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Kerstin Gier (26.01.2014)
Geschrieben von Patricia
Sonntag, der 26. Januar 2014

 Kerstin Gier wurde 1966 geboren und studierte zunächst Germanistik, Musikwissenschaften und Anglistik, bevor sie zur Betriebspädagogik und Kommunikationspsychologie wechselte und als Diplompädagogin abschloss. Nach mehreren Jobs begann sie 1995, Frauenromane zu schreiben. Sie wohnt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in einem Dorf in der Nähe von Bergisch Gladbach. Ihr erstes Buch "Männer und andere Katastrophen" (1996) wurde mit Heide Makatsch in der Hauptrolle unter dem gleichnamigen Titel verfilmt. Mit der dreibändigen Reihe über die Abenteuer von Gwendolyn und Gideon in London (Rubinrot, Saphirblau und Smaragdgrün) verfasste sie erstmals einen Jugend- und Fantasyroman.

Interview mit Kerstin Gier

kerstin gier2Literatopia: Hallo Kerstin! Schön, Dir wieder ein paar Fragen stellen zu dürfen. Stell Dich doch bitte allen Lesern kurz mit eigenen Worten vor, das letzte Interview ist ja schon einige Zeit her. – Wer bist Du und was machst, bzw. schreibst Du?

Kerstin Gier: Ich bin immer noch dieselbe und schreibe gerade an „Silber- das zweite Buch der Träume“.

Literatopia: Mit der „Edelstein“-Trilogie hast Du es in den Olymp der erfolgreichen Schriftsteller geschafft, und auch „Silber“, der erste Teil Deiner neuen Jugendtrilogie, ist bereits ein Bestseller. Wie bist Du mit dem Erwartungsdruck Deiner Leser vor Erscheinen von "Silber" umgegangen und hat Dich dies in irgendeiner Form beim Schreiben beeinträchtigt?

Kerstin Gier: Ich habe anfangs immer Angst, den Lesern könnte meine nächste Geschichte nicht gefallen, aber während des Schreibens legt sich die Angst, und ich hoffe einfach, dass meine eigene Begeisterung als Funke überspringt.

Literatopia: In „Silber“ ist die Traumthematik unglaublich vielseitig dargestellt. Gängige Klischees vermischen sich mit neuen und innovativen Ideen. Inwieweit ist diese Traumwelt schon ausgeschöpft oder wird sie noch einige Überraschungen in den Folgebänden für den Leser bereithalten?

Kerstin Gier: Ich verrate nichts, außer, dass es noch einige Überraschungen geben wird ...

Literatopia: Deine ganz persönliche Traumtür - wie sieht sie aus und was würde sich in Deinen Traumwelten abspielen?

Kerstin Gier: Oh, meine Traumtür sieht jede Woche anders aus. Im Augenblick ist sie veilchenblau, vor der Tür liegt eine schwarze Katze, und an die Türklinke sind rote Luftballons gebunden.

Literatopia: In Deinen Träumen - mit wem würdest Du dort am liebsten die Zeit verbringen?

Kerstin Gier: Mit Freunden, mit denen ich eher selten Zeit verbringe, weil sie am anderen Ende der Welt wohnen.

Literatopia: Wie fühlst Du Dich dabei, wenn von einer Trilogie der letzte Band erscheint – traurig, oder eher froh, Dich wieder neuen Projekten widmen zu können?

Kerstin Gier: Es ist jedes Mal auch ein bisschen traurig. Nach drei Büchern ist es gar nicht so einfach, sich von den Protagonisten zu trennen.

Literatopia: Erfolgreich warst Du ja schon vorher im Frauengenre, Deine humorigen Geschichten haben eine riesige Fangemeinde. Dürfen wir in diesem Genre auch wieder mit einer Veröffentlichung rechnen oder willst Du dich lieber erst noch im Jugendbereich austoben?

Kerstin Gier: Erst einmal werde ich die „Silber“-Trilogie beenden, dann wird es vielleicht noch einmal etwas Neues von der Mütter-Mafia geben …

so 2016 vielleicht …

Literatopia: Zwar ist schon ein früheres Buch von Dir verfilmt worden, aber als Rubinrot ins Kino kam, war es doch wahrscheinlich ein völlig anderer Rahmen, in dem das Buch verfilmt wurde. Warst Du in den Rummel eingebunden? Hattest Du Mitspracherecht bei dem Drehbuch und den Schauspielern?

Kerstin Gier: Ich hatte mit der Verfilmung rein gar nichts zu tun, ich habe das voller Vertrauen in die Hände von Felix Fuchssteiner, Katharina Schöde und Philipp Budweg gelegt. Ich glaube aber, dass ich beim Casting die gleichen Entscheidungen getroffen hätte, die Rollen sind wunderbar besetzt.

Literatopia: Leider blieb „Rubinrot“ hinter den Erwartungen der Filmindustrie zurück, der Film wurde viel zu früh ins Nachmittagsprogramm verschoben, so dass viele interessierte potentielle Zuschauer gar nicht mehr die Gelegenheit dazu hatten. Sind nun die Fortsetzungen in Gefahr? Was sehr schade wäre, denn Rubinrot war ein wunderschöner schwärmerischer Film.

Kerstin Gier: Ja, das stimmt, leider hatte „Rubinrot“ nicht so viele Zuschauer, wie der Film es verdient hätte. Trotzdem wird „Saphirblau“ gerade verfilmt. Ab dem 7.8.2014 kann man sich den Film im Kino anschauen.

Literatopia: Der DVD Verkauf von „Rubinrot“ ist nun seit September gestartet, hast Du schon Informationen über den Erfolg der DVD?

Kerstin Gier: Nein, keine Ahnung. Da müsste man beim Verleih nachfragen. Oder vielleicht gibt es ja auch Bestenlisten für DVDs?

Literatopia: In "Rubinrot" hattest Du einen Kurzauftritt - wir Fans haben Dich natürlich sofort erkannt und das gebührend quittiert. Wie waren die Dreharbeiten für Dich, hast Du dort etwas Aufregendes erlebt?

silber das zweite buch der traeumeKerstin Gier: Ich fand es sehr beeindruckend zu sehen, wie viele Stunden akribische Arbeit in zweieinhalb Filmminuten stecken und wie viele Menschen daran beteiligt sind. Das war alles hochinteressant und spannend.

Literatopia: Es geht ja nun weiter mit den Verfilmungen, die Müttermafia wird mit Annette Frier als Constanze verfilmt. Wie weit sind die Vorbereitungen gediehen und wann dürfen wir mit der Veröffentlichung rechnen?

Kerstin Gier: Die Dreharbeiten sind seit September abgeschlossen. Der Film wird wahrscheinlich im April im ZDF zu sehen sein.

Literatopia: Bist Du zufrieden mit den Darstellern? Weißt Du schon, wer weitere Rollen übernehmen wird? Gibt es dort auch wieder einen Kurzauftritt?

Kerstin Gier: Auch hier finde ich die Rollen grandios besetzt, allen voran die wunderbare Annette Frier. Ich war nur einen Tag bei den Dreharbeiten dabei, war aber allein schon vom Anschauen der Muster sehr begeistert. Und nein - einen Kurzauftritt wird es von mir nicht geben :-)

Literatopia: Gibt es schon Pläne, Silber zu verfilmen?

Kerstin Gier: Dieses Mal lassen wir uns viel Zeit mit der Vergabe der Filmrechte.

Literatopia: Der Erfolg Deiner Bücher hat Dein Leben bestimmt ganz schön umgekrempelt, was hat sich verändert? Wirst Du auf der Straße erkannt?

Kerstin Gier: Hier im Dorf kennt sowieso jeder jeden.

Literatopia: Fanarbeit ist wichtig, nicht nur im Internet, sondern auch im realen Leben. Wir treffen Dich in vielen Foren, bei Lesungen und jetzt auch bei der LoveLetter Convention. Passen diese Aktivitäten noch in deine Zeitplanung oder musst Du auf einiges verzichten, um an Veranstaltungen teilzunehmen?

Kerstin Gier: Das ist tatsächlich immer schwer, sich die Zeit für diese Dinge zu nehmen. In Foren tummele ich mich daher gar nicht mehr und versuche meine Zeit im Internet überhaupt einzugrenzen (böser Zeitfresser!! :-) ), aber Lesungen finde ich sehr wichtig, vor allem, weil man da den Lesern wirklich begegnet - das macht mir großen Spaß. Und den Lesern hoffentlich auch :-)

Literatopia: Wie geht es der Privatperson Kerstin Gier, hat sie überhaupt noch Zeit, sich neben ihrer Familie, dem Schreiben und den ganzen Öffentlichkeitsterminen einem Hobby zu widmen?

Kerstin Gier: Mit geht es wunderbar. Aber Zeit für ein Hobby - nein.

Literatopia: Wie ist es mit der Konkurrenz, schaffst Du es überhaupt noch, selbst zu lesen? Welches Buch liegt gerade jetzt auf Deinem Nachttisch?

Kerstin Gier: Da liegt heute ganz frisch "Nenn mich Superheld" von Alina Bronsky.

Literatopia: Ist deine Familie stolz auf Deinen Erfolg? Hattest Du dort schon immer Unterstützung? Wie geht sie mit der Öffentlichkeit um?

Kerstin Gier: Klar ist meine Familie stolz. Aber immer auch besorgt, wenn ich zu viel arbeite oder unterwegs bin. Was die Öffentlichkeit angeht: Autoren stehen ja glücklicherweise nicht im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, anders als Schauspieler, Musiker, Moderatoren oder Spitzensportler - ein guter Beruf für schüchterne Menschen :-)

Literatopia: Schreibtischtäter oder individueller Schreibplatz? Kann es Dir passieren, dass Du unterwegs irgendwann hektisch wirst und Ideen unbedingt jetzt und sofort aufschreiben musst?

Kerstin Gier: Um schreiben zu können, brauche ich meinen Schreibtisch. Und wenn mir unterwegs was Gutes einfällt, dann glaube ich immer fest, es nicht aufschreiben zu müssen, weil es so gut ist, dass ich es ohnehin nicht vergesse. Auf diese Weise sind mir schon sehr viele Ideen durch die Lappen gegangen :-)

Literatopia: Was steht in der nächsten Zeit an? Magst Du uns einen kurzen Überblick geben, wie Dein Leben in den nächsten Monaten aussehen wird?

Kerstin Gier: Ich hatte einen wunderbaren erholsamen Sommer mit viel Nichtstun und Sonne und Familie, dann kam der geschäftige Herbst mit der langen Lesereise und der Buchmesse, und in den nächsten Monaten wird es sehr ruhig: Ich werde nur schreiben, dazwischen Pralinen machen, Weihnachtspäckchen packen und ab und an mal Freunde sehen. Aber wirklich nur ab und an mal.

Literatopia: Vielen Dank für das Interview, wir warten schon mit Spannung auf die nächsten Ergüsse aus Deiner Feder.

Kerstin Gier: Ich danke auch für die netten Fragen.

 

patricia twellmann kerstin gier

Patricia Twellmann und Kerstin Gier, 2013

 


Autorenfotos: Copyright by Ricarda Ohligschläger (oben) und Patricia Twellmann (unten)

Zur Rezension zu "Silber - Das erste Buch der Träume"

Zur Rezension zu "Liebe geht durch alle Zeiten - Rubinrot"

Zur Rezension zu "Liebe geht durch alle Zeiten - Smaragdgrün"

Zur Rezension zu "Liebe geht durch alle Zeiten - Saphirblau"

Interview mit Kerstin Gier (2010)


Dieses Interview wurde von Patricia Twellmann für Literatopia.de geführt. Alle Rechte vorbehalten.

 

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 26. Januar 2014
 

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