stellenweise ekelhaft ist, beginnt der erste Band der "Licht"-Trilogie etwas entspannter, doch nicht minder gut.
Aus verschiedenen Perspektiven kann sich der Leser einen Überblick verschaffen. Dabei sind sowohl Nebencharaktere, wie auch die Protagonisten der Geschichte von großer Bedeutung. Durch eben jene Perspektivechsel schafft Weeks es, einen sofort mit ins Boot zu holen, Begeisterung für den Handlungsverlauf zu erzeugen. Denn Spannung ist allgegenwärtig. Höhen und Tiefen wechseln sich dabei in angenehmer Weise ab, Langeweile kommt niemals auf. Ständiges Interesse für die Handlung, als auch für die Figuren sind mitunter ein Grund dafür. 
Charaktere und Protagonisten innerhalb des Romans sind absolut authentisch gezeichnet. Es gibt nicht den typischen Heroen, der mittels seiner besten Eigenschaften, Moral und Stärke, völlig rein und unbefleckt die Welt zu retten vermag. Diese Figuren haben Geheimnisse, sie haben Dreck am Stecken und sie haben Schwächen. Das Prisma selbst steht als unglaublich ambivalente Figur da und auch Kip, ebenfalls Protagonist der Geschichte, ist wahrlich kein typischer Held. Dick, klein, und voller Pickel entdeckt er auf seiner Reise mit Gavin sein verschollenes Selbstbewusstsein und entwickelt sich von einem gemobbten Kind, der alles mit sich machen lässt, zu einer Figur, die sich zur Wehr setzt, und - neben ihren Schwächen und allgegenwärtigen Selbstzweifeln - auch endlich ihre Stärken entdeckt und einzusetzen vermag. Auch das Prisma selbst macht eine Entwicklung durch, reflektiert eigene Entscheidungen und Situationen, welche auch ihn einen charakterlichen Reifeprozess durchlaufen lassen. Die Individualität spielt dabei nicht nur bei diesen beiden Figuren eine große Rolle: Auch die Nebenfiguren erstrahlen in ihren Vorzügen und Schwächen und machen alle ihren eigene Entwicklung durch. Generell schenkt Weeks seinen Charakteren nichts, alles ist harter Verdienst und Arbeit und Fehler fordern ihren Tribut.

Neben den außergewöhnlichen Figuren, welche diesen Roman schon zu etwas Besonderem werden lassen, finden sich auch Detailarbeit und Liebe innerhalb der Konzeption der Geschichte wieder. Weeks führt ein Magiesystem ein, welches auf sieben Farben begründet ist. Damit sind die Figuren in der Lage, aus Lichtfarben Materie zu wirken. Dabei hat jede Farbe andere Eigenschaften, die sich wiederum auch anders auf die Materie auswirken. Jedoch beeinflussen sie auch den Charakter der Wandler, wie solche Magiebegabte genannt werden. Unter den Wandlern gibt es unterschiedliche Kombinationen, wie z.B. Grünwandler (Monochromat), Blau/Grünwandler (Bichromat), bis hoch zu den Superchromaten, die mehrere Farben wandeln können. Das Prisma jedoch nimmt in diesem Magiesystem eine Sonderstellung ein, denn es kann alle Farben wandeln und hat dadurch eine immense Macht inne, die sowohl religiöser, als auch politischer Natur entspricht. Dieses Magiesystem spiegelt unter Anderem auch die unglaubliche Vielschichtigkeit dieses Werkes wider: Brent Weeks schafft es, politische, emotionale und religiöse Einzelstränge der Handlung um Magie und Krieg geschickt miteinander zu verweben und pure Spannung daraus zu fördern. Es ist nicht nur Faszination - Es ist auch Schockierung. Schockierung, zu welchen Ausmaßen ein Mensch sich verlieren kann, wie Macht auf den Einzelnen wirkt, wie sich ein ganzes Land danach verzerrt und immer mehr das Gesicht der einzelnen Figuren sich darunter zeigt. Eben diese Szenen der Machtpolitik, der Intrige, der menschlichen Schwächen zeigen deutlich auch das Konfliktpotenzial einzelner Handlungs-und Beziehungsstrukturen innerhalb des Romans. Der anfänglichen Begeisterung folgt mit fortschreitender Seitenzahl die Zuspitzung der gesamten Situation, die in einer immensen Schlacht ihren Höhepunkt erreicht. Mit vielen unvorhergesehenen Ereignissen, überraschenden Wendungen und aus sich herauswachsenden Charakteren bietet "Schwarzes Prisma" vor allem zum Schluss nochmals einen grandiosen Höhepunkt, der viel Potenzial für den Folgeband eröffnet. Hoffentlich lässt dieser nicht lange auf sich warten!


Fazit

"Schwarzes Prisma" von Brent Weeks vereint düstere Fantasyelemente mit innovativen Ideen, ausgereiften Figuren und einer komplexen Handlung zu einem atemberaubenden Auftakt der "Licht"-Trilogie. Der Autor etabliert sich mit diesem Werk immer weiter auf den Stufen erfolgreicher Fantasyautoren und steht diesen in nichts nach. Für Fans komplexer Fantasygeschichten, Liebhabern toller Charakterzeichnungen und Lesern, die auf der Suche nach Spannung sind, ist dieser Roman genau das Richtige!


Pro & Contra

+ Ambivalente Charaktere
+ Keine klischeehaften Heroen
+ Überraschende Wendungen
+ Komplexe Handlung, die überzeugt
+ Authentisches Magiesystem
+ Gelungene Vernetzung einzelner Handlungsstränge
+ Potenzial, welches genutzt wurde

o Zur Atmosphäre passender, abwechslungsreicher Schreibstil
o Einiges, offenes Potzial

- Wartezeit auf die Folgebände

Bewertung:

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 4,5/5

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, der 28. Februar 2012
 

Kommentare  

#1 das prismastassenkater 2013-03-02 18:57
besser gehts einfach nicht

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