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Superman: Psi War (Scott Lobdell u.a.)
Geschrieben von Markus
Sonntag, der 24. August 2014

Verlag: Panini Manga und Comic (Juni 2014)
Softcover: 140 Seiten; 16,99 €

Genre: Superhelden


Klappentext

PSI-ANGRIFF AUF SUPERMAN

Zwanzig Menschen verschwanden vor Jahren, als der Außeriridsche Brainiac die Stadt Metropolis angriff. Die Reporterin Lois Lane will wissen, was aus diesen Menschen geworden ist, doch die schockierende Antwort wird ihr Leben auf unglaubliche Weise verändern.
Währendessen ist Superman in einen heftigen Kampf zwischen dem Telepathen Hector Hammond und der HIVE-Königin verwickelt. Der Konflikt weitet sich auf ganz Metropolis aus, als der wahnsinnige Psycho Pirate ins Geschehen eingreift!
Dazu eine packende Saga von Supermans Heimatwelt Krypton, in der Supermans Vater Jor-El die Vernichtung der kryptonischen Kultur verhindern muss!

Zwei extradicke Superman-Storys auf über 130 Seiten, geschrieben von Scott Lobdell (X-MEN, Tenn Titans) und illustriert von einer Reihe großartiger Top-Talente wie Tyler Krikham, Eddy Barrows und Jesus Merino!


Rezension

Superman: Psi War besteht im Prinzip aus zwei eigenständigen Geschichten, die lose über ausgerechnet Lois Lane verbunden sind. Und zwar nicht über Lois Lane als Reporterin, was auch eine Rolle spielt, sondern über sie als eine Art von Superheldin.
Die erste Geschichte mit Lois Lane in der Hauptrolle erzählt von ihrer Suche nach der Wahrheit über die Attacke von Brainiac, die noch nicht allzu lange zurückliegt und in deren Folge zwanzig Menschen verschwanden. Genau diese sucht sie nun und bekommt Ungeheuerliches heraus und das hat auch für sie persönlich folgen.
Die letzte Schlagzeile ist eine wirklich interessante Geschichte, die von Scott Lobdell spannend erzählt wird und dem Leser viele Hintergrundinformation über Brainiac liefert, die mit Sicherheit im weiteren Verlauf noch wichtig werden. Lois Lane wird gut charakteresiert, sie entspricht wirklich dem Typus eines engagierten, investigativen Journalisten und lässt trotz widriger Umstände nicht nach in ihren Bemühungen. Wobei sich gerade dadurch die Frage stellt, warum sie nicht auf die Idee kommt, dass Clark Kent Superman, aber das sei nur am Rande erwähnt. Die Geschichte an sich ist gut und hat ausreichend Neues zu bieten und gerade für so wenig Seiten ist sie beste Unterhaltung.

Das kann man über die Supermangeschichte in diesen Band leider nicht so sagen. Psi War ist recht einfach gestrickt. Zunächst tritt Superman gegen die Königin von Hive an, da Hector Hammond sie aber als Konkurrenz sieht, mischt er sich ein und hilft Superman sozusagen. Als dann ein neuer Oberschurke namens Psycho Pirate auftaucht wenden sich die drei gemeinsam gegen den Neuankömmling. Der anschließende Kampf ist weder einfallsreich noch innovativ. Superman muss in seinen Gedanken gegen Psycho Pirate eintreten, der gleichzeitig die Menschen wahnsinnig werden lässt, weswegen dann anschließend dieses Problem geregelt werden muss. Und Lois Lane mischt als neues Superwesen mit, welches dem Psycho Pirate praktisch ebenbürtig ist.
Wie schon erwähnt, innovativ und einfallsreich ist etwas anderes. Mike Johnson bedient sich Klischees und folgt ihnen gnadenlos. Sei es der Kampf in der Gedankenwelt Supermans, der so schon tausendmal gesehen wurde oder das Besiegen des Schurken durch Abreißen seiner Maske. Genauso langweilig, wie es sich anhört, ist es auch. Dieser PSI-War mag auf größeres verweisen, aber macht dies ziemlich schlecht, da wäre bedeutend mehr drin gewesen, wenn sich der Autor mehr Mühe gegeben hätte, alles ein bisschen mehr aus zu gestalten und eigenen Ideen, durchaus auch innerhalb der Klischees, einzubringen.

Zum Abschluss gibt es losgelöst von den ersten beiden Geschichten einen Rückblick auf den Planeten Krypton. Dort ist der junge Jor-El auf einer Forschungsmission. Währenddessen versucht das Militär die Macht an sich zu reißen, was am Ende auch durch das Eingreifen von Commander Zod verhindert wird. Dieser Einblick in Kryptons Vergangenheit unter dem Titel Die Welt von Krypton ist hingegen wireder spannend und interessant. Der Leser bekommt einen nicht fehlerfreien Jor-El präsentiert, der zwar das Gute will, aber Schuld am Bösen ist und Commander Zod als Retter zu sehen, ist mal eine Abwechslung. Die Charaktere sind gelungen und die Geschichte spannend, so dass diese und Die letzte Schlagzeile den schwachen Psi War recht gut, aber nicht völlig ausgleichen können, da dieser den Haupptteil einnimmt.

Die Zeichnungen sind weder besonders gut noch besonders schlecht. Eben Massenware, mit hin und wieder wirklich gelungenen Panels, aber insgesamt gesehen erfüllen sie nur ihre Aufgabe die Geschichte darzustellen und tragen nichts wirklich bei. Der Psycho Pirate erinnert allerdings etwas an den Todesengel aus Hellboy II – Die goldenen Armee. Ob Absicht oder nicht, auf jeden Fall wirkt er dadurch wenigstens etwas bedrohlich. Tom Derenick verschenkt leider die Möglichkeit sich mit Krypton auszutoben und einen wirklich fremdartigen Planeten zu schaffen, der den Betrachter zum Staunen bringt und bedient sich lieber althergebrachter Darstellungen, die so auch für die Erde stehen könnten- im Rahmen des DC-Universums.


Fazit

Superman: Psi War präsentiert sich mit der Titelgeschichte ziemlich schwach. Hingegen können Die letzte Schlagzeile und Die Welt von Krypton vollends überzeugen. Für sie würde sich dieser Band auch lohnen. Nur ob er einem den Preis wert ist, muss jeder selbst entscheiden.


Pro & Contra

+ Die letzte Schlagzeile erzählt eine spannende Geschichte und liefert viel Hintergrund
+ Die Welt von Krypton zeigt Jor-EL und Commander Zod mit neuen Facetten

- PSI-War ist einfach schwach und klischeehaft

Bewertung:

Handlung: 3/5
Charaktere: 3,5/5
Zeichnungen: 3,5/5
Lesespaß: 3/5
Preis/ Leistung: 3/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln mit Superman:

Rezension zu Superman – Die letzten Tage von Superman

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 20. April 2017
 

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