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Deiner Seele Grab (Inge Löhnig)
Geschrieben von Patricia
Freitag, der 29. August 2014

Seele Grab lit

Verlag List, März 2014
Kommissar Dühnforts 6. Fall
TB, 489 Seiten, € 9,99
ISBN 978- 3548611242

Genre: Krimi


Klappentext

Ein Mörder, der sich selbst als Samariter bezeichnet, sucht in München nach Opfern. Sein Ziel: alte Menschen. Was treibt diesen verblendeten Erlöser an? Glaubt er, Gutes zu tun?

Auf der Suche nach ihm gerät Kommissar Konstantin Dühnfort auf die Spur der geheimnisvollen Elena, die nur eines will: Rache. Sind sie und der Samariter ein Team? Plötzlich ist sie verschwunden. In seiner Not provoziert Dühnfort den Mörder gezielt...


Die Autorin

Inge Löhnig hat an der renommierten Münchner Akademie U5 Grafikdesign studiert. Nach einer Karriere als Art-Directorin in verschiedenen Werbeagenturen hat sie sich mit einem Designstudio selbstständig gemacht. Inge Löhnig wohnt mit ihrer Familie in der Nähe von München.


Rezension

Konstantin Dühnfort hätte es nun wirklich besser wissen müssen. Direkt am Anfang läuft er in eine dilettantische Falle, blind, ohne Vorahnung und wider besseren Wissens. Das Disziplinarverfahren, welches danach anhängig wird, nimmt im Buch einen ziemlichen Raum ein und als Leser ärgert man sich einfach nur darüber, zum Einen über die Dummheit Dühnforts und zum Anderen auch über die Auflösung des Verfahrens, welches sich auch hart am Rande der Legalität bewegt. Was wohl aber auch nur zeigen soll, dass Kriminalbeamte genauso impulsiv Fehler machen können wie alle anderen auch. Leider bleibt Gina auch dieses Mal wieder ziemlich im Hintergrund, man erfährt zwar etwas über ihren aktuellen Fall, doch leider viel zu wenig, dabei klingt er doch recht interessant.

Der aktuelle Fall handelt von akuter Sterbehilfe - oder ist es doch eher ein Engel der Alten und Kranken, der selber entscheiden möchte, wann alte Menschen ihr Leben beenden sollten. Manche von ihnen waren nicht sehr nett zu ihren Mitmenschen, manche litten schon an Altersdemenz und konnten ihr Leben nicht mehr selber bestimmen. Im Tode hatten sie eines gemeinsam, sie wurden stilvoll drapiert, mit Früchten in den Händen. Dühnfort findet schnell die symbolische Bedeutung des Arrangements heraus und muss erkennen, dass die Serie wohl noch nicht aufhört. Wer wird das nächste Opfer sein? Was hat Elena, eine junge Frau, die man halbtot auffindet und deren Fingerabdruck am Tatort gefunden wird, mit den Morden zu tun? Oder ist doch Clara involviert, die Tochter eines der Todesopfer, die ihr Erbe wirklich dringend gebrauchen kann? Eine Menge Morde, viele Verdächtige, und ein Motiv, welches bestimmt wieder einem kranken Gehirn entspringt bürden Dühnfort und seinem Team wieder viel Arbeit auf.

Näheres erfährt man diesmal auch über Kirsten Tessmann, die Neue im Team, die Gina ersetzt hat. Von den Problemen mit ihrer Tochter gab es schon früher Andeutungen, diesmal geht es aber mehr in die Tiefe und man kann sie nur bewundern, wie sie mit der Situation einer aufmüpfigen Teenagertochter und unverschämten Großeltern umgeht. Was sie wiederum sehr sympathisch und menschlich macht. Überhaupt spielt Unverschämtheit eine ziemlich große Rolle im ganzen Buch, die Unverschämtheit der Großeltern gegenüber der Mutter der Enkelin, die Unverschämtheit von Kindern, die unverhohlen nur ihr Interesse am Erbe bekunden und die Unverschämtheit eines Exmannes mit neuer Partnerin, der sich seine Schulden vom Erbe der Exfrau bezahlen lassen möchte - und auch noch ein Recht dazu bekommt. Allerdings lässt die Unverfrorenheit, die beide an den Tag legen und die Clara dazu bedrängen, Geld herauszurücken, um ihren Lebensstandard zu finanzieren, dem Leser regelrecht das Blut aufkochen und man hofft innerlich, dass beide die Rechnung dafür noch bekommen und gönnt ihnen kein bisschen vom Erbe, welches ihnen auch eigentlich gar nicht zusteht.


Fazit

Inge Löhnig hat in Deiner Seele Grab eine Menge kompakter Themen hineingepackt. Leben im Alter, Armut, Erbschleicherei und Schwarzarbeit osteuropäischer Frauen sind nur einige der Themen. Dazu kommen noch die privaten Probleme der Ermittler, die alle auch sehr interessant sind und im Buch untergebracht werden müssen. Leider ist es dadurch nicht ganz so spannend wie die Vorgänger, aber durch den gefälligen Stil der Autorin kommt trotzdem keine Langeweile auf.


Pro und Contra

+ spannend
+ viele verschiedene und brisante Themen
+ authentische und bekannte Charaktere
+ gelungenes Nebeneinander von Ermittlung und Privatleben
+ Fall nicht überzogen, sondern schlüssig
+ wechselnde Erzählperspektiven

- zwischendurch die Auflösung etwas langatmig

Wertung sterne4

Handlung: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5


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Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 29. August 2014
 

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