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Frozen Heat - Auf dünnem Eis (Richard Castle)
Geschrieben von Markus
Sonntag, der 15. Dezember 2013

Verlag: Cross Cult; (März 2013)
Taschenbuch: 459 Seiten; 12,80 €
ISBN-13: 978-3864250101

Genre: Krimi


Klappentext

Richard Castle ist der Autor diverser Bestseller, darunter die viel gepriesene Derrick-Storm-Serie. Sein erster Roman „Im Kugelhagel“, der bereits veröffentlicht wurde, während Castle noch auf dem College war, wurde mit dem angesehenen Tom-Straw- Preis für Kriminalliteratur der Nom-DePlume-Gesellschaft ausgezeichnet. Castle lebt zurzeit zusammen mit seiner Tochter und seiner Mutter, die ihm ein steter Quell der Freude und Inspiration sind, in Manhattan.

Frozen Heat NYPD-Mordermittlerin Nikki Heat bekommt es an ihrem neuesten Tatort mit einem größeren Geheimnis zu tun, als sie erwartet hatte. Die Leiche einer nicht identifizierten Frau wurde gefunden. Das Opfer wurde erstochen und in einen Koffer gestopft. Dieser Tod ist schon erschreckend genug, doch ein noch viel größerer Schock folgt, als sich herausstellt, dass dieser Fall mit dem ungelösten Mord an Detective Heats Mutter zusammenhängt. Die grausame Ermordung dieser Unbekannten treibt Heat in eine gefährliche und emotionale Ermittlung, bei der sie den alten Fall wieder aufrollt, der sie seit ihrem neunzehnten Lebensjahr verfolgt. Zusammen mit ihrem Partner in romantischen und ermittlerischen Dingen, der Starjournalisten Jameson Rook, aber Heat daran, das Geheimnis um die Leiche im Koffer zu lösen.


Rezension

Nikki Heat ist wieder da. Dieses Mal führen sie ihre Ermittlung wirklich geradezu an den Rand ihrer Belastbarkeit, körperlich und seelisch. Zunächst beginnt es für Nikki persönlich harmlos, wenn ihr neuer Fall an sich, doch ziemlich spektakulär ist. Eine Frauenleiche wird in einem Koffer gefunden, in einem Kühlwagen. Hinweise auf ihre Identität gibt es nicht. Aber dann fällt Nikki etwas auf. Der Koffer, in dem die Leiche verstaut wurde, gehörte einst ihr und ihrer Mutter und der verschwand in der Nacht ihres Todes. Es liegt nahe, dass beide Frauen vom selben Mörder getötet wurden. Und so beginnt für Nikki und dem treu an ihrer Seite stehenden Jameson Rook eine Reise in die Vergangenheit, ihrer eigenen und die ihrer Mutter. Wie sich schnell herausstellt ist nicht alles so, wie Nikki Heat sich erinnert. Sicher, ihre Mutter war genau die liebevolle Person, die sich in Heats Gedächtnis eingeprägt hat, allerdings war das Leben von Cynthia ein vollkommen anderes als bisher gedacht. Und so machen sich das berufliche und private Paar Heat und Rook schließlich auf den Weg nach Paris, um Licht ins Dunkel zu bringen. Mit den dort erhaltenen Informationen wird Nikkis Welt in ihren Grundfesten erschüttert und die Ereignisse werden umso dramatischer.

Richard Castle präsentiert schon auf den ersten Seiten einen mehr als mysteriösen Fall, den er aber nur als Aufhänger nutzt, um zu seinem eigenen Anliegen zu kommen: Der Ermordung von Nikki Heats Mutter, der seit zehn Jahren nicht aufgeklärt werden konnte und Ursache von Nikkis Weg zur Polizei war. Dieser Fall beschäftigt die Ermittlerin seit so langer Zeit, dass sie jedem noch so kleinen Puzzlestück hinterherjagt und dieses Mal scheint sie wirklich herauszubekommen, warum Cynthia Heat sterben musste. Castle zieht bis zur Auflösung des Falles, die wirklich wie ein Schlag ins Gesicht von Heat ist, ein absolut grandioses Verwirrspiel auf. Ständig gibt es ein Hin und Her. Für jeden Schritt nach vorne gibt es häufig genug auch einen zurück und Nikki Heat gerät immer mehr in das Visier, der Männer, die auch schon ihre Mutter töten ließen. Dabei wird sie mehr als einmal getäuscht, genau wie ihre Mutter vor ihr. Dadurch erfährt sie ein emotionales Auf und Ab, welches einen ersten Höhepunkt darin findet, dass eine für sie wichtige Person für ihre Ermittlungen bezahlen muss. Diesen Moment fängt Richard Castle dann auch perfekt in Worten ein. Und hier zeigt sich dann auch wie weit sich die Charaktere und ihre Beziehung entwickelt haben. So wie Castles Beziehung mit Beckett gewachsen ist, ist es auch die von Nikki Heat und Jameson Rook. Früher hätte dieser vermutlich ganz anders reagiert, als es ihm jetzt möglich ist. Er zeigt Verständnis und Besorgnis und Nikki ist bereit dies von ihm anzunehmen. Sie teilt nun stärker ihre Gedanken mit jemand anderem, trotzdem ist sich auch weiterhin bis zu einem gewissen Grad Einzelkämpferin, was ihr mitunter viel abverlangt und ihr das Leben kosten könnte.
Richard Castle zieht beständig die Spannungsschraube an und präsentiert immer neue Bedrohungen und gefährliche Situationen, die sehr kreativ wirken. Geschickt verknüpf er dabei seine eigenen Erfahrungen mit seiner Geschichte und wenn man die Dialoge genau betrachtet, hat der Leser die Gesichter von Beckett und Castle beim Lesen vor Augen.

Aber ihre Dialoge sind nicht die einzige Verbindung zur Castle-Serie. Die Detectives Malcolm und Reynolds sind eine solche, die sogar über die Serie hinausgehen und auf Nathan Fillion selbst anspielen. Ochoa und Raley müssen eigentlich nicht mehr betont werden, stellen sie doch perfekt Ryan und Esposito dar. Nur bei der Darstellung des Captains weicht Castle ab, was für die Geschichte aber auch zwingend nötig ist und sie noch interessanter macht. Allerdings wäre dies nicht nötig gewesen, bietet die Geschichte über Cynthias Vergangenheit auch so genug Sprengkraft, welche für kommende Heat-Romane viel verspricht und mit Sicherheit halten wird. Es ist schwer vorstellbar, dass Castle seine Ermittlerin nicht weiter treibt, um die ganze Wahrheit zu erfahren, zumal sich eine große Bedrohung abzeichnet, womit Castle vermutlich ein altes Spielfeld betreten wird und wer weiß, vielleicht wird zukünftig sogar ein Treffen mit einem anderen von Castles Charakteren anstehen. Anbieten würde es sich bei dieser Ausgangslage.

Frozen Heat ist dennoch ein in sich abgeschlossener Roman, der sich unheimlich gut lesen lässt und mit jeder Zeile unterhält. Castles von Humor geprägter Stil unterhält einfach sehr gut, und vergisst auch nicht sich zurückzunehmen, wenn es eine Szene erfordert. So ragen die tragischen Momente noch etwas weiter hervor und erhalten ihre Bedeutung. Er benötigt keine Effekthascherei oder künstliche Bedrohung für etwas Action, bei ihm sind sie von vorneherein in der Geschichte angelegt und das ist spürbar.

Wunderbar zu lesen ist wiederum auch die Widmung und das Vorwort. Für Fans der Serie Castle einfach witzig.


Fazit

Der vierte Nikki Heat-Roman zieht die Spannungsschraube weiter an und gibt tiefe Einblicke in Heats Seelenleben. Frozen Heat ist beste Krimiunterhaltung und nicht nur für Fans der Serie Castle empfehlenswert, sondern für alle, die eine spannende Geschichte mit vielen Rätseln, Spuren und einer Prise Humor bevorzugen.


Pro & Contra

+ die Beziehung zwischen Heat und Rook wird vertieft
+ Humor
+ viele Anspielungen auf Castle
Bewertung:

Handlung: 5/5
Charaktere: 4,5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4,5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Richard Castle:

Rezension zu Heat Wave – Hitzewelle
Rezension zu Naked Heat – In der Hitze der Nacht
Rezension zu Heat Rises – Kaltgestellt
Rezension zu Driving Heat – Treibende Hitze
Rezension zu Richard Castles Deadly Storm – Tödlicher Sturm

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 07. Juli 2016
 

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