Dienstag, 21. November 2017

Weihnachtsgewinnspiel

Phantast (Download)

Phantast 18

Neueste Kommentare

Ich hab dieses Buch das erste mal mit ca. 14Jahren gelesen,als ich noch Depressionen hatte. Dieses ...

Weiterlesen...

Hallo Judith, ich habe Deine Rezension zu "Herbstlande" vorab extra nicht gelesen, stelle aber jetzt ...

Weiterlesen...

Ich halte es für problematisch ein Werk, das im Jahr 1951 erschienen ist, nach den Maßstäben des 21.
In der Zwischenzeit ist der 3te Band "Hammerhead" rausgekommen und siehe da, bessere Zeichnungen ...

Weiterlesen...

Ich würde die Antwort hier nicht posten! Nur, wie sehr ich mich freuen würde, falls Eure Glücksfee ...

Weiterlesen...

Nijura - Das Erbe der Elfenkrone (Jenny-Mai Nuyen)
Geschrieben von Anna
Donnerstag, der 06. August 2009




cbj Verlag, München 2006
511 Seiten, gebunden
ISBN 10: 3-570-13058-4
ISBN 13: 978-3-570-13058-2
Preis: 16,95 € (D)
(High Fantasy)



Steinernes Zeichen der Macht

Seit Stunden hing das Dämmerlicht über den Marschen von Korr. Nebel zogen durch die Sümpfe und Moore und hüllten das Land in düstere Farblosigkeit. Hinter den Dunstschleiern schwamm bereits der Vollmond am Himmel, bleich und wässrig im nieselnden Regen.
Wegen der dichten Nebelschwaden entdeckten ihn die Späher der Moorelfen nicht, bis er unmittelbar an den Grenzen ihres Dorfes angekommen war. Die dumpfen Rufe ihrer Hörner hallten über die Dächer der Hütten hinweg, die geduckt und zusammengedrängt wie ängstliche Kinder im grauen Land hockten. Doch es gab keinen Grund zur Beunruhigung, denn der Fremde, der aus dem Moor geschritten kam, hob die Hände zum Zeichen des Friedens.

- aus dem Prolog



Der Anschein trügt, denn diese Hände werden bald darauf die Steinkrone der Moorelfen an sich reißen und damit die Macht über dieses Volk erlangen – mehr als nur das. Die Ereignisse, die er lostritt, werden die Leben vieler prägen, miteinander verknüpfen, ob wissentlich oder unwissentlich. Das junge Diebespärchen Scapa und Arane in Kesselstadt, die Halbelfe Nill aus den Dörfern der Hykaden, die Freien Elfen Kaveh, Erijel, Arjas und Mareju, die aus den Dunklen Wäldern stammen – für sie alle bedeutet das Schicksal der Krone auch ihr eigenes. Und niemand ahnt etwas von dem Ausgang der Ereignisse ...

Leuchtende Farben, Gerüche, Details

So blass und trübe der Prolog in den Marschen von Korr beginnt, so schnell führt schon das erste Kapitel die Leser tief in die engen Gassen von Kesselstadt, in ein Gewirr aus Buntheit und Leben – derart schillernd geschildert, dass man vermeint, selbst die staubige Luft zu atmen. Und dieses vielversprechende Atmosphäregewebe bleibt erhalten: Nahezu durchgehend gelingt es der Autorin, das Geschehen so zu beschreiben, dass man sich inmitten einer Bilderflut wiederfindet, die voller liebevoll gestalteter Details steckt. Davon profitiert nicht nur die geschaffene Welt mit ihren Schauplätzen und Kulturen, sondern auch die Protagonisten: „Arane lächelte. Es war ein zufriedenes Lächeln, das sich immer nur dann zeigte, wenn sie ihren Kopf leicht nach unten neigte. Beinahe schien es, als berge dieses Lächeln ein Geheimnis, das ganz zu zeigen sie nicht wagte.“ Solche kleinen Eigenheiten in Aussehen und Verhalten lassen sie zum Leben erwachen und den Leser mit ihnen allen mitfiebern, ganz gleich, auf welcher Seite sie zu stehen scheinen.
Vereinzelte kurze Passagen, die diese visuelle Kraft nicht aufrechterhalten, sind da schnell vergeben und vergessen.

Klassische Muster mit Leben gefüllt

Jugendlich sind die Protagonisten, jugendlich war die Autorin selbst, jugendlich ist wohl auch die Zielgruppe dieses Romans – so verwundert der jugendliche Heroismus nicht, der den Kerncharakteren eigen ist und mit dem sie oft bedenkenlos ihr Leben riskieren, an Idealen festhalten, den Geschehnissen eine gute Wendung abzutrotzen versuchen, eine Haltung, die hin und wieder mit der Vorgehensweise der älteren Figuren kollidiert. Das ist nicht unbedingt ungewöhnlich für die High Fantasy unserer Tage, die sich vorwiegend an der entsprechenden Altersgruppe orientiert, und vermag auch zu überzeugen, sind sie doch nicht unverwundbar. Ohne Verluste gelingt es auch der zusammengewürfelten Gruppe nicht, ihr Abenteuer zu überstehen.
Ebenso entspricht die Queste im Grunde herkömmlichen Strukturen, wird jedoch schön variiert und wartet nicht nur mit einer gelungenen Wendung auf. Jenny-Mai Nuyen gelingt es, konventionelle Modelle mit ihren Eigenheiten und mit Leben zu füllen und damit für Lesespaß zu sorgen – angenehm ist auch, dass trotz relativ klarer Rollenverteilung keine eindeutige Schwarz-Weiß-Malerei vorherrscht, die Ziele und Beweggründe aller Figuren sind nachvollziehbar, sodass klassische Muster verwischt und bedeutungslos werden. Schlussendlich möchte man sich einfach weigern, den Träger der Elfenkrone als „böse“ zu bezeichnen, selbst in Anbetracht seiner Taten, die sehr wohl denen altbekannter Fantasy-Bösewichte entsprechen.

Fazit

Bei diesem Buch werden sowohl Anhänger des Genres als auch nur gelegentliche Fantasy-Leser auf ihre Kosten kommen. Geläufige Strukturen sind mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet, variiert und zu einem überzeugenden Geschichtengeflecht gesponnen, das vor allem durch Atmosphäre und Lebendigkeit besticht. Das Ende rundet die Geschehnisse konsequent und gelungen ab, wodurch das Ganze den leichten Anklang eines Märchens bekommt – überaus passend, wie der Leser feststellen wird. Diese Autorin lohnt es sich wohl, im Auge zu behalten.


Pro und Contra:

+ Atmosphärisch von hoher Dichte und Farbigkeit
+ Voll sorgfältiger Details in Handlung, Kulturen, Orts- und Charaktergestaltung
+ Nicht sonderlich ungewöhnlicher Handlungskern wunderbar verpackt und variiert
+ Sehr gelungenes, rundes Ende

o Jugendlicher Heroismus der Protagonisten

- Vereinzelt Schwankungen im Stil

Extras:

~ Karte

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 4,5/5


Rezension zu Rabenmond

Rezension zu Feenlicht – Die Sturmjäger von Aradon

Rezension zu Magierlicht - Die Sturmjäger von Aradon

Zuletzt aktualisiert: Montag, der 13. Dezember 2010
 

Kommentare  

#6 NijuraLucy 2011-05-12 13:05
Das Buch ist super duppa schön
Am Schluss habe ich sogar geweint...
#5 Elfenprinzessinblackcat 2010-11-16 19:56
als ich das Buch vor einigen Jahren zuende gelesen hatte, habe ich auch bei Jenny-Mai Nuyen angefragt, ob es nicht vielleicht noch einen zweiten Band gibt, oder mir zumindest verrät, wie es ihrer Meinung nach weiter geht.

Jetzt im Nachhinein finde ich die Antwort, die sie mir gegeben hat, ziemlich gut und auch richtig: das schöne ist doch, sich genau das vorzu stellen, was man eben nicht weiß, sondern nur erahnt!

Und ich liebe dieses Buch so wie es ist!!! Es ist eines der schönsten Bücher, die ich je gelesen habe (so ca. 300 mal) eben echte Elite-Klasse (oder ein "oberstes-Regal -Brett"- Buch)
Wobei ich zugeben muss, dass ihm Rabenmond und vor allem Nocturna dicht auf den Fersen sind!
#4 NijuraKatja 2010-11-14 10:10
das buch ist der HAMMER
es ist spitze, nur schade das man nicht weiß wie das mit Kaveh und Nill (Nijura) weiter geht.
#3 Ihr Bestes!smilelikex 2010-10-20 16:58
Ich habe bis jetzt alle Bücher von Jenny-Mai Nuyen gelesen und muss sagen das Nijura, ihr erstes veröffentlichte s Buch beinah noch besser, als Nocturna ist. Das Buch hatte etwas fesseldes an sich, vielleicht weil man nie weiß wer überlebt, was als nächstes passiert. Die unglückliche Liebesgeschicht en, die es auch noch bei Nocturna gibt, rührt einen zu Tränen und lässt die Seiten wie Butter unter den Händen zergehen. Am Ende wünschte ich mir wie so oft das es weitergehen würde, doch noch etwas besonderes an Jenny-MAi Nuyen sie schreibt fast nur Einzelbänder und macht ihre wahnsinns Geschichten nicht durch eine versaute Fortsetzung kaputt. Sie versucht immer neue Ideen einzubauen, was ihr auch meiner Meinung nach gut klappt.

Zum Schluss kann ich nur nich sagen: Hammer Buch. Dieses Buch ist nur zu entfehlen!
#2 Ni-ju-raTobsga 2010-08-28 11:49
Finde ich auch bin zufälig darauf gestosen habe es für 5€ gegrigt
#1 Ni-ju-ra!Jelan 2010-08-15 16:54
Das Buch ist soooo toll, muss man einfach als Fantasyfan und Elfenfan gelesen haben! Kaveh forever! Jenny-Mai Nuyen ist die Beste!

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren