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C. M. Singer (31.01.2014)
Geschrieben von Shtrojera
Freitag, der 31. Januar 2014

Interview mit C. M. Singer

cmsingerLiteratopia: Hallo, Claudia. Schön, dass Du Zeit für dieses Interview gefunden hast. Stell Dich doch bitte kurz unseren Lesern in Deinen eigenen Worten vor: Wer bist Du und was schreibst Du?

C. M. Singer: Hallo, und danke, dass ich hier sein darf :-)

Ich schreibe unter dem Autorennamen C. M. Singer (der sehr nah an meinem echten Namen ist), bin 39, und lebe im schönen Bayern. Vor knapp 6 Jahren habe ich meine „innere Feder“ entdeckt und schreibe seit dem im Romantic-Fantasy-Bereich, dem Genre, in dem ich selbst auch am liebsten lese. Wenn ich nicht gerade vorm Laptop sitze, bin ich sehr gerne unterwegs – egal ob in heimischen oder fernen Gefilden. Der Slogan eines berühmten Weißbiers passt nämlich auch auf mich: In Bayern daheim, in der Welt zuhause.

Literatopia: „Ghostbound“ ist der erste Roman deiner Trilogie. Wie kam Dir die Idee zum Konzept?

C. M. Singer: Angefangen hat alles mit einer Kurzgeschichte für einen Wettbewerb, in der es um ein Pokerspiel mit „geisterhafter“ Unterstützung ging. Dann haben sich die Story und vor allem auch die Charaktere verselbstständigt und die Romanidee war geboren.

Der Plot für „Ghostbound“ und „Soulbound“ hat sich wie von selbst entwickelt, ist gewachsen und hat sich mir praktisch aufgedrängt. Dabei war es mir wichtig, Magie, und somit auch Geister, so glaubhaft und „natürlich“ wie möglich darzustellen. Leser sollten gar nicht darüber nachdenken, ob so etwas überhaupt möglich ist. Da ich zahlreiche bekennende „Nicht-Fantasy-Leser“ zu meinen geneigten Lesern zählen darf, ist mir das anscheinend gelungen.

Literatopia: Auf welch thematische Schwerpunkte darf sich der Leser freuen?

C. M. Singer: Thematisch habe ich eigentlich alles verarbeitet, was mich schon seit meiner Jugend begeistert: Magie und Übersinnliches, Romantik, Abenteuer, Verschwörungstheorien, Geheimgesellschaften und die klassische Murder-Mystery. Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf der Magie und der Romantik, aber auch der Humor und der Krimianteil kommen nicht zu kurz.

Literatopia: Was für eine Bedeutung haben Geister für Dich im Allgemeinen? Glaubst Du, es gibt sie  wirklich? Und warum hast Du genau diesen Aspekt als Ansatz für Deine Geschichte gewählt?

C. M. Singer: Wie gesagt, Übersinnliches – inklusive Geister – interessieren mich schon seit meiner Jugend. Ich habe eine mystische Ader (die ich ohne Zweifel von meiner Mutter geerbt habe *winkt in die Kamera* Hallo, Mama), gleichzeitig bin ich aber ein sehr rational denkender Mensch. Das führt dazu, dass in mir ständig zwei Seelen darüber streiten, ob es so etwas wie Geister wirklich gibt. Meistens gewinnt meine mystische Seite, und deshalb ja, ich glaube, dass es Magie und Geister gibt. Allerdings wird ein Geisterdasein wohl eher nicht so aussehen, wie in meinen Büchern ;)

Es gibt mehrere Gründe, warum mein Held ein Geist ist. Zum einen liebe ich Geistergeschichten. Das habe ich schon immer. Zum anderen denke ich, dass in dem Thema sehr viel Potenzial steckt, das im Gegensatz zu Vampiren, Werwölfen, Engeln und Dämonen noch nicht völlig ausgereizt ist. Einer Romanze zwischen einer Lebenden und einem Geist wohnt automatisch etwas Tragisches inne und man fragt sich: wie soll das jemals funktionieren?

Literatopia: Liz und Danny sind zwei authentische und interessante Charaktere. Wie würdest Du die beiden jeweils in drei Worten beschreiben?

C. M. Singer: Erstmal danke für das Kompliment. Wenn das bei Lesern so ankommt, ist das klasse!

Also mal sehen: Liz ist warmherzig, aufgeschlossen und dickköpfig. Danny ist optimistisch, humorvoll und engagiert. Und beide neigen zu Überreaktionen, wenn der andere in Gefahr ist.

Literatopia: Mit welchen Wendungen und Überraschungen dürfen die Leser denn in den nächsten beiden Bänden, „Soulbound“ und „Spellbound“, rechnen?

C. M. Singer: In „Soulbound“ erfahren Leser, was hinter den Teenagermorden – und somit auch dem Mord an Daniel – steckt und wer dafür verantwortlich ist. Es schließt die Geschichte erstmal ab. „Ghostbound“ hatte ja einen fiesen Ciffhanger, aber am Ende von „Soulbound“ bleiben keine Fragen offen.

„Spellbound“ führt Liz´ und Dannys Geschichte dann fort, aber es wird ein bisschen düsterer, denn die Themen Voodoo und Flüche werden sehr wichtig werden. Alles beginnt damit, dass Dannys Grab geschändet wird …

Literatopia: Deine Romane sind zuvor ja bereits unter einem anderen Titel beim AAVAA Verlag erschienen. Dort haben die Bücher allerdings andere Cover und auch einen anderen Titelnamen. Welches Cover spricht Dich persönlich mehr an?

C. M. Singer: Ganz klar das neue Cover. Es ist frisch und sticht aus der Masse heraus. Auch der Titel ist prägnanter. Man kann ja nicht alles von Anfang an richtig machen. Wir lernen alle dazu ;)

Literatopia: „Ghostbound“ ist ja nun auch im englischsprachigem Raum erhältlich - bekommst Du auch schon Feedback von internationalen Fans?

C. M. Singer: Ja, doch, das fängt langsam an und das Feedback ist durchaus positiv. Vor allem bekomme ich Anfragen, wann denn endlich „Ghostbound – Dark Destiny“ rauskommt. Der Cliffhanger in „Call from the other side“ ist schon ganz schön fies und Leser mussten jetzt ziemlich lange warten. Die gute Nachricht ist: es kommt in den nächsten zwei Wochen! Und dann werde ich auch endlich so richtig die Werbetrommel im englischsprachigen Raum rühren. Ich hoffe, dass dann noch mehr geneigte Leser darauf aufmerksam werden.

Literatopia: Auf Deiner Website findet man einen Soundtrack zu Roman. Was bedeuten Dir die Lieder? Lässt Du Dich von Musik beim Schreiben inspirieren oder brauchst Du dazu absolute Ruhe?

C. M. Singer: Musik ist für mich überlebenswichtig! Nicht nur zum Schreiben. Ohne Musik würde ich eingehen. Diese Eigenschaft hat Danny von mir geerbt ;)

Zum Schreiben brauche ich meinen Soundtrack, um in die richtige Stimmung zu kommen. Manchmal inspirieren mich auch Textzeilen, die dann in abgewandelter Form in das Manuskript einfließen. Abgesehen davon, brauche ich aber Ruhe. Ich lasse mich sehr leicht ablenken, deshalb könnte ich zum Beispiel nie in einem Café schreiben.

Literatopia: Zum Thema Self publishing: Wie stehst Du im Allgemeinen dazu? Siehst Du darin eher eine Chance für junge Indie-Autoren oder eine Überflutung des Buchmarktes mit mehr schlecht als recht geschriebenen Storys?

C. M. Singer: Ich bin ja selbst auch Halb-Indie. Die deutschen Bücher wurden im Amrûn-Verlag veröffentlicht, aber die englischen bringe ich selbst raus. Ich kenne also die Vor- und Nachteile beider Welten.

Ich denke, der Indie-Markt wird sich in absehbarer Zeit säubern. Leser werden lernen auf Qualität zu achten und die Anzeichen für „Ramsch“ zu erkennen. Erst, wenn der Buchmarkt dann von hingeschluderten Billigbüchern gereinigt ist, ist es eine echte Chance für Selfpublisher, die auf Professionalität und Qualität Wert legen. Im Moment gehen sie ja leider in der Masse noch etwas unter …

Literatopia: Als Autor liest man sicherlich auch gerne die Werke anderer Schreiberlinge. Hast Du selbst einen Lieblingsautor oder eine Lieblingsautorin, dessen Romane Du verschlingst?

C. M. Singer: Oh, da gibt es ganz schön viele. Aber mein All-Time Favourite ist und bleibt Neil Gaiman. Er schreibt so phantasievoll und herrlich britisch-skurril. Es müsste mehr Bücher von ihm geben!

Literatopia: Hand auf's Herz: Wie stehst Du zu E-books? Liest Du lieber "echte" Bücher oder ist Dir die digitale Version davon lieber?

C. M. Singer: Ich fahre seit einigen Jahren zweigleisig. Ich besitze keinen reinen ebook-Reader, nur ein ipad mit Kindle-App. Viele Bücher hole ich mir mittlerweile nur noch als eBook, weil es kostengünstig, platzsparend und sofort verfügbar ist. Aber manche Bücher will ich hinterher im Bücherregal „präsentieren“ – denn Bücher sind auch Sammelobjekte und … seien wir ehrlich … auch wunderbare Deko!

Literatopia: Es heißt, Du reist gerne. Kannst Du dieses Hobby mit Deinem Beruf als Marketing-Managerin in Einklang bringen? Kommen Dir auf Reisen auch Ideen zu neuen Geschichten?

C. M. Singer: Oh, mein Job begünstigt meine Reiselust sogar. Ich darf beruflich ziemlich viel reisen und verbinde das dann meistens mit ein paar privaten Tagen. Und Inspiration liefern Reisen jede Menge: die London-Beschreibungen zum Beispiel basieren auf eigenen Eindrücken. Und die Schauplätze in „Rossinis Silberdieb“ und „San Francisco Blues“, den beiden Novellen am Ende von „Spellbound“, habe ich auch auf meinen Reisen erkundet.

soulboundLiteratopia: Wie sieht Dein Alltag aus? Schreibst du jeden Tag oder lässt Dein Job Dir eher wenig Zeit für diese Deine Leidenschaft?

C. M. Singer: Ja, das ist in der Tat ein leidiges Thema. Ich versuche, so viel wie möglich auch unter der Woche zu schreiben, aber da der Job doch sehr anstrengend ist, lässt sich das nicht immer realisieren. Aber an Wochenenden und im Urlaub stelle ich sicher, so viel Zeit wie möglich für das Schreiben freizuschaufeln! Außerdem gehört zum Schreiben ja nicht nur das „Tippen“. Plotten kann ich täglich beim Duschen oder beim Autofahren oder beim Spazierengehen. Dieser Prozess ist mindestens so wichtig wie das Tippen und macht meistens sogar mehr Spaß ;)

Literatopia: Wie wird es nun nach der Ghostbound-Trilogie weitergehen? Planst Du schon neue Projekte und werden diese auch wieder in der Welt des Paranormalen angesiedelt sein?

C. M. Singer: Erstmal wird „Spellbound“ beendet. Es soll ja schon im Herbst dieses Jahres rauskommen. Damit ist dann auch die Geschichte von Liz und Danny endgültig abgeschlossen.

Danach werde ich eine Schreibpause einlegen, um meinen SUB (der mittlerweile unter die Decke reicht!) abzubauen. So viele gute Bücher, die gelesen werden wollen! Und DANN schwirrt mir da der Plot einer Zeitreisegeschichte im Kopf herum. Mal sehen, was daraus wird ….

Literatopia: Was sind Deine Pläne für die Zukunft?

C. M. Singer: Ich werde weiter schreiben und hoffen, dass die Schreiberei irgendwann nicht mehr nur Berufung, sondern auch Beruf werden wird. Im Moment ist es ein heißgeliebtes Hobby, aber es zahlt nicht die Miete. Dass ich vom Schreiben leben kann, ist zwar kein Plan – aber ein Traum :-)

Literatopia: Herzlichen Dank für das schöne Interview, Claudia!

C. M. Singer: Ich sage danke! Es hat viel Spaß gemacht!


Autorenfoto: Copyright by C. M. Singer

Autorenhomepage: www.cmsinger.de


Dieses Interview wurde von Shtrojera Lipaj für Literatopia.de geführt. Alle Rechte vorbehalten.

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 31. Januar 2014
 

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