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Am Fuß des träumenden Berges (Julie Peters)
Geschrieben von Patricia
Montag, der 09. März 2015

Fu traeumenden Berges

Verlag Wunderlich, März 2013
Klappbroschur, 463 Seiten, € 14,95
ISBN 978-3805250504

Genre: Historik


Klappentext

Britisch-Ostafrika im Juli 1910. Ein Schicksalsschlag zwingt die junge englische Pfarrerstochter Audrey, nach Afrika zu fliehen. Dort verliebt sie sich in den Teeplantagenbesitzer Matthew. Ihr Glück scheint perfekt. Doch der Erste Weltkrieg droht ihr alles zu nehmen, denn der Mann, mit dem sei ein dunkles Geheimnis verbindet, zieht als Soldat nach Afrika...


Die Autorin

Julie Peters, Jahrgang 1979, war Buchhändlerin und studierte Geschichte, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Heute arbeitet sie als Schriftstellerin und Übersetzerin.


Rezension

Audrey Collins flieht wegen eines Schicksalsschlages nach Afrika. Dort will sie den Teeplantagenbesitzer Matthew Winston heiraten, denn weiße Frauen sind knapp in Ostafrika. Aber vorher sollte sie ihm unbedingt von ihrer Schande berichten, denn es ist niemals gut, eine Ehe mit einem Geheimnis zu beginnen. Eigentlich sollte sie - aber dann lässt sie es und schreibt lediglich einen Brief, den sie in einem Buch versteckt. Auf der Überfahrt nach Afrika lernt sie Fanny kennen, eine Ausgestoßene, eine, die es tatsächlich wagt, eine Affäre mit einem verheirateten Mann zu haben. Dieser Mann und seine Familie sind auch noch an Bord, was für Fanny eine prekäre Lage mit sich bringt. Da sich Audrey wegen ihres Geheimnisses auch schämt, finde die beiden Frauen schnell einen Draht zueinander und eine lange währende, innige Freundschaft beginnt. Zu ihrem Glück entpuppt sich Matthew als ein umgänglicher, gut aussehender und netter Mann, der sie heiratet und sie auf seiner Plantage eine Familie gründen. Es könnte alles so schön sein - ja wenn es nicht ein Roman wäre und die Widrigkeiten natürlich alle auf einmal auf Audrey einstürzen.

In der Nähe der Teeplantage leben die Kikuyu, Eingeborene, die immer wieder zur Teeernte und bei sonstigen Arbeiten helfend zur Seite stehen. Besonders Kinyua, ihr Anführer, hat es Audrey angetan, er ist nicht nur der Verwalter, als Matthew in den Krieg ziehen muss, sondern auch ein guter Freund. Eine Anziehungskraft entwickelt sich zwischen ihnen, die von allen nur mit Abscheu und Schrecken gesehen wird. Alleine schon die Tatsache, dass sie mit ihm zusammen auf ihrer Veranda sitzt ächtet sie gesellschaftlich. Während sie dann auch noch die Plantage alleine verwalten muss, als Matthew im Krieg ist, ist ihr Ruf endgültig ruiniert. Als wenn das noch nicht genug wäre, ist ausgerechnet der Mann, dem sie ihren Schicksalsschlag verdankt, Matthews Vorgesetzter, was ihm die Möglichkeit gibt, sich grausam zu rächen.

Der faszinierende Kontinent Afrika und die Geschichte der ersten Siedler - diesen Plot muss man schon mögen. Leider lässt die Autorin kein Klischee aus, absolut vorhersehbar dümpelt die Geschichte vor sich hin. Natürlich entpuppt sich Audreys Schande aus heutiger Sicht als belanglos, ihre Aufregung darum war zwar verständlich, aber die Wahrheit hätte auch nicht geschadet, zumindest wären die daraus resultierenden Konsequenzen nicht so übermächtig gewesen. Auch die Charaktere können nicht überzeugen, besonders Audrey ist ziemlich wankelmütig und labil in ihren Empfindungen und Entscheidungen. Einzig Fanny, die immer wieder auftaucht und ein weiteres kompliziertes Liebesleben hat, wirkt authentisch und realistisch. Obwohl das Leben und ihre Entscheidungen es ihr nicht immer leicht machen, fällt sie doch immer wieder auf die Füße und schafft es dabei sogar noch, Audrey mit sich zu ziehen. Der Plot ist nicht neu, auch in seiner Entwicklung hat es ihn schon öfter gegeben, womit einzig der Schreibstil das Buch für Vielleser noch lesenswert macht. Als Einstieg in die Thematik leidlich spannend - andererseits gibt es dafür aber auch noch wesentlich bessere Bücher, die sich mit dem Thema befassen und nicht so vorhersehbar sind. Trotzdem konnte man das Buch kaum aus der Hand legen, es war fesselnd genug geschrieben, auch wenn man sich denken konnte, was wohl als Nächstes passiert.


Fazit

Trotz des vorhersehbaren Plots und der Benutzung sämtlicher Klischees liest sich Am Fuß des träumenden Berges von Julie Peters dank ihres fesselnden Schreibstils flüssig und spannend.


Pro und Contra

+ exotisches Setting
+ fesselnder Schreibstil
+ Spannung bis zur Aufklärung des Geheimnisses
+ ungewöhnliche Liebesbeziehungen

- vorhersehbar
- Plot nicht neu
- stereotype Charaktere
- aus einer Mücke wurde ein Elefant gemacht

Wertung sterne3

Handlung: 3/5
Charaktere: 2,5/5
Lesespaß: 3/5
Preis/Leistung: 3/5

Zuletzt aktualisiert: Montag, der 09. März 2015
 

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