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Star Wars: Der Aufstieg der Jedi-Ritter - Ins Nichts (Tim Lebbon)
Geschrieben von Markus
Montag, der 15. September 2014

Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (Mai 2014)
Taschenbuch: 400 Seiten; 13 €
ISBN-13: 978-3442269822

Genre: Star Wars


Klappentext

Die Wahrheit über die Herkunft der Jedi-Ritter.

Auf dem Planeten Tython wurde der Orden der Je´adii gegründet, und Lanoree Brock folgt ihren Meistern, um die Beherrschung der Macht zu erlernen. Da erfährt der noch junge Orden, dass der Anführer eines fanatischen Kults für die Erreichung seiner ehrgeizigen Ziele bereit ist, die Galaxis zu vernichten. Lanoree ist von Stolz erfüllt, als sie ausgewählt wird, ihn aufzuhalten. Doch noch größer ist ihr Schock, als sie begreift, warum sie ausgesucht wurde: Der Wahnsinnige, den sie um jeden Preis aufhalten muss, ist ihr eigener Bruder!


Rezension

Auf dem Planeten Tython hat der Je´daii Orden seine Heimat gefunden. Auf ihm sind aber auch die Ruinen der Gree, einer uralten Rasse, die schon längst ausgestorben ist. Trotzdem wirft sie Schatten auf die Gegenwart. In der Alten Stadt vermutet Dal Brock ein Hyperraumtor und dieses will er mit Dunkler Materie öffnen. Nur dumm, dass die Gefahr besteht, dass dabei eine Schwarzes Loch entsteht und so Tython vernichtet würde. Deswegen wird Lanoree Brock beauftragt, ihren Bruder zur Strecke zu bringen. Am Besten bevor er Tython wieder betritt. Sie macht sich also auf die Reise, besucht verschiedene Planeten und trifft auf Tre Sana, einen ehemaligen Verbrecher, der ihr künftig zur Seite steht. Mehrmals bekommt sie ihren Bruder fast zu fassen, doch am Ende muss sie sich fragen, ob sie das überhaupt will oder ihre Neugier zu wissen, woher die Bewohner Tythons kommen und wer sie dorthin gebracht hat, größer ist.

Um es der Form halber zu erwähnen, der Klappentext enthält mal wieder ein, zwei kleinere Fehler. Es geht nicht um das Schicksal einer Galaxie, sondern um das eines Sonnensystems und vor allem ist der Orden der Je´daii nicht gerade erst gegründet worden. Er existiert bedeutend länger. Durch die Sinnsprüche großer Je´daii-Meister, die am Anfang eines Kapitels stehen, erfährt der Leser, dass es ihn mindestens 10000 Jahre gibt. Von jung kann also definitiv nicht die Rede sein. Aber zum eigentlichen Roman.
Star Wars – Ins Nichts ist Teil des Expanded Universe von Star Wars. In diesem werden Geschichten erzählt aus der Zeit Lukes, Leias, Hans, aber auch andere, die weit vor ihrer Zeit spielen. Mal mehr, mal weniger erfolgreich im generieren von echter Star Wars-Atmosphäre. Tim Lebbons Beitrag muss leider zu den letzteren gerechnet werden.
Das Fehlen von Lichtschwerter mag noch verschmerzbar sein, da ein Jedi nicht nur aus diesem besteht, aber die Reduzierung der Macht bei ihnen auf ein Gimmick, welches zum richtigen Zeitpunkt ausgepackt wird und dann wieder vergessen, ist tödlich. Tim Lebbon versteht es nicht, sie richtig einzubauen. Bei ihm gibt es den Machtstoß und hin und wieder eine versuchte Berührung des Geistes eines anderen Lebewesens, die meistens nicht mal klappt. Immer wenn es für Lanoree durch die Macht einfacher wäre, ihr Ziel zu erreichen, versagt sie oder sie denkt schlicht nicht daran, sie einzusetzen. Dabei ist sie angeblich eine sehr erfahrene, angesehene und mächtige Rangerin. Warum sie bei ihrem Umgang mit der Macht dann so unfähig ist, erschließt sich nicht. Normalerweise hätte sie längst tot sein müssen. Aber Ins Nichts hat viele weitere Schwächen.

Da wäre die geradlinige Handlung, die einer Schnitzeljagd gleicht und mehrere Schwachpunkte aufweist. Einer der größten ist, warum nur Lanoree auf die Jagd geschickt wird. So wie es Tim Lebbon darstellt, gibt es hunderte bis tausende Je´daii auf Tython, die nur in einem Sonnensytem agieren. Da müsste es eigentlich möglich sein, mehrere Je´daii auf Daliens Spur zu setzen. Wobei sich auch da die Frage stellt: Wozu? Die Je´daii wissen ganz genau, wohin er kommen wird und dass seine Anhängerzahl begrenzt ist, warum nicht einfach am Eingang mit einer Streitmacht warten und ihn aufhalten? Zumal Dalien Brock über keine Fähigkeiten in der Macht verfügt. Die Notwendigkeit nur Lanoree auf die Jagd zu schicken, erschließt sich nicht, da auch von Beginn an klar ist, dass sie Dalien nicht durch appellieren an sein Gewissen aufhalten wird. Dass sie Geschwister sind, dürfte ihn sogar in seiner Absicht nur bestärken, wie sich aus ihrer Vergangenheit erschließt. Die wird in Rückblicken immer wieder eingeschoben und soll begründen, warum Dalien zu dem geworden ist, der er nun ist. Die Begründung ist allerdings so einfach gehalten, wie nur irgend möglich. Es ist Eifersucht und das rebellische Verhalten eines Kindes. Es gibt in all diesen Rückblicken keinen Ansatz für einen anderen Grund und das Ganze wird dazu sehr platt präsentiert. Weder Dal noch Lanoree entwickeln sich. Beide bleiben von Anfang bis Ende die gleiche Person, keiner lernt emotional dazu. Ihre Einstellungen bleiben immer gleich. Charakterentwicklung existiert nicht. Tim Lebbon hat ein Konzept einer Figur und in diesem bleibt sie starr verhaftet. Das kann durchaus funktionieren, nur leider nicht, wenn begründet werden soll, warum jemand so ist, wie er ist. Die einzige Figur, die sich etwas entwickeln darf, ist Tre Sana, Lanorees Begleiter auf ihrer Reise. Als ehemaliger Verbrecher sucht er Vergebung und ist bereit dafür viel zu tun.
Was Lanoree selbst angeht, ist sie kein wirklicher Sympathieträger. In ihrem Auftreten ist sie meist arrogant, führt sehr seltsame genetische Experimente durch, die am Ende für einen Deus-Ex-Machina-Effekt verwendet werden und sonst weder Hand noch Fuß in der Handlung haben, und leidet an dem Komplex ihren Bruder nicht gerettet zu haben, als sie klein waren. Eine wirkliche Verbindung kann der Leser nicht zu ihr aufbauen. Er ist Beobachter.
Generell gibt es vieler Momente, in denen plötzlich etwas aus dem Nichts geschieht, weil die Geschichte ansonsten früh beendet wäre. Am ärgerlichsten ist dabei, neben dem genetischen Experiment Lanorees, die Möglichkeit per Implantat zu verhindern, dass ein Je´daii in die Gedanken eines anderen eindringen kann. Im Prinzip eine tolle Idee. Nur warum wurde diese Technik später nicht bewahrt oder wiederentdeckt, gerade für das Militär, von dem diese Technologie stammt? Theoretisch hätte das Imperium seine Sturmtruppler damit ausstatten müssen. Somit wirkt diese Idee nur aufgesetzt und steht sogar im Widerspruch mit Ereignissen, die weit in der Zukunft liegen. Von denen wird dafür in einer kurzen Visionen ein Ereignis sogar aufgegriffen und damit Ins Nichts in das Star Wars-Universum richtig verortet. Denn, um ehrlich zu sein, Ins Nichts benötigt bis dahin den speziellen Hintergrund nicht, theoretisch hätte all das in jedem beliebigen Fantasy- oder Science Fiction-Universum spielen können und das ist der größte Kritikpunkt. Wer für Star Wars schreibt sollte auch auf alles zurückgreifen, was möglich ist und nicht die tausende Jagd nach dem Gegenstand inszenieren, die in diesem Fall kaum Bezug zu der Macht und den Jedi hat.

Sieht man von all diesen Schwächen ab, bekommt der Leser einen gut zu lesenden Roman. Tim Lebbons Stil ist angenehm und die Blätter lassen sich schnell umdrehen. Das ist aber nicht der Spannung geschuldet, sondern weil er recht einfach schreibt. Das ist nichts negatives, bei Star Wars erwartet keiner Wortungetüme. Nur eine bessere Geschichte wäre schön gewesen. Dann wäre auch das Fehlen der Lichtschwerter nicht so schlimm.


Fazit

Star Wars – Ins Nichts vermag es nicht den Leser durch Handlung und Spannung zu fesseln. Vieles ist Stückwerk und nicht zu Ende gedacht. Schade, denn Tim Lebbons Schreibstil ist recht angenehm zu lesen.


Pro & Contra

- vieles steht im Widerspruch zum Rest des Star Wars-Universums
- unsymphatische Protagonistin
- kaum Spannung
- blasser Gegenspieler
- Deus-Ex-Machina-Momente
- kein Star Wars-Flair

Bewertung:

Charaktere: 2/5
Handlung: 2/5
Lesespaß: 2,5/5
Preis/Leistung: 2,5/5


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Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 23. Juni 2017
 

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