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James Bond - Goldfinger (Ian Fleming)
Geschrieben von Markus
Montag, der 23. September 2013

Verlag: Cross Cult; (Juni 2013)
Taschenbuch: 393 Seiten; 12,80 €
ISBN-13: 978-3864250828

Genre: Thriller


Klappentext

Die klassischen JAMES BOND 007-Romane von Ian Fleming – erstmals in ungekürzter und originalgetreuer Übersetzung.

James Bond 007

Auric Goldfinger: grausam, schlau, frustierend vorsichtig. Er betrügt beim Canasta und ist ein Gauner im großen Stil, der auch im alltäglichen Leben ständig krumme Dinger dreht. Er ist die Art Mann, die James Bond hasst. Daher ist es ein Glück für Bond, dass er im Auftrag der Bank of England und des MI5 herausfinden soll, was der reichste Mann des Landes mit seinem unrechtmäßige erworbenen Vermögen vorhat – und in welcher Verbindung er zu SMERSCH steht, dem gefürchteten sowjetischen Korps, das Jagd auf Spione macht. Doch sobald er sich erst einmal in der Organisation befindet, wird 007 klar, dass Goldfingers Pläne grandioser -  und tödlicher – sind, als man sich je hätte vorstellen können. Er plant nicht nur den größten Goldraub in der Geschichte, sondern auch Massenmord …

„Die exzellenten Übersetzungen erfreuen den Geist ebenso wie die schöne Aufmachung der Bücher.“
David Leuenberger, Multimania


Rezension

James Bond gerät durch Zufall mitten in seinen neuesten Fall. Auf der Rückreise nach England wird er von einem Mann gebeten, zu beobachten, wie ihn ein gewisser Auric Goldfinger beim Canasta betrügt. Da Bond etwas Zeitvertreib benötigt und dazu ihm auch ein gutes Angebot gemacht wird, willigt er ein und überführt Goldfinger, nicht ohne ihn dabei zu demütigen. Es ist das erste Aufeinandertreffen der Beiden, aber schon ist klar, dass sie wie Feuer und Wasser sind. Ein späterer Konflikt zeichnet sich schon früh ab. In England wird dann Bond von M beauftragt, eben jenen Mr. Goldfinger des Goldschmuggels und damit Schwächung der Währung zu überführen. Ein scheinbar unkomplizierter und nahezu gefahrloser Auftrag, aber da hat Bond auch noch nicht mit Oddjob Bekanntschaft geschlossen, Goldfingers Leibwächter und rechte Hand. Was zunächst nach Routine aussieht, nimmt geradezu monströse Ausmaße an, als SMERSCH ins Spiel kommt und damit ein ungeheuerlicher Plan, den auszuführen Goldfinger tatsächlich fähig zu sein scheint.

1964 kam der dritte Bond-Film in die Kinos der auf dem vorliegenden Roman basierte und der Bond endgültig als feste Größe der Filmlandschaft etablierte. Vielen gilt er als bester Bond-Film, da hier die einzelnen Mosaiksteinchen, die später die Filme über den Geheimagenten ausmachen sollten, zum ersten Mal zusammengefügt wurden. Die Gadgets, die verschiedenen Bond-Girls und ein monströser Plan des Bösewichts, sind hier zum ersten Mal zu bestaunen. Dazu kam ein Gert Fröbe in Hochform, der als erster Deutscher den Hauptgegner Bonds verkörperte und dies auf solch eine gelungene und ausgezeichnete Art und Weise, dass er später noch einmal gebeten wurde, seine Rolle als Gegner von Bond zu spielen. Dann allerdings als Zwillingsbruder von Auric Goldfinger. Leider lehnte er ab. Allerdings wurde er durch den ebenfalls brillant spielenden Curd Jürgens ersetzt. In Goldfinger lieferte er aber eine mehr als beeindruckende Leistung ab.

Den Film  zeichnete auch eine extrem große Nähe zum Roman aus. Sicher wurden viele Details geändert, da die Dramaturgie in einem Film eine andere ist, aber der Kern der Erzählung wurde beibehalten.

Trotzdem lohnt sich das Lesen von Flemings Roman auch als Filmkenner, denn eben die geänderten Details sind es, die den Roman lesenswert machen. Manches wurde für den Film vereinfacht und somit bekommt der Leser im Roman einen tieferen Einblick in das Geschehen. Dadurch ist die Handlung relativ komplex und sowohl Bond als auch Goldfinger bekommen mehr charakterliche Tiefe. Es ist dabei kein Nachteil sich beim Lesen Gert Fröbe vorzustellen, denn dieser passte ideal in die Rolle des goldgierigen zu allem bereiten Gauner, der einen wirklich genialen Plan auf die Beine stellt und durchzuführen beabsichtigt. Mit ihm hat Bond zum ersten Mal einen wirklich überlebensgroßen Gegner, der intellektuell mit ihm mithalten kann und ihn übertrifft.
Aber auch die Nebenfiguren haben sehr viel zu bieten. Oddjob, Diener Goldfingers, ist mit Sicherheit die bisher schillerndste Persönlichkeit im Reigen der Handlanger. Seine Statur und seine stoische Gelassenheit allein reichen aus, um James Bond Respekt einzuflößen. Aber damit nicht genug. Seine weiteren Fähigkeiten sind sogar noch beeindruckender. Als Karatemeister ist er im Nahkampf garantiert eine Nummer zu groß für den Geheimagenten ihrer Majestät, weswegen Bond diese Auseinandersetzung auch tatsächlich scheut. Bond agiert in Goldfinger generell überlegter und bewusster. Er ist müde und das macht sich immer wieder bemerkbar. Erst als er bemerkt, welch ungeheuerlichen Plan Goldfinger ausgeheckt hat, kommt wieder Leben in ihn und er beginnt ohne Rücksicht auf Verluste zu kämpfen, allerdings erst zum passenden Zeitpunkt.
Ian Fleming hat hier einen äußerst cleveren Plot spannend umgesetzt und führt ihn hin zu einem ungewöhnlichen aber logischen Ende, womit die Bond-Romane sich weiter steigern können. Interessant ist im Übrigen Flemings Detailwissen über Karate und das fehlen in Bezug auf Radioaktivität. Das eine ist beeindruckend, das andere darauf zurückzuführen, dass in der Entstehungszeit der Romane, noch relativ sorglos mit dem Thema Strahlung umgegangen wurde, was aber, wenn überhaupt ein kleiner Kritikpunkt ist, denn Ian Fleming lässt den Leser durch seinen Schreibstil gegebenenfalls so etwas vergessen.

Optisch gliedert sich Goldfinger perfekt in die James Bond-Bibliothek von Cross Cult ein. Michael Gillete liefert wieder ein passendes und stimmungsvolles Cover ab und so wird auch dieser Roman abgerundet.


Fazit

Goldfinger ist wieder beste Unterhaltung aus dem James Bond-Universum. Auch über 50 Jahre nach seinem erstmaligen Erscheinen hat er nicht an Spannung eingebüßt. Bond wird besser und besser.


Pro & Contra

+ Goldfinger ist der perfekte Gegenspieler
+ Oddjob
+ clever erdachter Plan

0 Naivität im Umgang mit Strahlung
0 nicht immer politisch korrekt, was aber hier nicht stört

Bewertung:


Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4,5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Ian Fleming:

Rezension zu James Bond – Casino Royale
Rezension zu James Bond – Leben und sterben lassen
Rezension zu James Bond – Moonraker
Rezension zu James Bond – Diamantenfieber
Rezension zu James Bond – Liebesgrüße aus Moskau
Rezension zu James Bond – In tödlicher Mission

Literatopia-Links zu weiteren Bond-Romanen:

Rezension zu James Bond – Trigger Mortis
Rezension zu James Bond – Carte Blanche

Literatopia-Links zu weiteren Bond-Comics:

Rezension zu James Bond - Vargr
Rezension zu James Bond – Eidolon
Rezension zu James Bond - Hammerhead

 

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 30. August 2017
 

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