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Flash Bd. 6 – Geisterjagd in Central City (Brian Buccellato, Francis Manapul)
Geschrieben von Victoria
Freitag, der 10. Oktober 2014

Verlag: Panini (September 2014)
Softcover, 164 Seiten, 16,99 Euro
ISBN-13: 978-3957980786

Genre: DC, Superhelden


Klappentext

In der Stadt des Dunklen Ritters

Als der Riddler der ohnehin düsteren Metropole Gotham City den Strom abstellte, tauchte nicht nur der Dunkle Ritter Batman erstmals in der Stadt auf. Auch Barry Allen zog es in dieser Zeit nach Gotham, um zu helfen, obwohl er damals noch keine Verbindung zur Speed Force hatte. Und während er im Hier und Jetzt mit der Hilfe von Deadman die Wahrheit über den Mörder seiner Mutter herauszufinden versucht, tut sich der Rote Blitz in einem weiteren zukunftsweisenden Abenteuer aus der Vergangenheit erstmals mit Green Lantern zusammen…

Dieser Band enthält als deutsche Erstveröffentlichung die US-Hefte The Flash 25-29 und The Flash Annual 2, rasant in Szene gesetzt von Francis Manapul, Brian Buccellato, Christos N. Gage, Chris Sprouse, Patrick Zircher und anderen.

„Macht richtig viel Spaß!“ (comicbookresources.com)

Über 160 Seiten      


Rezension

Flash, der Rote Blitz, schnellster Mann und Superheld; das alles und noch viel mehr trifft auf Barry Allen zu, der immer noch nicht weiß, wie er wirklich zu seinen unglaublichen Kräften gekommen ist. Doch es gibt eine Sache, die ihn mehr beschäftigt als die Speed Force: Wer ist der Mörder seiner Mutter? Seit Jahren geht er akribisch jedem Hinweis nach, nichts davon bringt etwas ein, was ihn einer Lösung näher bringen würde. Zusammen mit Deadman belebt er tote Geister und erfährt, dass die Geschichte der Stadt ihm helfen kann. Tatsächlich gibt es Unstimmigkeiten in Bezug auf die Gründerväter. Wie diese Fehde mit dem Tod von Barrys Mutter zusammenhängt, scheint noch unklar. Sein Vater sitzt als Schuldiger im Gefängnis fest. Flash will ihn dort herausholen; jedoch scheint dieser nicht recht zu wollen. Auch der Mann, der Barry erzogen hat, weiß vermutlich mehr als er zugeben will bzw. kann. Ein großes Mysterium bröckelt langsam und es gibt Details, die besser dort bleiben, wo sie schon immer waren: Im Dunkeln und weit weg von denjenigen, denen sie schaden. Natürlich darf er seine Pflichten nicht vernachlässigen. Menschen aus brennenden Häusern befreien, mit Green Lantern in außerirdischen Arenen kämpfen und wahnsinnige Schurken stoppen, bevor sie Central City in Schutt und Asche legen. Im letzteren Fall betritt Spitfire die Bühne, ein weiblicher Antagonist, der Wahnsinn und Witz wie kaum jemand anderes verkörpern kann.
 
Flash ist an sich schon einer der beliebtesten Protagonisten des DC-Universums. Seine Sympathie scheint zusätzlich durch Sheldon Cooper, dem Genie der Männer-Clique aus der TV-Serie The Big Bang Theory gestiegen, denn dieser trägt den Roten Blitz häufig auf seiner Brust. Barry Allen und Flash, interessanter Mensch und vielseitiger Superheld. Ähnlich wie Andere seines Berufes, erlitt auch Barry als Junge einen schweren Schicksalsschlag. Seine Mutter wurde im Prinzip vor seinen Augen getötet. Niemand konnte so recht sagen, was passiert war. So verlor der Junge auch seinen Vater, der als Mörder seiner Frau ins Gefängnis gehen musste. Doch der Mann im roten Anzug ist ein Kämpfer mit Herz, der wahrlich zu denjenigen gehört, die man in Nöten um Hilfe bitten würde. Seine Geschichte ist vielseitig, ähnlich wie der Mann hinter der Maske. Natürlich steckt hinter jedem Helden eine Vergangenheit, doch Flash hat etwas an sich, was ihn besonders macht. Was genau das ist, kann jeder Leser selbst für sich ausmachen. Die Comicreihe um Barry Allen wird von Ausgabe zu Ausgabe griffiger, besser und spannender. Die Handlung bindet den Faktor des Nichtwissens, warum Flash so interessant ist, ein und trägt ihn wie einen roten Faden von Panel zu Panel. Die Textauswahl ist dabei richtig portioniert. Nicht zu viel, da der Blick des Lesers so lieber zu den Zeichnungen wandert und nicht zu wenig, sonst gerät man als Autor schnell in den Ruf einen billigen und trashigen Charakter aufbauen zu wollen. Wenig Text ist durchaus auch eine Möglichkeit, doch Flash ist kein Held zu dem es passen würde. Der Erzählstil ist für den Comic gut gewählt, eine Mischung aus „Nicht nur Kinder, auch Erwachsene“. Etwas mehr als 160 Seiten lassen sich locker lesen. Oft besteht das Problem, Dinge zu vergessen, die sich im ersten Drittel des Bandes abgespielt haben. Nicht in Geisterjagd in Central City. Hier entscheidet der Käufer, was für ihn wichtig ist. Der Rest sind Hintergrundinformationen, die das eigene Bild von Flash bereichern. Kurz um: Es macht einfach Spaß. Die Speed Force ist etwas Übernatürliches, doch erscheint Flash manchmal so als ob seine Talente und Fähigkeiten irdischen Ursprungs wären.

Zu einem gelungenen Szenario gehören Zeichnungen, die sich dem Stil der Erzählung anpassen: In diesem konkreten Fall: Schnell, melancholisch, gefühlvoll und nicht aufdringlich. Nach wenigen Seiten wird deutlich, dass den Künstlern dies wirklich gut gelungen ist. Geschwungene, teilweise gewischte Panels mit starken, trotzdem matten Farben geben die Dynamik des Protagonisten preis und vereinfachen dem Leser so das Verständnis für Barrys Welt. Ein ständiges Auf und Ab, das sich nicht kontrollieren lässt und immer dann in Erscheinung tritt, wenn Flash nicht damit rechnet. Durch seinen roten Anzug ist der Rote Blitz für jeden erkennbar; trotzdem schafft er es durch seine seriöse Präsenz auffällig, aber keineswegs arrogant zu wirken. Ein Aspekt der ihn noch sympathischer macht. Das sind Details, die nur in Zeichnungen festgehalten werden können. Einziger Kritikpunkt wäre da die Tatsache, dass die Darstellung von Gesichtern manchmal zu kindlich ist und zur Grundgeschichte nicht so recht passen will. Doch soll es eben ein Abenteuer werden, welches nicht nur Erwachsenen die Möglichkeit geben soll, hinter den Horizont zu blicken. Kinder müssen affin für Literatur sein, sonst besteht oft keine Chance sie literarisch für etwas zu begeistern. Daher ist der gewählte Stil zwar nicht die ansehnlichste, aber effektivste Variante.

Zur Ausgabe selbst gibt es das schon fast obligatorische Lob an Paninis Aufmachung und Qualität. 160 Seiten, 17 Euro – passt. Broschur und Cover sind hochwertig. Eine kleine Covergalerie der Einzelausgaben verschönert den Gesamteindruck. Dennoch gibt es eine Sache, die den Lesefluss durcheinander bringt und immer wieder verlangsamt. Werbung. Nach einer bestimmten Anzahl an Geschichten, erscheinen mehrere Seiten an Vorschau für andere Comics aus dem gigantischen Sammelsurium von Panini. Normalerweise nichts worüber man sich großartig aufregen muss, aber wenn dann entweder am Anfang oder Ende des Bandes. Die kleinen Anzeigen haben einen schalen Beigeschmack. Sie vermitteln das Gefühl nicht die Gesamtausgabe in den Händen zu halten, sondern vielmehr das Einzelheft für 5 Euro. Natürlich ist Werbung für andere Comics mehr oder weniger normal und irgendwo Pflicht. Dennoch sollte man sich genauer überlegen, wo diese platziert wird.


Fazit

Nicht nur begeisterte Anhänger des Roten Blitzes oder Sammler der neuen DC-Reihe um Flash sind aufgerufen, diesem Superhelden eine Chance zu geben. Auch Neueinsteiger und Interessenten dürfen sich an den bereits sechsten Band heranwagen. Enttäuschungen sind eigentlich nicht möglich.


Pro/Contra

+ Komposition und Szenario werden Flashs Mentalität gerecht
+ für Kinder und Erwachsene
+ Bonusmaterial vorhanden
+ Farbwahl gelungen
+ Textauswahl genau richtig

- Gesichter größtenteils zu kindlich
- zu viel Werbung zwischen den einzelnen Heften

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Zeichnungen: 4,5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 3,5/5


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Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 12. April 2017
 

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