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Phantom Stranger Bd.1 - Ein Fremder unter uns (Dan DiDio, J. M. DeMatteis, Brent Anderson u.a.)
Geschrieben von Victoria
Freitag, der 21. Februar 2014

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Verlag: Panini Manga und Comic (Februar 2014)
Broschur, 236 Seiten, 19,99 Euro
ISBN-13: 978-3862019151

Genre: Superhelden, Mystery


Klappentext

DIE DREIFALTIGKEIT DER SÜNDE

Drei Sterbliche haben unendliches Leid über die Menschheit gebracht und wurden deshalb vom Rat der Ewigkeit als Dreifaltigkeit der Sünde-Trinity of Sin-verurteilt: Pandora, Question und der Phantom Stranger, der zur ewigen Wanderschaft auf Erden verdammt wurde, um den Lebenden den Weg in ihr Schicksal zu weisen.
Auf der Suche nach Erlösung dringt der Phantom Stranger in die Dimensionen des Schreckens vor, wobei er auf den Spectre, den Dämon Etrigan und John „Hellblazer“ Constantine und dessen Justice League Dark trifft. Er ahnt nicht, dass sich im Hintergrund bereits ein Unheil zusammenbraut, das die ganze Welt verändern könnte-der Trinity War...

Dieser Band enthält die erste abgeschlossene Storyline der neuen DC-Mystery-Serie, die zugleich die Vorgeschichte des Justice-League-Events Trinity War darstellt.

11 US-AUSGABEN IN EINEM BAND


Rezension

Neben zahlreichen anderen Superheldencomics bereitet DC nun Schritt für Schritt die Ereignisse vor, die sich vor dem Trinity War abspielen. In den jeweiligen Einzelbänden werden die dazugehörigen Protagonisten vorgestellt. In diesem Fall ist nun der Phantom Stranger an der Reihe, der vielleicht der interessanteste Charakter von allen zu sein scheint. Wer schon einen Blick in die Justice League Dark geworfen hat, wird das bestätigen können, denn niemand ist mysteriöser, gefährlicher und hilfsbereiter zugleich. Mit ihm verbindet sich das wohl melancholischste, dramatischste und demnach mitreißendste Schicksal eines Mannes, der durch ein übernatürliches Wesen gerettet wurde und nun diesem unterstellt ist.

Sicherlich hat sich jeder schon einmal vorgestellt, wie es wäre unsichtbar zu sein, in der Zeit vor-und zurückreisen zu können oder ewig zu leben. Was für den normalen Menschen unmöglich scheint, ist für den Phantom Stranger purer Alltag und genau den hat er sich bestimmt anders vorgestellt. Für seine Sünden bestraft, muss er nun der Stimme gehorchen und Aufträge erfüllen. Auch wenn es manches Mal unlösbar scheint, ist er gezwungen die Sache zu beenden, denn wenn er einmal von der ewigen Wanderschaft erlöst werden möchte, so muss er die Münzen seiner Kette, die jeweils eine seiner Sünden symbolisiert, durch gute Taten egalisieren. Nach jeder richtig durchgeführten Mission, fällt eine dieser Münzen ab. Während er auf die Stimme wartet, die ihn in verschiedenen Wesen und Gestalten begegnet, baut er sich ein normales Familienleben auf. Er übernimmt das Leben Philip Starks. Nun hat er das, was er einst verlor: Eine Frau, Kinder und ein Dach über dem Kopf. Obwohl es zunächst ungerecht erscheint, sich das Leben eines anderen Mannes einzuverleiben, so erfährt der Leser wenig später, warum gerade Philip. Doch egal wie weit er versucht in ein gut bürgerliches Leben zu fliehen, so holt ihn seine Existenz als Phantom Stranger immer wieder ein. Viele Dinge spitzen sich zu, als John Constantine und die Justice Legaue Dark in sein Leben treten. Mächtige Gegner, höllische Dämonen und zweifelhafte Freunde beschäftigen den Wanderer. Als dann zu allem Übel Frau und Kinder entführt werden, setzt er alles daran, sie wieder zu finden. Nicht nur sprichwörtlich geht er durch Himmel und Hölle, um sie zurückzuholen. Auf seinem Weg dorthin kreuzt er die Wege jener, die er nicht retten konnte. Immer wieder ist er auf die Hilfe der Justice League Dark angewiesen, obwohl er dies zu Beginn nicht wahrhaben will, denn nur sie können jemanden aufspüren, der ihnen hilft die Seele des Phantoms Stranger aufzutreiben, die für eine kurze Zeit verloren geht, nachdem er tödlich verletzt wird; und das mit dem Speer, mit dem Jesus Herz am Kreuz durchbohrt wurde.

Das gesamte Schöpferteam von Phantom Stranger hat mit dem Auftaktband Ein Fremder unter uns wirklich gute Arbeit abgeliefert, denn inhaltlich weiß der Comic mehr als zu überzeugen. Die Geschichte wird nicht langweilig und vermag den Leser geschickt an sich zu binden. Es ist ein auf und ab zwischen dem Leben des Stranger und dem Versuch eines normalen Familiendaseins. Verschiedene Menschen und übernatürliche Wesen kreuzen seinen Weg. Besonders interessant ist der Spectre, der nicht nur den verbalen Austausch zu pflegen scheint. Ein Schmunzeln bereitet jedoch das Aufeinandertreffen John Constantines mit dem Phantom Stranger. Hier würde das Sprichwort greifen: Nicht mit ihm, aber auch nicht ohne. Sie mögen sich nicht besonders, wissen aber das sie den jeweils anderen brauchen. Auch Sarkasmus versteckt sich nicht selten; besonders spürbar, wenn der ewige Wanderer am Tisch mit einigen Dämonen Poker spielt, welches den besonderen Beinamen Hades Hold'em hat. Die Geschichte weiß letztendlich, wann sie welchen Handlungsbogen anschneiden muss. Die Möglichkeiten sind vielseitig, denn es gibt den Hauptstrang des Phantom Strangers, der sich mit seiner Mission beschäftigt. Darüberhinaus sein Privatleben als Philip Stark und sein Kampf mit sich selbst. Besonders Letzteres zeigt wie viel Moral und Ethik in diesem Superhelden stecken. Die knapp 240 Seiten erzählen eine Menge und erstaunlicherweise sind die Panels kein einziges Mal überladen. Hier liest sich Einiges wirklich gut weg und man ist schneller fertig als gedacht.

Eine perfekte Ergänzung zu den Szenarien ist sicherlich der Zeichenstil. Auch hier ist die Abgrenzung zum herkömmlichen US-Standard mehr als nur erkennbar, denn Anderson schafft es die Bilder mit einer gehörigen Portion Mystik und Fantasy zu versehen, so dass der Leser direkt zu Beginn weiß, dass der Phantom Stranger kein gewöhnlicher Superheld ist und hier ganz andere Kräfte am Werk sind. Besonders nett anzusehen sind die Zeichnungen, die ineinander überlaufen, beispielsweise wenn der Stranger auf Dämonen trifft oder dem Spectre gegenüber steht. Hier und da gibt es ein Panel, das im Gegensatz zur großen Mehrheit nicht perfekt ausgearbeitet scheint und grobflächigere Zeichnungen zeigt, doch darüber lässt sich gut hinwegsehen, denn die Kolorierung und in diesem Zusammenhang ihre verschiedenen Akzentuierungen vermögen denjenigen, der diesen Comic in der Hand hat, in eine andere Welt zu katapultieren. Die Poesie und Schönheit der Geschichte und der Zeichnungen zeigen sich in einem Wesen besonders: Einem Hund. Warum das so ist, wird jeder selbst erfahren und erkennen.

Neben den Machern des Phantom Stranger und DC, geht der Dank an Panini, die hier einem wertvollen Schatz neues Leben einhauchen und mit einigen Extras und Zusatzmaterial versehen. Ein Schmankerl sind da mitunter die Titelbilder der US-Ausgaben. Wer denkt, der Preis sei zu hoch, dem sei empfohlen sich genau auf den Inhalt und die Bilder einzulassen, denn die sind jeden Cent wert.


Fazit

Wer Spaß daran hat, am größten Comic-Ereignis des Jahres teilzuhaben, dem sei mehr als nur wärmstens empfohlen sich den Phantom Stranger zu schnappen und sich auf einige Entdeckungen gefasst zu machen. Bereuen kann man diesen Einkauf wohl kaum, schon allein die sorgfältige Broschur und das Cover schauen besonders gut im heimischen Comicregal aus.


Pro/Contra

+Zeichnungen mystisch und weit über dem US-Standard
+ein Auftakt hätte nicht besser sein können
+Geschichte strukturiert und wohl durchdacht
+Langeweile kommt nicht auf
+ JL Dark, Constantine, die Dämonen und der Spectre

0 sehr gute Basis

- Zeichnungen schwanken leider manchmal minimal

Bewertung:


Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Zeichnungen: 4,5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4,5/5


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Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 12. April 2017
 

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