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In der Zwischenzeit ist der 3te Band "Hammerhead" rausgekommen und siehe da, bessere Zeichnungen ...

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Ich würde die Antwort hier nicht posten! Nur, wie sehr ich mich freuen würde, falls Eure Glücksfee ...

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Das Buch ist halt im typischen John Ringo Stil geschrieben. Entweder man mag seinen Stil oder eben ...

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Hi Q, dass die Soundwords fehlen, ist aus meiner Sicht in diesem Fall ein großer Vorteil, denn sie ...

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Elantris (Brandon Sanderson)
Geschrieben von Angelika
Samstag, der 01. August 2009

Henye (1. Auflage, August 2007)
Originaltitel: Elantris
Übersetzt von Ute Bammertz
Paperback, Broschur, 896 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
€ 14,00 [D] | € 14,40 [A] | CHF 25,90
ISBN: 978-3-453-52167-4

Genre: Fantasy


Klappentext

Betreten Sie Elantris, eine Stadt voll alter Magie, ein Reich zwischen Leben und Tod. Beherrscht von einem geheimnisvollen Gott, bewohnt von Menschen, die dazu verdammt sind, in den Ruinen dieser Stadt ewig zu leben. Niemand weiß, wozu Elantris erschaffen wurde. Bis eines Tages eine Gruppe von Gefährten versucht, das Geheimnis zu lüften …


Rezension

In den Reihen der beachtenswertesten Fantasy-Debüt-Romane will – neben Joe Abercrombies „Kriegsklingen“ und Peter V. Bretts „Das Lied der Dunkelheit“ – auch "Elantris", bestärkt von Orson Scott Cards Lobhuldigung: "Der beste Fantasy-Roman seit vielen Jahren", einen anerkannten Platz finden. Ob dieses Buch dessen würdig ist, scheint zumindest auch für den größten US-amerikanischen Buchhändler Barnes & Nobel geklärt.

>> Eine erzählerische Meisterleistung, für die es schlichtweg keinen Vergleich gibt. <<
Barnes & Noble

Elantris – einst die Stadt der Hoffnung, Güte und Nächstenliebe – siecht nach vielen Jahren ihrer verlorenen Pracht im Schmutz dahin. Ihre Bewohner sind Aussätzige, verbannt von den Bewohnern Arelons und verflucht, untot durch ihre Straßen zu ziehen. Prinz Raoden ist, nachdem ihn die Shaod ereilt hatte, einer von ihnen. Früher geachtet und verehrt, verfällt sein Körper und sein Geist in der von Gewalt beherrschten Stadt. Einzig und allein Sarene, seine Verlobte, scheint das Blatt wenden zu können.

Doch neben politischen Umwälzungen, erschüttert eine neue Bedrohung das Land: Hrathen, ein hochangesehener Gyorn, wurde geschickt um das Land zum Shu-Dereth zu bekehren. Etwas, dass weder Sarene, Raoden oder der König zulassen kann.

Eine völlig neue Welt hat Brandon Sanderson erschaffen. - Zumindest sagt man so. Die Wahrheit liest sich leider nur halb so spektakulär, denn Arelon ist nicht „neuer“ als eine der bereits vielfach gelesenen Variationen. Es ist ein mittelalterliches Land, mit mittelalterlichen Problemen, einer wankenden Politik und obendrein geschmückt von – zugegeben speziellen – Fantasy-Details. Das wohl bemerkenswerteste ist die Stadt Elantris selbst. Voller Eindrücklichkeit schafft es der Autor ihre glänzende Vergangenheit in den Vordergrund zu stellen, sie auszumalen und den Leser in ihren Bann zu ziehen. Hat man die alten, strahlenden Gemäuer erst einmal bildlich vor Augen, so quält man sich ebenso wie Raoden durch ihre Straßen. Immer fiebernd auf der Suche nach Hoffnung und einem Wunder, das vielleicht alles verändern kann.

Und Wunder findet man in der Tat. Ähnlich wie die Runen in „Das Lied der Dunkelheit“ sind auch in Elantris Fingerzeichnungen der Schlüssel zum Heil. Die Aonen, dessen Energien vor vielen Jahren Wasserleitungen ersetzen, Licht erzeugten und die wirtschaftliche Führung der Stadt positiv beeinflussten, sind zwar vorerst kraftlos, bieten jedoch einen hervorragenden Gegenstand unterschiedlichster Forschungen, die man gemeinsam mit Raoden betreiben kann. Die Spannung die dabei aufkommt, lässt wie im Rausch von Seite zu Seite blättern und bietet einen guten Kontrast zu den bemerkenswert ausführlichen, politischen und religiösen Machtkämpfen außerhalb der Stadt.

Hingegen weniger herausragend ist die zu schlichte, sprachliche Gestaltung. Nach besonderen Leckerbissen sucht man hier vergebens, denn alles ist einfach, klar und verständlich aufgebaut, ebenso wie die Charaktere, deren sich Bradon Sanderson bedient. Sarene und Raoden sind unheilbare Gutmenschen, deren Charaktereigenschaften den Roman stets positiv und keusch wirken lassen. – Vielleicht zu sehr.

Den rettenden Ausgleich bringt allerdings der Gyorn Hrathen, der dafür zum heimlichen Helden des Lesers wird. Seine Kompromisslosigkeit wirkt ungemein anziehend und macht den eher dunkel geratenen Charakter auf eine ironische Art liebenswert.


Fazit

Brandon Sanderson ist ein interessantes Debüt geglückt. Politik, Religion und Abenteuer ergeben eine Mischung, die wahrlich unterhaltsam ist. Wer über kleine, inhaltliche Schwäche hinwegsehen kann, findet in diesem Buch zwar nicht das angekündigte Meisterwerk, jedoch absolut wohl gestaltete Unterhaltungsliteratur.


Pro und Kontra

+ spannend
+ ausgezeichnete Ideen
+ tiefgründig

o sprachlich sehr schlicht
o (vielleicht zu) liebenswerte Charaktere

- Logik-Schwächen
- zu viele Zufälle

Bewertung:

Handlung 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5


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Zuletzt aktualisiert: Dienstag, der 07. Dezember 2010
 

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