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Der schwarze Drache (Barbara Hambly)
Geschrieben von Angelika
Dienstag, der 23. Juni 2009

Bastei-Lübbe (2000)
Taschenbuch, Broschur
Seiten: 506, 2,50 - 65 Euro
ISBN 13: 978-3404203888

Hinweis: Nur noch gebraucht oder als Sammlerstück erhältlich.


Klappentext

Als der schwarze Drache Morkeleb sich auf das Tal von Ylferdun herniedersenkt und das Land verwüstet, ziehen der junge Krieger Gareth und die Zauberadeptin Jenny aus, um John Aversin zu finden, den legendären Drachentöter. Doch die Zeiten haben sich geändert: Das Reich befindet sich in Aufruhr, der Königshof ist korrupt, der König selbst machtlos unter dem Bann einer Hexe. In einer solchen Welt gibt es für einen Drachentöter keinen Ruhm zu gewinnen. Nein, Morkeleb, der letzte und weiseste aller Drachen, muss am Leben bleiben. Und das ist eine Aufgabe, die sich als sehr viel schwieriger erweist, als ihn zu töten.


Rezension

Wege, aus der Norm auszubrechen, gibt es nicht wenige. Viele führen weit abseits von Klischees, andere versuchen das Bekannte mit neuem zu verbinden. Letzteres scheint für Barbara Hambly die beste Lösung zu sein. Mit „Der Schwarze Drache“ hat sie ein Werk geschrieben, das durch Humor und einzigartige Charaktere besticht.

Genug, um auch gestandene Fantasy-Leser tatsächlich überzeugen zu können?

Gareth, Thronanwärter und Möchtegern-Held, zieht aus, um mit verzweifelter Mühe Lord Aversin zu finden. Unerfahren wie er noch ist, begeht er auf seiner Reise so manche Dummheit, bis er endlich sein Ziel erreicht: Den Drachentöter Lord Aversin. Der jedoch verspricht sich nichts davon, sich erneut auf eine lebensgefährliche Jagd zu begeben. Ein gutes Buch gefüllt mit Wissen aus alten Tagen ist ihm mehr wert als Ruhm. Eine Tatsache, die ein Höfling wie Gareth, abseits von Elend und Not, nicht verstehen kann.

Als alle Stricke reißen, ist das Ziel des Thronanwärters jedoch zum Greifen nahe, doch er muss bald feststellen, dass er weit weniger von der Welt und ihren rauen Regeln weiß als angenommen.

Mit Sicherheit, denn Gareth, Jenny und Lord Aversin bieten ein fast perfektes Wechselbad unterschiedlicher Gefühle und Facetten.

Der Weg zum Ruhm ist steinig und die Mühe nicht wert. Warum? Genau mit dieser Frage beschäftigt sich „Der schwarze Drache“ und das so lange, bis man sich den am Anfang ersehnten Sieg einfach nicht mehr wünschen kann. – Eine Wendung, die Barbara Hambly sehr gelungen ist. Glaubhaft und vielschichtig gestaltet sie ihr Werk augenscheinlich klassisch durch Drachen, Zwerge und die typische Quest. Ein Eindruck, der schwindet, sobald man die Protagonisten studiert. Zum einen den unerfahrenen Gareth, der leicht einfältig wirkt und Pickel hat. Zum anderen das Paar Jenny und John Aversin. Jenny ist nicht hübsch, mitten in den Wechseljahren und Mutter von drei Kindern. John ein Brillenträger und eher zurückhaltender Bücherwurm. Ihre Beziehung ist schwierig geraten und gerät durch unterschiedliche Lebensziele oft in den Vordergrund. Ein verständliches, zerrissenes Hin und Her aus Gefühl, Hemmungen und Jennys wahren Lebenswunsch, fort zu gehen, um die Magie in all ihrer Form studieren zu können.

Neben vielen überraschenden Wendungen bietet dieses Buch ebenso Einsichten in mittelalterliche Politik und die Abgründe der Menschlichkeit. Sehr interessant zeichnet Barbara Hambly dabei auch die Angst-Hass-Beziehung zu Drachen und greift im selben Moment ebenso deren kalte Schönheit auf. Sie sind weise, haben die Gabe, über Gedanken zu kommunizieren, und nicht weniger Persönlichkeit, als ihre Gegenspieler.

Die Kritik, die bleibt, richtet sich an den Klappentext, der sich in manchen Dingen nicht ganz an den Roman hält. Morkeleb wäre der letzte Drache entspricht nicht unbedingt der Wahrheit. Ebenso wenig die Tatsache, dass Jenny und Gareth gemeinsam einen weg suchen, um zu John Aversin zu gelangen.

Besondere Beachtung hingegen verdient sich das Cover. Es ist nicht nur wunderschön gezeichnet und damit ein Schmuck im Bücherregal, sondern absolut treffend. Der schwarze Drache Morkeleb mit Jenny, und im Hintergrund Gareth und John - deren Aussehen nicht treffender hätte sein können. - Respekt!


Fazit

„Der Schwarze Drache“ ist ein lesenswertes, fast schon tiefpsychologisches Buch und im Grunde der klassischen Fantasy zuzuordnen. Wer das Genre kennt, wird nicht sehr viele große Überraschungen erleben, bestimmt jedoch fasziniert von der Welt und Barbara Hamblys Beschreibungen sein. Glaubhafte, einzigartige Charaktere und eine kulturell sehr interessante Welt runden das Werk geschmackvoll ab.


Pro und Kontra

+ wunderschön gezeichnete Welt
+ interessante Charaktere
+ leicht zu lesen

o klassische Fantasy

- zu abruptes Ende

Wertung:

Handlung: 4 / 5
Charaktere: 5 / 5
Lesespaß: 5 / 5
(Preis/Leistung entfällt, s.o.)
Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 10. März 2010
 

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