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Tom Daut (12.09.2014)
Geschrieben von Judith
Freitag, der 12. September 2014

Interview mit Tom Daut

tom dautLiteratopia: Hallo, Tom! Kürzlich ist mit „Anno Salvatio 423 – Der gefallene Prophet“ ein etwas ungewöhnlicher SF-Roman von Dir erschienen. Was erwartet die Leser?

Tom Daut: Hallo Judith und ein herzliches Hallo an deine Leserinnen und Leser. Ich möchte mich erst mal bei dir dafür bedanken, dass ich meine Idee vorstellen darf.

„Der gefallene Prophet“ verbindet die Genres Science-Fiction und Fantasy zu einer finsteren Mixtur. Ich nenne es auch gerne eine „Düstopie“. Die Geschichte führt ihre Leser in einen totalitären Gottesstaat in der Zukunft, der seit 423 Jahren von einem unsterblich erscheinenden Papst, seiner Engelsarmee und seiner übersinnlich begabten Priesterschaft regiert wird. Einer dieser Priester, Desmond Sorofraugh, der Held der Geschichte, ist mit mehr Heiligem Geist (so wird Kraft der Magie dort genannt) gesegnet als seine Mitbrüder. Neben seinen für einen Straßenpriester typischen telekinetischen Talenten kann er auch in den Verstand anderer eindringen. Eine Begabung, die den Menschen eigentlich verboten ist. Deswegen muss Desmond diese Fähigkeit gut verbergen.

Das sogenannte Seelenlesen bleibt nämlich eigentlich den Engeln vorbehalten. Würde jemand erfahren, dass er dies kann, drohten ihm Folter und Tod. Hilfe bei seinem Versteckspiel hat er durch seinen Onkel Ephraim. Der ist gleichzeitig Desmonds Ziehvater und Dekan. In seiner Position als Kathedralsherrscher verfügt er über ein weitreichendes System aus Klerikalbeamten, Straßen- und Lehrpriestern, in dem er seinen Neffen versteckt. Was mit Desmonds leiblichen Eltern passiert ist, weiß weder der Leser noch Desmond selbst. Aufzeichnungen über sie existieren nicht und der Onkel kann, darf oder will nicht über sie reden.

Alles in allem ist der junge Straßenpriester mit seiner Situation sehr unzufrieden. Zusätzlich erwachen immer mehr Zweifel am System des Papstes in ihm. So folgt er am Anfang von „DER GEFALLENE PROPHET“ einer dubiosen Nachricht in den Untergrund seiner Heimatstadt New Bethlehem. Dort, in einer riesigen Kaverne, trifft er auf die sogenannte Ketzergemeinde. Desmonds Abenteuer unter diesen Ausgestoßenen der Gesellschaft stellen die Handlung vom ersten Teil der ANNO-SALVATIO-423- Serie dar. Und natürlich seine Begegnung mit dem gefallenen Propheten. Ein ganz spezieller und gefährlicher Typ.

Literatopia: Wie bist Du dazu gekommen, Deine Zukunftsvision auf religiösen Elementen aufzubauen? Und wie viel Christentum steckt letztlich drin?

anno alvatio 423Tom Daut: Letztendlich liegt dies in der Grundidee zur Story begründet, über die ich hier wegen der hohen Spoilergefahr nichts verraten will. Aber die Inspiration zum Handlungshintergrund kam mir schon in den frühen 1990ern. Damals las ich einen Bericht über eine BATMAN-Interpretation, in der der schwarze Rächer für Gerechtigkeit in einer Alternativwelt sorgt, die von der Kirche regiert wird. Und das Konstrukt hat mich sehr fasziniert. Näherliegende Vorbilder wie die Manwah-Serie PRIEST oder das Rollenspiel ENGEL mit seinen begleitenden Romanen habe ich tatsächlich erst wahrgenommen, als der Schreibprozess an ANNO SALVATIO 423 schon ordentlich am Rollen war. Zum Glück.

Natürlich habe ich vorher nach bestem Gewissen gegoogelt, und nachdem ich nichts Vergleichbares gefunden hatte, wähnte ich mich als der Schaffer eines völlig neuen Genres. Das Wissen um die Existenz dieser anderen Erzähluniversen hat mich schließlich kalt überrascht. Hätte ich vorher davon gewusst, würde wahrscheinlich keins meiner beiden jetzigen Bücher existieren. Beflügelt hat mich auch meine atheistische Ader, die sich im Laufe der Jahre immer stärker herausentwickelt hat. Sie bewog mich dazu, die Bibel ohne Skrupel als das zu behandeln, was sie letztendlich wirklich ist: nämlich Fantasy.

Deswegen steckt im ANNO-Zyklus auch jede Menge Christentum. Wirkt der Hintergrund in den ersten beiden Romanen vielleicht noch wie reine Dekoration, wird spätestens ab Band Drei klar, dass die Story fest mit der christlichen Mythologie verbunden ist und ohne sie nicht funktionieren könnte.

Literatopia: Der Straßenprediger Desmond verfügt über beachtliche magische Kräfte, muss diese aber verbergen – wieso?

Tom Daut: So beachtlich sind seine Kräfte gar nicht. Anfangs muss er sich noch übergeben, sobald er sie benutzt, weil er sie nicht richtig beherrscht. Aber deswegen sind sie nicht minder gefährlich für ihn. Wie oben schon erwähnt, gehört das Lesen und Manipulieren eines anderen Verstandes zu den Fähigkeiten, über die nur Engel gebieten dürfen. Gott (oh ja, er kommt als sprechendes, agierendes Wesen in den Büchern vor) fürchtet sich davor, dass die Menschen im Heiligen Geist durch Vererbung zu mächtig werden. Deswegen kontrolliert die Kirche die Blutlinien ganz genau. Deutet sich bei einem Kind an, dass es über mehr Talent verfügt, als es darf, wird es gnadenlos aussortiert. Desmond muss da wohl irgendwie durch die Maschen des Überwachungsnetzes gerutscht sein. ;-)

Literatopia: Deinen Roman „Die Sinistra“ bezeichnest Du selbst als eine Mischung aus Cyberpunk und Urban Fantasy. Wie sieht die Welt konkret aus, in der der Roman spielt? Und was müssen Deine Protagonisten durchmachen?

Tom Daut: DIE SINISTRA ist gar nicht so weit entfernt von DER GEFALLENE PROPHET, da der Roman quasi ein Prequel zu ANNO SALVATIO 423 darstellt. Mein Erstling spielt in der gleichen Welt, nur zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort. In der Heimat der SINISTRA geht es eher militärisch zu und nicht ganz so düster. Religion ist in dieser Welt eigentlich gar kein Thema mehr. Bis eben auf eine Ausnahme ...

Der Hauptcharakter ist Caron, der Sohn des Dynasten-Herrschers von Trentagon. In diesem Land wird alles Magische und Okkulte von einer Spezialbrigade namens Sinistra bekämpft. Als Caron unerkannt der Sinistra beitritt, kommen er und seine Kameraden einer schwarzmagischen Intrige auf die Spur, die darauf abzuzielen scheint, den Herrscher zu stürzen und die Sinistra zu vernichten. Natürlich lassen sie nichts unversucht, die okkulten Kräfte hinter der Intrige aufzuhalten. Caron muss sich also nicht nur durch die Wirren seiner Ausbildung sondern auch noch durch die Machenschaften eines schwarzen Zirkelmeisters kämpfen. Dabei gerät er zusehends unter Druck.

die sinistraLiteratopia: Cyberpunk ist nicht unbedingt ein massentaugliches, aber ein unheimlich interessantes Genre. Was reizt Dich persönlich daran?

Tom Daut: Das Düstere und das Kaputte. Eigentlich sehe ich die Zukunft der Menschheit gar nicht so schwarz. Auch wenn gerne behauptet wird, dass früher alles besser war, geht es doch tendenziell eher bergauf als bergab. Aber Dystopien oder auch Cyberpunk können ein kleiner warnender Zeigefinger sein. Die Seite in mir, die gerne unterhalten werden möchte, suhlt sich in den finsteren Abgründen, die sich in diesen Genres auftun, der Realist andererseits will es gar nicht so weit kommen lassen. Man könnte sagen, der Grundkonflikt „Mensch gegen übermächtiges System/Technologie“ ist es, der dieses Gebiet so reizvoll für mich macht.

Literatopia: „Die Sinistra“ gibt es auch als Hörbuch. Wie ist es entstanden und inwiefern warst Du selbst daran beteiligt?

Tom Daut: Entstanden ist es auf Anregung meiner Zuhörer in den ersten Promo-Lesungen zur SINISTRA, als das Ganze noch ein Non-Profit-Projekt war. Ich fand die Idee gut, um noch mehr Aufmerksamkeit dafür zu erzeugen. Also habe ich mir zum nächsten Weihnachtsfest ein Mikro gewünscht und los konnte es gehen.

Einlesen, Aufnehmen und Produzieren liegen in meinen Händen. Meine Freundin hört Probe und ich erfahre Unterstützung durch den Komponisten Kai Hartwig, der so großzügig seine Musik dafür zur Verfügung stellt. Kai kommt aus der Computerspiele-Szene und obwohl ich ihm, außer die Werbetrommel zu rühren, nichts anbieten konnte, war er so begeistert, dass er mir nach einer Aufklärungs-E-Mail zum SINISTRA-Projekt sogar eine eigene Titelmelodie dafür komponiert hat. Jenseits aller Eigeninteressen kann ich seine Seite www.hartwigmedia.com nur jedem empfehlen, der eine musikalische Untermalung für ein eigenes Projekt sucht. Solange kein Gewinnstreben dahintersteckt, bekommt man Kais Kompositionen nicht nur GEMA-frei sondern auch gratis. Aber auch seine Lizenzen sind durchaus erschwinglich.

Literatopia: Du hast bereits Kurzgeschichten für Anthologien verfasst. Was liegt Dir mehr: Romane oder kurze Texte? Oder kannst Du Dich nicht festlegen?

Tom Daut: Beim Schreiben tendiere ich zum Romanformat, da ich meine Geschichten gerne breit, ausladend und reich bebildert mag. Als Vortragender gebe ich der Kurzgeschichte den Vorzug. Auch wenn ich versuche, bei meinen Lesungen einen möglichst hohen Unterhaltungswert abzuliefern, bleibt beim Lesen von Romanauszügen immer der fade Beigeschmack einer Werbeveranstaltung fürs Buch. Bei Kurzgeschichten ist das anders. Da bietest du dem Publikum ein abgeschlossenes Erlebnis.

Literatopia: Für die Anthologie „Geschichten aus dem Drachenwinkel“ steuern Du und Deine Frau jeweils eine Geschichte bei, die ihr eurer Lieblingsbuchhandlung widmet. Was ist so besonders an dieser Buchhandlung?

Tom Daut: Ganz eindeutig das Team dahinter. Die sind mit so viel persönlich Engagement, Herz und Hirn bei der Sache, dass ich mich schlichtweg in den DRACHENWINKEL verliebt habe. Karsten und Diana Wolter stecken ja auch hinter WerkZeugs und organisieren die Fantastik-Leseschienen und den Buchverkauf auf den großen Events. Selbst im schwurbeligsten Chaos bleiben da alle ganz entspannt und meistern jede Herausforderung mit einem Lächeln. Mit einem ehrlichen Lächeln wohlgemerkt. Nehmen wir als Beispiel die Stresshochburg Leipziger Buchmesse. Da reißen sich alle Beteiligten über eine Woche den Allerwertesten auf, trotzdem fällt bei denen nie auch nur ein böses Wort im Stand. Weder untereinander noch den Kunden gegenüber. Phänomenal.

Und daheim im Saarland führen sie ihren DRACHENWINKEL mit der gleichen Entspanntheit. Dazu kommt die hohe Kompetenz in Sachen (phantastischer) Literatur und eine richtig gemütliche Einrichtung. Der feuchte Traum eines jeden Lesers und eines jeden Autors. So bindet man einen festen Kundenstamm an sich. Erwähnte ich schon das Lesungsprogramm? Ausnahmslos gut besucht und voller Highlights. Wirklich bemerkenswert, was die beiden da weitab von jedem Ballungszentrum auf die Beine gestellt haben.

die koeche hobbykochLiteratopia: Sehr viele Bücher erscheinen heute zusätzlich als eBook beziehungsweise manche gibt es nur in elektronischer Form. Was hältst Du persönlich vom eBook?

Tom Daut: Eine Menge. Das ist die Zukunft des Buches. Irgendwann wird der Taschenbuchmarkt vollständig vom eBook aufgefressen worden sein. Die Vorteile wie Handling und ständige Verfügbarkeit überwiegen alles andere bei Weitem. Außerdem werden selbst die Dinosaurier-Verlage und Buchhandelsketten irgendwann merken, dass sie sich damit teure Herstellungsschritte, komplizierte Vertriebssysteme und jede Menge nervige Mitarbeiter, die auf Urlaub, Feierabend, Lohn und Sozialleistungen bestehen, ersparen. Sollten die das nicht mitkriegen, dann andere.

Und diejenigen, die jetzt aufschreien: „Nein! Ich will aber etwas zum Umblättern in den Händen halten. Und das riecht so gut!“, denen kann ich nur sagen, dass ihre mit Smartphones aufwachsenden Kinder sehr viel weniger Hemmungen haben werden zum Reader zu greifen als die Eltern.

Allerdings kann ich auch die Bibliophilen sehr gut verstehen. Ich achte die haptischen Erfahrungsqualitäten eines „echten“ Buches und glaube auch nicht, dass das gebundene Buch jemals völlig ausstirbt. Sein Stellenwert wird sich jedoch ändern. Der dürfte in der Zukunft irgendwo da liegen, wo sich jetzt auch die Vinyl-LP befindet. Romane, die als eBook gut laufen, werden (besonders in der Fantastik) als edel aufgemachte Hardcover-Ausgaben mit Goodies wie Kartenmaterial und aufwändigen Illustrationen wiederauferstehen. Und ich hoffe, die kleinen Buchhandlungen gleich mit ihnen. Dann haben wir Orte, an denen das Buch wieder entsprechend zelebriert wird. (siehe auch DRACHENWINKEL ;-) )

Literatopia: Wie hat sich die Verlagssuche für Dich gestaltet? Und kannst Du jungen Autoren etwas mit auf den Weg geben?

Tom Daut: Anfangs zeigte sich die Suche nach einem Verlag bloß von einer sehr entmutigenden Seite. Ich wollte natürlich mit dem ersten Teil der ANNO-SALVATIO-Serie möglichst professionell an einen Verlag bzw. die Agentur meines Vertrauens herantreten. Doch alles Wissen, das ich mir auf dem Weg dahin aneignete, beinhaltete die Kernaussage: „Versuch´s erst gar nicht. Du schaffst das eh nie.“ Davon habe ich mir jedoch nicht lange den Wind aus den Segeln nehmen lassen. Nach nur zwei Absagen verband ich alle technischen Möglichkeiten, die uns das neue Jahrtausend beschert hat, zu einem Projekt, das mich an den Torwächtern in den Lektoraten vorbei zu meinem Publikum gebracht hat.

Ich schrieb den Prolog zur SINISTRA, stellte ihn auf facebook kostenlos als eBook zur Verfügung und ging auf Lesetour damit. Für jedes weitere Kapitel forderte ich, abhängig vom Umfang, weitere Likes für die SINISTRA-facebook-Präsenz ein. Fazit: Mit über 700 Unterstützern konnte ich das Projekt abschließen, hatte ein virtuelles und reales Netzwerk aufgebaut, das ich für den Absatz meiner Geschichten verwenden konnte, und sowohl die ANNO-SALVATIO-Serie als auch DIE SINISTRA selber bekamen einen Verlagsvertrag verpasst.

Was soll ich Jungautoren raten? Ich bin ja selber erst seit März 2014 veröffentlicht und habe das Gefühl, irgendwie mittendrin und doch noch ganz am Anfang zu stehen.

Es wird einem als Debütautor auf verschiedenste Weise schwergemacht. Schon allein aus der schier unüberschaubaren Anzahl an Manuskripten, die die Lektorate fluten, hervorzustechen, ist ein schwieriges Unterfangen. Und selbst wenn man den heiß begehrten Vertrag für seine Geschichte in der Tasche hat, muss man sich immer noch in dem nicht geringen Output der Verlage behaupten. Einige haben einfach Glück. Die sind an der richtigen Stelle mit der richtigen Idee an die richtige Person geraten, die ihr Buch dann noch zur richtigen Zeit und mit dem nötigen Engagement auf den Markt bringt. Voilà! Ein Bestseller wurde geboren.

Allen anderen kann ich bloß folgendes ans Herz legen: Seid über eure Kompetenz als Geschichtenerzählerinnen und –erzähler hinaus kreativ. Präsentiert euch und eure Storys anders, als der Rest das tut. Literatur mag manchmal einen noch so hohen Anspruch vorspiegeln, letztendlich sind wir alle Unterhaltungskünstler. Wenn ihr das verinnerlicht, tut das euren Geschichten gut und ihr werdet ein dankbares Publikum erreichen. Bleibt offen für konstruktive Kritik. Nur so kann man sich verbessern. Und lasst euch aber auch nicht entmutigen. Habt Geduld (oberste Autorentugend) mit euch und euren Geschichten. Trotz aller gut gemeinter Ratschläge: viel Glück.

kriegerLiteratopia: Die Leidenschaft fürs Schreiben hat Dich schon einmal einen Job hinwerfen lassen. Wann hast Du Deine Liebe zum geschriebenen Wort und zur Phantastik entdeckt?

Tom Daut: Schuld an dem ganzen Schlamassel ist meine Freundin. Als wir uns 2004 kennenlernten, schrieb sie bereits Kurzgeschichten und humoristische Lyrik. Das hat mich auf den Geschmack gebracht. Meine ersten literarischen Gehversuche wagte ich 2007. Das waren dann eben auch Gedichte und Kurzgeschichtenversuche. Das Zeug treibt mir heute noch die Schamesröte ins Gesicht, wenn ich mal darüber hinweglese.

Jahre davor hatten wir innerhalb der STAR-WARS-Fanszene NRW einen E-Mail-Fortsetzungsroman mit zehn Teilnehmern am Laufen. Ich weiß gar nicht mehr genau, wann das war, und hoffe, dass alle Zeugnisse meiner Beteiligung einem Datenverlust zum Opfer gefallen sind.

Richtig ernst wurde es mit der Schreiberei Ende 2008, als ich im Zuge des Wettbewerbs „Schreiben Sie einen magischen Bestseller“ von HEYNE anfing, mein erstes Romanmanuskript zu verfassen.

Literatopia: Hast Du einen Lieblingsautor oder ein Lieblingsbuch, von dem Du unseren Lesern berichten möchtest? Und welche Genres liest Du gerne? Überwiegend phantastische?

Tom Daut: Am liebsten lese ich tatsächlich Fantastik, bin aber auch sonst keinem Genre abgeneigt. Eine meiner Lieblingsautorinnen ist Robin Hobb. Ihre beiden Trilogien um den Prinzenbastard Fitz, der zum Attentäter ausgebildet und zur zentralen Figur des Weitseher-Zyklusses wird, habe ich geliebt, gelebt und verschlungen. Zum Glück erfährt diese Serie jetzt bald eine weitere Fortsetzung, auf die ich schon sehnsüchtig warte. Ich hoffe inständig, Frau Hobb weiß der Weitseher-Leserschaft noch etwas zu sagen und hat den mittlerweile siebten Teil nicht nur des lieben Geldes wegen geschrieben. Ansonsten kann ich die ersten sechs Bände jedem Fantasyfan nur wärmstens empfehlen.

Literatopia: Schreibst Du bereits an einem neuen Roman? Und kannst Du uns schon etwas darüber verraten?

Tom Daut: Die Arbeit an ANNO SALVATIO 423 – Teil II ist in vollem Gange. Da die Exposés zu allen vier Folgebänden schon stehen, weiß ich sogar schon, wie es enden wird, und einen Titel(wunsch) gibt es auch schon. Aber ich darf leider noch nichts verraten. Nur so viel: DER GEFALLENE PROPHET war so etwas wie eine riesige Einführung in Desmond Sorofraughs Welt. Was sie wirklich kann, zeigt die Serie jetzt erst.

Literatopia: Herzlichen Dank für das Interview, Tom!

Tom Daut: Es war mir ein phantastisches Vergnügen. Daut, out. ;-)


Autorenfoto: Copyright by www.dark-art.biz

Autorenhomepage: www.tomdaut.webs.com


Dieses Interview wurde von Judith Gor für Literatopia.de geführt. Alle Rechte vorbehalten.


Rezension zu "Anno Salvatio 423 - Der gefallene Prophet" (Bd. 1)

Rezension zu "Anno Salvatio 423 - Das Licht der Ketzer" (Bd. 2)

Zuletzt aktualisiert: Montag, der 17. April 2017
 

Kommentare  

#1 InterviewGast 2014-09-13 19:45
jede Menge nervige Mitarbeiter, die auf Urlaub, Feierabend, Lohn und Sozialleistunge n bestehen (...)

Wirklich, wo kommen wir denn da hin, wenn jeder auf solcherlei Absurditäten besteht? Den Angestellten geht es sowieso schon viel zu gut.

Schönen Feierabend ...

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