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Geschenktipps 2013 - Teil 3
Geschrieben von Jessica
Samstag, der 14. Dezember 2013

Liebe LeserInnen,

auch am dritten Adventssamstag möchten wir euch mit weiteren Geschenkideen für Literaturbegeisterte inspirieren. So langsam wird die Zeit der Weihnachtseinkäufe ganz schön knapp, und wenn bisher noch nichts für euren Gabentisch dabei war, werdet ihr vielleicht in der heutigen Ausgabe fündig.

Viel Spaß!


Almut

Ein Autor, mit dem man immer eine breite Leserschaft erreicht, ist Stephen King. Er hat mit "Doctor Sleep" nicht nur eine Fortsetzung des Horrorklassikers "Shining" geschrieben, die ein spannendes und lesenswertes Wiedersehen mit Danny Torrance bietet. Das Buch ist auch eine Art Knüpfteppich vieler Motive aus früheren Werken Kings. „Doctor Sleep“ ist schließlich und vor allem ein schonungsloser Roman über Alkoholabhängigkeit und die Dinge, die ein Süchtiger zur Befriedigung seiner Sucht zu tun bereit ist. Das ist bisweilen erniedrigend für die Hauptfigur, bisweilen ekelhaft, auch für die Leser. Und King weiß darüber, wie seinen Fans nicht unbekannt sein dürfte, aus erster Hand zu erzählen. Also ein passendes Gegenstück zur lieblichen Weihnacht.

Auch mit einem Kriminalroman als Gabe unterm Weihnachtsbaum kann man nicht viel falsch machen. Einer meiner persönlichen Favoriten in diesem Jahr ist Massimo Carlottos "Die Marseille-Connection". Ein schnell und lakonisch erzählter Roman über das moderne organisierte Verbrechen, dessen Akteure in Maßanzüge gekleidet sind und ausgestattet mit Studienabschlüssen an renommierten europäischen Universitäten. Sie spielen eine wichtige Rolle in einem ökonomischen Handlungsdreieck, das durch Kriminalität, Wirtschaft und Politik beschrieben ist. Die Trennlinie zwischen legalen und illegalen Aktivitäten von Wirtschaftsunternehmen ist kaum noch nachvollziehbar in dieser Welt, die unangenehm realistisch gezeichnet ist.

Lukas

Welche Zeit könnte sich besser eignen als die Weihnachtszeit, um sich in märchenhaften Geschichten zu verlieren? Eine der zweifellos melancholisch schönsten Geschichten der letzten Jahre und eine garantiert gelungene Geschenkidee ist "Das Schneemädchen" von Eowyn Ivey. In der kargen und erbarmungslosen Natur Alaskas versucht ein älteres Ehepaar zu vergessen, dass ihm keine Kinder vergönnt sind. Als plötzlich ein wildes Mädchen durch den Wald springt, das eben noch aus Schnee gebaut vor der Tür gestanden hatte, verschwimmen bittere Realität und mysteriöses Märchen. Wer diesen wunderschönen Roman nicht beachtet, verpasst zeitlose Literatur in ihrer schönsten Form.

Natürlich bevorzugt nicht jeder Besinnlichkeit in der dunklen Jahreszeit. Für alle jene, die es nach Blut dürstet, sei eine Weihnachtgeschichte der etwas anderen Art empfohlen. In "Krampus" von Brom befreit sich der Herr der Julzeit aus seinem Gefängnis und schwört Rache an seinem Peiniger: dem Weihnachtsmann. Denn dieser ist ein Lügner und Blender und hat dafür gesorgt, dass die Menschen vergessen, was die wahre Bedeutung von Weihnachten ist. Mehr muss man nicht sagen. Die Story ist einzigartig, der Blutgehalt ziemlich hoch und eine sozialkritische Moral gibt es oben drauf. Außerdem ist die Aufmachung des Buches mit all den Illustrationen von Brom selbst einfach nur genial.

Jessica

Eines meiner Überraschungshighlights und damit sehr weit oben auf der Leseempfehlungsliste ist der belletristische Roman "Die drei Leben der Tomomi Ishikawa". Vor allem Sprachliebhaber werden hier genau das finden, was sie suchen und lieben. Benjamin Constable, aus dessen Sicht die Geschichte gleichzeitig erzählt wird, hat eine exzentrische Art zu schreiben, sodass der Roman sehr vielschichtig und vielseitig ist. Anspruchsvolle Sprache, kunstvolle Wortbilder und geschickt gestreute Thriller-Elemente machen diesen Roman zu einem wahren Kunstwerk der Literatur, in welchem selbst die wenigen Längen lesenswert sind. Dass der Klappentext nicht viel über den Inhalt aussagt, kommt der Geschichte nur zu gute, denn hier warten einige Überraschungen auf den Leser. Ein echter Geheimtipp!

Wer lieber pure Spannung mit Tiefgang und ungeschönten Worten verschenken möchte, dürfte mit "Fida" einen Treffer bei den Thriller-Liebhabern landen. Denn Stefanie Mauchers besonderes Erkennungsmerkmal ist die ungeschönte Brutalität, die in ihren Geschichten Raum findet. Für zarte Gemüter ist dieses Buch also eher weniger geeignet, doch hartgesottene Thrillerjunkies werden hier definitiv auf ihre Kosten kommen. Ein erschreckendes Thema in einer schonungslosen Umsetzung, die auch blutige und von Gewalt beherrschte Szenen mit sich bringt – ein sehr spezielles Buch, das wohlüberlegt zu empfehlen und zu verschenken ist.


Auch wenn die Geschenktipps heute ein wenig spannungslastig sind, konnten wir euch hoffentlich trotzdem einigen Input liefern. Auch kommenden Samstag wir des in sprichwörtlich allerletzter Minute unsere "Last Minute"-Auswahl für den Gabentisch geben. Bis dahin dürft ihr natürlich gerne in den "alten" Geschenktipps stöbern.

Wir wünschen euch einen ruhigen dritten Advent,
euer Literatopia-Team


Geschenktipps 2010: ~*~*~ Teil 1 ~*~*~ Teil 2 ~*~*~ Teil 3 ~*~*~
Geschenktipps 2011: ~*~*~ Teil 1 ~*~*~ Teil 2 ~*~*~ Teil 3 ~*~*~ Teil 4 ~*~*~
Geschenktipps 2012: ~*~*~ Teil 1 ~*~*~ Teil 2 ~*~*~ Teil 3 ~*~*~ Teil 4 ~*~*~
Geschenktipps 2013: ~*~*~ Teil 1 ~*~*~ Teil 2 ~*~*~

Zuletzt aktualisiert: Samstag, der 14. Dezember 2013
 

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