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Nightfall - Zeiten der Finsternis (Adrian Phoenix)
Geschrieben von Eva
Donnerstag, der 29. November 2012

Heyne (August 2011)
Klappenbroschur
Seiten: 464,14,00 EUR [D]
ISBN: 978-3-453-52792-8

Genre: Dark Fantasy


Klappentext

Dante, seines Zeichens Vampir und gefallener Engel, schwebt in höchster Gefahr: Er muss nicht nur vor der Regierung der Vereinigten Staaten fliehen, sondern auch vor den Gefallenen. Sollten sie seine wahre Identität entdecken, gibt es für ihn keine Hoffnung mehr. Doch während seine Zukunft im Chaos zu versinken droht, setzt eine Frau alles daran, ihn zu retten …


Rezension

Nightfall – Zeiten der Finsternis schließt direkt an seinen Vorgängerband an, indem Dante am Ende ganze Scharen von gefallenen Engel versteinert und seine Entführer in ein abnormales, verschmolzenes Wesen verwandelt hat. Dieser Kraftakt kombiniert mit der Auslösung seiner Programmierung befördert ihn geradewegs in eine tiefe Bewusstlosigkeit. Heather und Von flüchten mit ihm, da ihnen das FBI, die Schattenabteilung und die gefallenen Engel nach wie vor dicht auf den Fersen sind. Als Dante wieder erwacht, wird das ganze Ausmaß seiner seelischen und körperlichen Verletzungen klar. Er schwebt in einem Zustand zeitlicher Verwirrung und wechselt permanent zwischen Gegenwart und Geschehnissen aus der Vergangenheit und kann nur schwer trennen, was Erinnerung ist und was tatsächlich gerade um ihn herum passiert. Einzig in Heathers Gegenwart kann er Ruhe finden. Diese Ruhe wird ihm aber nicht gewährt, da die Jagd auf ihn eröffnet wurde und nicht nur das FBI, sondern nun auch die Vampire ihn tot sehen wollen.

In den bisherigen Nightfall-Bänden ging alles Schlag auf Schlag, ständig kamen neue Personen hinzu und die Handlung hetzte nur so dahin. Dieser Teil ist ein bisschen anders. Zwar tauchen weiterhin neue Personen auf, aber Adrian Phoenix konzentriert sich endlich ein bisschen mehr auf ihre Protagonisten. Das tut der Spannung keinen Abbruch, aber der Leser kommt mehr zur Ruhe, versteht Hintergründe besser und die Charaktere erhalten dadurch den lange erwarteten Tiefgang. So kommen beispielsweise die Machenschaften rund um Bad Seed besser ans Licht und durch Dantes Erinnerungssprünge erhält man mehr Einblick in die Geschehnisse, die zu seiner Programmierung führten. Der Blutgeborene wächst einem dadurch immer mehr ans Herz und wieder einmal muss man sich fragen, wie ein fühlendes Wesen derartige Qualen aushalten konnte. Viel mehr noch wie es möglich ist, dass Dante trotz allem, was ihm angetan wurde, soviel Liebe weitergeben kann an die Menschen, die ihm nahe stehen.

Diese Empathie mit den Protagonisten ist auf den guten Schreibstil der Autorin zurückzuführen, dem sie auch im dritten Band treu geblieben ist. Adrian Phoenix schreibt fesselnd, tiefgreifend und streckenweise auch brutal. Eben so wie ein Fantasy-Thriller sein soll. Und natürlich kommt auch die Liebesgeschichte nicht zu knapp. Die Beziehung zwischen Dante und Heather festigt sich endlich auf erwachsene Art und Weise ohne übertriebenen Kitsch. Generell überzeugt der Schreibstil durch Authentizismus und Ehrlichkeit ohne viel unnötigen Schnick-Schnack. Auffallend ist allerdings, dass sich immer mehr Gruppen hervortun, die den Tod Dantes wollen. Das hat sich von Band zu Band gesteigert und es fehlt hier an Innovation. Statt neuen Ideen bringt Adrian Phoenix einfach wieder einen neuen Charakter in die Story, der dem Vampir an den Kragen will.

Entschädigt wird der Leser für diesen Mangel aber zu Genüge mit einem absolut spannenden und fulminanten Finale, das zwar einige wenige Fragen offen lässt, in sich die Geschichte aber gut abschließt. Ein Ende der Reihe wäre bei diesem Stand durchaus möglich, aber es sind bereits 2 weitere Bände in Englisch erschienen, auf die man sich jetzt schon freuen darf.


Fazit

Nightfall – Zeiten der Finsternis von Adrian Phoenix ist wieder einmal eine gelungene Mischung aus Spannung, Dramatik und ehrlicher Liebesgeschichte, die zwar nicht mit neuen Ideen aufwarten kann, dafür aber den Charakteren endlich mehr Platz einräumt, um sich weiterzuentwickeln und wieder durch den authentischen Schreibstil überzeugt. Die Kombination aus Thriller und Fantasy ist vor allem für Leser geeignet, die dem Kitsch der Romantasy entfliehen wollen und auch nicht vor brutalen Szenen zurückschrecken.


Pro und Kontra

+ super Schreibstil
+ guter Thriller mit allem Drum und Dran
+ tiefere Einblicke in Charaktere
+ mitreißendes Finale
+ Liebesgeschichte authentisch

- keine neuen Ideen

Beurteilung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5


Rezension zu Nightfall - Schwingen der Nacht

Rezension zu Nightfall - Die Rückkehr des Engels

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 29. November 2012
 

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