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Eine Hexe zum Verlieben 3 – Jaguare küsst man nicht (Kristina Günak)
Geschrieben von Patricia
Montag, der 25. März 2013

jaguare-kuesst-man-nicht

U-line Eternal Love, März 2013
Taschenbuch, 330 Seiten, € 12,95
ISBN: 978-3939239376

Genre: Dark Fantasy


Klappentext

Eigentlich wünscht sich Eli, die liebenswerte Hexe mit Hang zu Kaffee und Chaos, nichts sehnlicher, als endlich mal ausschlafen zu können und vielleicht davor noch ein wenig zu kuscheln. Oder auch etwas mehr. Doch das scheint ihr nicht vergönnt.

Die hinterhältigen Vampire träumen von der Weltherrschaft und wieder einmal ist es an Eli, die Welt vor dem Zugriff des Bösen zu bewahren. Und zu allem Überfluss mischen auch die Elfen wieder mit, was auch den mysteriösen Pax wieder auf die Bildfläche bringt. Und da ja nichts ohne die manchmal etwas planlose Hexe mit viel Herz funktioniert, dreht sich mal wieder alles um sie und ihren Kaffeevollautomaten. Wie Eli es schafft, die Welt vor dem sicheren Untergang zu bewahren, was es mit Pax wirklich auf sich hat und ob sie endlich mal dazu kommt auszuschlafen, dass erfahren Sie, werter Leser, in diesem Buch.


Die Autorin

Kristina Günak lebt und arbeitet im Norden von Deutschland. Nachdem sie als Maklerin lange Zeit Häuser verkauft hat, verdient sie ihre Brötchen jetzt als Mediatorin und systemischer Coach
"Sie werden es nicht glauben, aber ich bin eine Hexe", schwuppte ihr eines Morgens, nach einer viel zu kurzen Nacht, einfach so durchs Hirn.
"Woher bist Du gekommen?", nuschelte sie undeutlich und erstaunt zwischen den Kelloggs hervor und der erste Satz von Eine Hexe zum Verlieben antwortete düster: "Scheißegal, setzt Dich hin und schreib!"
Erschüttert von so viel Autorität folgte sie diesem Befehl umgehend und fing an zu schreiben. Bis heute.


Rezension

Jaguare küsst man nicht - doch, tut man, mit viel Gefühl und aller Macht, wenn sie Vincent heißen. Denn dieser Jaguar verdient so viel Liebe und Zärtlichkeit, wie man ihm nur geben kann. Eli Brevent ist auch dieser Meinung. Die liebenswürdige Erdhexe mit dem ausgesprochenen Hang zum Chaos lebt nun schon seit einem Jahr mit ihrem wortkargen Gestaltwandler zusammen. Die Erlebnisse vom letzten Mal sind verdaut, an seinem Mitteilungsbedürfnis hat das aber nichts geändert. Noch immer weiß Eli nichts über seine Vergangenheit in Brasilien, ob es dort noch Freunde oder Feinde gibt oder ob er überhaupt noch einmal zu seinem Rudel zurück möchte. Bis auf einmal ein schwarzer Panther auf ihrer Küchenzeile hockt, der eindeutig nicht Vincent ist.

Es ist verdammt früh und ich bin verdammt müde. Also alles ist wie immer. Nur, dass ich heute noch früher als sonst aufstehen muss, weil ich um halb acht einen Notartermin habe. Halb acht ist keine Uhrzeit, das ist ein menschenverachtender Zustand. (Seite 6)

Der Panther entpuppt sich als Maria, Vincents Schwester, die ihm von beunruhigenden Zuständen in Brasilien berichtet. Vincent soll dringend zurückkommen und seinen Platz als Alphamännchen einnehmen, um das Rudel vor der Bedrohung zu schützen. Zusätzlich erscheint auch noch der Elf Holledooondeywooodandy mit einer kryptischen Botschaft an Eli. Anscheinend ist sie ausersehen, den Störfall in Brasilien zu beseitigen, mit Hilfe von Vincent und Pax, dem mächtigen gefallenen Engel. Unter Anleitung der Oberhexen Hannelore Buttmann und Henriette Meyer finden sie einen Weg, auf ungewöhnlichen Pfaden nach Brasilien zu kommen, um dort ihre Magie zu vereinigen. Denn die Vampire sind wieder mal unterwegs, die können ja bekanntlich nicht denken, die töten nur.

Ich stolpere aus dem Schlafzimmer und finde Henriette in der Küche über Plänen brütend, die sie auf meinem Tisch ausgebreitet hat. Sie trägt einen hellblauen Schlafanzug, ihre grauen Haare hat sie unter einem pinkfarbenen Tuch versteckt und ihre Füße sind nackt, wenn man von dem knallroten Lack auf ihren Nägeln mal absieht. Ich schiele auf meinen Hof, kann aber kein weiteres Auto entdecken. "Bist du mit dem Besen da?", frage ich und setze mich müde auf einen der Stühle an den Tisch.
"Was? Ja", nickt sie geistesabwesend, und ich muss einmal kurz husten.
Es ist nämlich nicht so, dass wir tatsächlich über Hexenbesen verfügen. Porsche, Alfa und Golf gehören zu unseren bevorzugten Fortbewegungsmitteln. Aber wenn ich jemandem die Haltung eines Hexenbesens zutrauen würde, wäre das sicherlich Henriette, und von irgendwoher müssen diese Mythen ja kommen. (Seite 128)


Man kann dieses Buch nur mit einem Dauergrinsen im Gesicht lesen. Der Humor tanzt auf jeder Seite und springt einen förmlich an, die Charaktere sind so herrlich knochentrocken und nehmen jede Situation mit einer solchen Nonchalance, dass man vor ihnen nur den Hut ziehen kann. Spätestens dann bei Vincents Erlebnissen in der Vergangenheit gesellen sich Tränen dazu, aber Eli wäre nicht Eli, wenn sie diese Hürden nicht mit ihrem ganz eigenen Humor nehmen würde. Kristina Günak schafft ein unnachahmliches Feuer auf jeder Seite, gebannt sitzt man da mit dem Buch in der Hand und Bauchschmerzen vor Lachen, um nägelkauend vor Spannung Eli und ihr Gefolge in den brasilianischen Dschungel zu begleiten und ihr bei ihrer Mission zur Seite zu stehen. Der Stil ist einfach mitreißend, Humor und Sarkasmus entspringen jeder Seite, Elis Gedankengänge sind herzerfrischend. Allerdings muss man sich anfangs erst einmal an den Stil im Präsens gewöhnen, aber schon bald ist man derart gefangen, dass der eigentlich holprige Stil gar nicht mehr auffällt. Lediglich an der ordinären Sprache sollte noch gearbeitet werden, nicht schöne Kraftausdrücke fallen noch zu häufig. Sobald aber dann Vincent seine Gefühle ins Spiel bringt, bei denen er mühselig um Worte ringt und häppchenweise seine Angst um Eli und ihrer Liebe zum Ausdruck bringt, wärmt es einem das Herz und man will ihn nur endlos küssen - den Jaguar.


Fazit

Kristina Günak läuft in dem dritten Teil von Eine Hexe zum Verlieben zu literarischer Höchstform auf. Mit Jaguare küsst man nicht legt sie ein literarisches Feuerwerk hin, welches nur so von Humor, Sarkasmus und Emotionen sprüht. Die Charaktere sind einzigartig, witzig, spritzig bis hin zu den kleinsten Nebendarstellern.


Pro und Contra

+ interessante, liebenswerte Charaktere
+ interessantes Setting
+ ungewöhnlicher Plot
+ bereits bekannte Charaktere
+ witzig, spritzig und äußerst humorvoll
+ gelungene Nebencharaktere
+ Spaß auf jeder Seite

- Schreibstil im Präsens
- häufige ordinäre Kraftausdrücke

Wertung sterne4.5

Charaktere 4,5/5
Handlung 4,5/5
Lesespaß 5/5
Preis/Leistung 4/5


Interview mit Kristina Günak (September 2012)

Rezension zu "Eine Hexe zum Verlieben"

Rezension zu "Engel lieben gefährlich" 

Zuletzt aktualisiert: Montag, der 25. März 2013
 

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