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Das Zauberer Handbuch (Michael Peinkofer)
Geschrieben von Maria
Mittwoch, der 26. September 2012

Verlag: Piper (August 2012)
Taschenbuch: 336 Seiten,  € 12,99
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492267915

Genre: Sachbuch


Klappentext

Das Handbuch für alle, die Fantasy schreiben – ob deine erste Kurzgeschichte oder das große eigene Epos: Dieses Buch hat alles, was du brauchst, um deine Pläne in die Tat umzusetzen. Entwickle einen überzeugenden Plot, erwecke Figuren zum Leben, und ersinne Schauplätze, die dich und deine Leser begeistern. Bestsellerautor und Fantasy-Experte Michael Peinkofer führt dich durch das Einmaleins des Schreibens, verrät exklusive Tricks und begleitet dich auf deinem Weg zum erfolgreichen Autor.


Rezension

Schreibratgeber erfreuen sich einer ständig wachsender Beliebtheit, es gibt sie in allen möglichen Ausfertigungen. Das Zauberer Handbuch widmet sich dabei einem eigenen Genre: Der Fantasy.
Michael Peinkofer, erfolgreicher Fantasy-Autor und auch Verfasser historischer Romane, nimmt den Leser dabei mit auf eine höchst unterhaltsame Reise ins Reich von Helden und Zauberern, Drachen, Orks und weiteren phantastischen Zeitgenossen. Er beleuchtet zunächst Wurzeln und Ursprünge des Genres und zeigt, was Fantasy überhaupt ausmacht, bevor er nach und nach alle wichtigen Fragen des Schreibens im Allgemeinen genauso wie speziell auf die Fantasy zugeschnitten, ausführlich bespricht.
Wie gehe ich vor und taugt meine Idee überhaupt etwas? Was ist in einer solch fiktiven Welt alles zu beachten? Welche Charaktertypen gibt es und wie hauche ich meinem Helden Leben ein? Wo droht mir die eigene Kreativität ein Bein zu stellen und was mache ich, wenn der Schreibfluss nicht in Gang kommen will? Und was, wenn ich meinen Roman beendet habe, wie stelle ich es an, einen Lektor dafür zu interessieren?
Das sind nur einige Aspekte aus dem umfangreichen Themenpool, die hier abgehandelt werden.

Die Thematik erscheint an keiner Stelle zu trocken, was auch an den unzähligen Beispielen liegt, mit denen der Erklärtext aufgelockert wird. In flottem Stil verwendet Peinkofer dazu gerne Textstellen aus seinem eigenen Werk, mit denen er belegt, wie man eine gut gelungene Passage aufbaut – und umgekehrt, was man besser vermeidet. Es finden sich auch viele Verweise auf weitere Szenen aus Literatur und Film, anhand derer sehr anschaulich erklärt wird, warum ein Autor oder Regisseur gerade zu diesem Stilmittel oder Effekt gegriffen hat, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Auf diese Weise bekommt der Stoff eine unterhaltsame Komponente in genau dem richtigen Maß und lässt sich für den Leser leicht und problemlos verinnerlichen.
Angesprochen wird auch das Leseverhalten der heutigen Zeit, also wie ‚der moderne Mensch’ unterhalten werden möchte, ein nicht unwesentlicher Punkt für das Verfassen eigener Geschichten.

All das hier vermittelte Wissen ist weder neu, noch werden revolutionäre Methoden oder Techniken vorgestellt. Was dieses Buch zu etwas Besonderem macht, ist die sehr persönliche Note, mit der Peinkofer seine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse schildert. Er erzählt von seinem Werdegang, von seinen Inspirationen, Handhabungen und Vorgehensmethoden und versäumt auch nicht, darauf hinzuweisen, dass es für erfolgreiche Schreiberei kein wirkliches Patentrezept gibt und jeder angehende Schriftsteller seinen eigenen Weg finden muß. Genauso räumt er gründlich mit dem Mythos auf, einen Roman zu verfassen wäre leicht und schnell verdientes Geld. Immer wieder wird betont, dass es bei der Schriftstellerei mit Talent alleine bei weitem nicht getan ist und für einen Anfänger die Hürden gewaltig hoch liegen. Ein angehender, talentierter Autor muß sein Handwerkszeug, also die Sprache, perfekt beherrschen, er benötigt Disziplin, Durchhaltevermögen und Kritikfähigkeit, er muß auch nach der zigsten Absage an sich selbst glauben – und braucht nicht zuletzt auch noch eine Portion Glück, um seinen Roman an den Verlag zu bringen. Das ist alles andere als einfach, aber auch nicht unmöglich, und Peinkofer hat hier sichtlich Herzblut investiert, um einen Hobbyisten trotz alledem zu ermutigen.


Fazit

Ein Bestseller-Autor wird man mit dem Zauberer Handbuch von Michael Peinkofer keiner, diesen Anspruch erhebt es aber auch gar nicht. Es bietet vielmehr jedem interessierten Hobbyschreiber sehr interessante Einblicke in die Materie und hinter die Kulissen und gibt hilfreiche und nützliche Tipps. Das seltene Kunststück, einen Ratgeber zu einem trockenen Thema spannend und unterhaltsam zu präsentieren, ist hier ausgezeichnet gelungen.


Pro & Contra

+ flott und unterhaltsam geschrieben
+ viele anschauliche Beispiele
+ hilfreiche Tipps
+ sehr persönlich
+ realistische Einblicke in die Fantasy-Szene

Wertung:

Inhalt: 4/5
Aktualität:5/5
Verständlichkeit: 5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5


Interview mit Michael Peinkofer (April 2012)

Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Michael Peinkofer:

Rezension zu Ork Saga Bd.1
Rezension zu Splitterwelten
Rezension zu Orks – Die komplette Saga
Rezension zu Die Könige - Orknacht

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 15. Mai 2016
 

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