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Pandora Bd.1 (Ray Fawkes, J. M. DeMatteis, Daniel Sampere, Patrick Zircher, Fernando Blanco)
Geschrieben von Markus
Donnerstag, der 27. März 2014

Verlag: Panini Manga und Comic (März 2014)
Softcover: 100 Seiten; 12,99 €
ISBN-13: 978- 3862019885

Genre: Superhelden/ Mysterie


Klappentext

Die geheimnisvolle Pandora spielte bei der Entstehung des neuen DC-Universums eine genauso wichtige Rolle wie nun im Trinity War. Ihr Fluch ist es, das Böse zu verfolgen und so vielleicht eines Tages ihre Freiheit wiederzuerlangen. Doch jetzt wird sie sowohl von Helden wie von Schurken gejagt! Und so bleibt ihr erneut nur die Sünde als Ausweg. Unterdessen führt der Phantom Stranger ein Team um Batman und Deadman ins Jenseits, um die Seele eines toten Helden zu suchen, die der Schlüssel zum Ende des Trinity War sein könnte...

Mit der Vorgeschichte und ergänzenden Storys zum actiongeladenen Justice-League-Crossover Trinity War! Dieser Band enthält die US-HEfte Trinity of Sin: Pandora 1-3 und Trinity of Sin: Phantom Stranger 11, geschrieben von Ray Fawkes (JUSTICE LEAGUE DARK) und J.  M. DeMatteis (PHANTOM STRANGER), Patrick Zircher (SECRET AVENGERS), Daniel Sampere (BATGIRL) und Fernando Blanco (ICH, DER VAMPIR).


Rezension

Im DC-Universum gibt es die sogenannte Trinity of Sin, die aus dem Phantom Stranger, The Question und eben die hier im Mittelpunkt stehende Pandora besteht. Ganz im Sinne der griechischen Mythologie ist sie zu Beginn eine junge Frau, die die nach ihr benannte Büchse, ein goldener Totenschädel, öffnet und so die Übel oder auch die Sieben Todsünden auf die Welt loslässt. Daraufhin verliert sie das Bewusstsein und als sie in ihr Dorf zurückkehrt, ist dieses zerstört und ihre Familie wurde ermordet. Zur Strafe wird sie vom Rat der Magier dazu verurteilt ewig zu leben und das Unheil, welches die sieben Todsünden hervorbringen, zu beobachten. So durchwandert sie die Jahrhunderte und lässt sich von diversen Meistern ausbilden, unter anderem auch in Nantes und Flensburg. So stärkt sie sich für das, was sie tun muss, wenn sie Jagd auf das Böse machen will. Erst in der Neuzeit, wenn ein Junge als neuer Shazam! ausgewählt wurde, tritt einer der Magier auf sie zu und gesteht ihren Fehlern ein, sie zu bestrafen. Das Urteil kann zwar nicht mehr zurückgenommen werden, aber er verrät Pandora, wie die Büchse erneut geöffnet werden könnte, um die Welt von allen Sünden befreien zu können. Im weiteren Verlauf trifft Pandora auf Vandal Savage und seine Gefolgsleute und spielt auch eine entscheidende Rolle im Kampf mit den von ihr befreiten Übeln. Wo sie zu guter Letzt, doch noch einen Weg findet, sie zur Strecke zu bringen.

Pandora hinterlässt als eigenständiger Band ein äußerst zwiespältiges Gefühl, denn er ist eins nicht: In einem Stück lesbar. Was ganz einfach auf die Struktur rückführbar ist. Ist der erste Abschnitt, also Heft 1, noch vollkommen eigenständig und erzählt Pandoras Hintergrund, ist damit beim zweiten enthaltenen Heft Schluss. Ab hier ist die Geschichte nur noch dann vollkommen verständlich, wenn auch Hefte anderer Serien gelesen werden. Vor allem welche, die erst teilweise erscheinen werden. So ist der ganze Band inhaltlich auch einfach nur Stückwerk und innerlich zerrissen. Dass auch noch ein Phantom Stranger-Heft hier mit eingebunden wird, welches keinen Bezug zu der Figur Pandora aufweist, ist nur ein weiteres K.O.-Kriterium. Panini war wohl bewusst, dass das Material zu Pandora einfach zu wenig ist und wollte diesen Band so etwas dicker machen und Mehrwert für das Geld des Lesers bieten. Was durchaus löblich ist, aber warum dann nicht etwas auswählen, in dem Pandora mit dabei ist? Generell wäre es viel geschickter gewesen Pandora mit den notwendigen anderen Heften zum Trinity War in einen Sammelband zusammenzufassen, so dass an einem Stück alles gelesen werden könnte. Dann könnte sich die Figur auch richtig entwickeln und alles viel besser erfasst werden. Mit Sicherheit käme dies auch der Gesamthandlung des Trinity War zugute, da Pandora entscheidend für diesen ist. Ein Vorgehen, welches in den USA tatsächlich auch gemacht wurde, dort wurde der Trinity War in einem Hardcover Band veröffentlicht.

Von diesen ganzen Problemen abgesehen, ist Pandora ein solider geschriebener und gezeichneter Comic, der aber nicht wirklich aus der großen Masse heraussticht, da wäre viel mehr drin gewesen, besonders bei so einer Figur wie Pandora eine eben ist. Ray Fawkes beschränkt sich auf Stereotype und altbekannte Muster, die der Leser vermutlich schon beim Namen Pandora erwartet hat. Überraschungen gibt es eigentlich keine, mit einer Ausnahme, die Vandal Savage betrifft, aber ansonsten bleibt nichts besonders hängen. Der Trick mit dem Pandora, die Übel besiegen kann, ist vollkommen logisch und abzusehen und kann damit einfach nicht überraschen. Trotzdem ist der Comic nicht schlecht, aber es wäre viel mehr möglich gewesen. Die Serie hat auf jeden Fall noch viel Luft nach oben, was hoffentlich mit späteren Ausgaben, die nicht so eng mit dem Trinity War verbunden sind, genutzt wird.

Die Geschichte über den Phantom Stranger und seine Suche nach Dr. Light mit Hilfe von Deadman, Katana und Batman hingegen ist wirklich gelungen. Selbst wenn man kein Heft des Trinity War gelesen hat und somit nicht weiß, wer Dr. Light ist, ist alles nachvollziehbar und verständlich. Dies rührt nicht zuletzt von J. M. DeMatteis Darstellung her, die einen faszinierenden Blick auf altbekannte Figuren wirft. Wobei es durchaus bedenklich ist, dass der Phantom Stranger die bessere Geschichte präsentiert als der Titelcharakter selbst.

Viele verschiedene Zeichner haben  an diesen vier Ausgaben gearbeitet und erstaunlicherweise ergeben sie noch ein einheitliches Bild, wobei Pandora #1 bei den Pandora-Heften am Besten aussieht und gut Atmosphäre aufbauen kann. Ansonsten weiß die Phantom Stranger-Geschichte, gezeichnet von Fernando Blanco, zu überzeugen. Wirklich überragend und herausstechend ist dabei aber nichts. Eben genau wie die Geschichte selbst, solide und konventionell. Fast bieder sind Bildaufbau und Abfolge, für größere Aufgaben haben sich die Zeichner hiermit mit Sicherheit nicht qualifiziert.


Fazit

An sich ein inhaltlich solider Comicband, krankt Pandora daran, dass er nicht in einem Rutsch gelesen werden kann und sich auf andere Hefte stützt, die teilweise erst erscheinen müssen. Eine andere Veröffentlichungsweise wäre bedeutend sinnvoller gewesen.


Pro & Contra

+ der Phantom Stranger hat einen denkwürdigen Auftritt

0 Pandora selbst hat viel Potential, welches aber leider nicht abgerufen wird

- vollkommen zerfasert und auseinandergerissen
- wer Phantom Stranger komplett haben will, ist gezwungen diesen Band zu kaufen

Bewertung:

Handlung: 2,5/5
Charaktere: 3/5
Zeichnungen: 3/5
Lesespaß: 2/5
Preis/Leistung: 2,5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln mit Pandora:

Rezension zu Pandora Bd.2
Rezension zu Pandora Bd.3

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 12. April 2017
 

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