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Ach wie gut, dass niemand weiß ... (Alexa Hennig von Lange)
Geschrieben von Shtrojera
Montag, der 16. März 2015

Verlag: cbt (April 2014)
Broschiert, 14,99 €, 400 Seiten
ISBN: 978-3570162842

Genre: Jugendbuch / Belletristik


Klappentext

"Hey, bist du wach?", flüstert es neben mir. 
Ich schlage die Augen auf. Tatsächlich steht da ein schwarzer Schatten. Trotzdem gerate ich nicht in Panik. Obwohl ich kaum etwas erkennen kann, weiß ich sofort, dass er es ist. Ich kann nicht erklären, warum ich das weiß. Wahrscheinlich Intuition. Der Schatten bleibt ruhig. Ich höre sein tiefes Atmen. Ich spüre die seltsame Kraft, die von ihm ausgeht. Leise frage ich in die Stille meines Zimmers hinein: 
"Bist du der, den sie suchen?"
 
Sina und Noah leben in derselben Stadt - aber in unterschiedlichen Welten. Sie sind wie Tag und Nacht und ihre Liebe darf nicht sein ... Aber nachdem sie sich einmal begegnet sind, können sie sich nicht mehr vergessen.
 
Zart, wild und voller Gefühl - eine Liebesgeschichte, die mitten ins Herz trifft!
Rezension
 
Sina und Noah trennen Welten. Sina ist die Tochter des Oberstaatsanwalts, hat ein gutes und behütetes Leben, beste Freundinnen, mit denen sie alles anstellen und auf die sie sich verlassen kann. Noah hat - nichts. Keine Familie, keinen Job. Er ist in kriminelle Machenschaften verwickelt und lebt jeden Tag wie er kommt. Bis die beiden sich bei einem Überfall begegnen. Denn Noah rettet Sina vor seinen Kumpanen, während ihre Freundinnen entführt und zusammengeschlagen werden. Als der Prozess beginnt, muss Sina sich jedoch gestehen, dass Noah nicht der Böse ist - und sie viel mehr Gefühle für ihn entwickelt als sie sollte. Und auch Noah findet in Sina eine Zuflucht, von der er nie geglaubt hätte, sie einmal zu besitzen. Gemeinsam versuchen sie, sich gegen Sinas Freundinnen und die Welt zu behaupten, in der Regel und Norm herrscht und niemand zuhören will. Und am Ende muss Sina sich entscheiden: Zwischen ihrem alten Leben und dem Wohlwollen ihrer Freunde - oder Noah ...
 
» Manchmal muss man, um weiterzukommen, eben Dinge tun, die alles zum Einstürzen bringen, damit etwas Neues entstehen kann.  «
(Zitat aus: Auch wie gut, dass niemand weiß ...,  S. 325)
 
Ach wie gut, dass niemand weiß ... ist eine wunderbare Liebesgeschichte, welche Leser in eine traurige und zugleich nachdenklich stimmende Story katapultiert, in welcher man Noah und Sina kennen lernt, die beide nicht unterschiedlicher sein könnten und doch zusammengehören. Zwischen zwei Welten, die von verschiedenen gesellschaftliche Normen und Erwartungen dominiert werden, lernt man die Figuren kennen und lieben. Und obgleich alle versuchen einen Keil zwischen dieses Liebespaar zu treiben und jeder ihnen Steine in den Weg stellt, darf man Sina und Noah auf ihrem schwierigen Weg zueinander begleiten, denn sie unerschütterlich verfolgen. Unglauben, Misstrauen, Verrat und zerbrochene Freundschaften und Familienbande sind nur wenige der Emotionen, welche dem Leser dabei entgegenschlagen und zum Nachdenken veranlassen. 
 
Sina und Noah werden als die Protagonisten der Storyline vorgestellt und nehmen den Plot hauptsächlich für sich ein. Dabei wird Noah als stiller Junge dargestellt, der viele dunkle Geheimnisse birgt. Stolz ist er nicht auf sein Leben, aber er macht das Beste daraus. Anders als Sina, welche in einer wohlhabenden Familie aufgewachsen ist und alles hat, was sie sich nur wünschen könnte. Alles, bis auf Liebe. Denn echte Liebe ist es, nach der Sina sich verzerrt - und ausgerechnet in Noah findet. Diese Liebe ist es, welche beide verändert, ihre Gedanken und Gefühle dominiert und sie über ihren Horizont hinaus trägt. Die Liebesgeschichte zweier Menschen, die nicht sein darf,  ist immer spannend zu lesen. Doch in diesem jugendlichen Setting kann man sich als junger Leser sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen und fühlt mit ihnen mit. Ihre Veränderungen in Taten und Handlungen sowie ihre Gefühlswelt wird dabei sehr authentisch dargestellt. Und man fiebert gespannt mit, ob die beiden es schaffen, gesellschaftliche Brücken zu überqueren und den Mut haben, zu ihrer Liebe zu stehen. Neben den Protagonisten lernt man jedoch auch weitere Nebenfiguren kennen, welche allerdings kaum im Fokus stehen, die Storyline allerdings mit beeinflussen. So stellt Sinas Schwester, die so ganz anders ist als sie selbst, einen wichtigen Anker für sie dar und auch ihr Vater wird zur ambivalenten Figur, die aus einem klassischen stereotypen Charakter hinaus wächst. Daneben lernt man Sinas Freundinnen, welche ebenfalls ihre eigenen Geheimnisse haben.
 
Die Figuren selbst sowie die Beziehungsstrukturen entwickeln dabei in der Handlung ihre eigene Dynamik, welcher man interessiert folgt. Es gibt keine außergewöhnlichen und unglaubwürdigen Ereignisse. Schlichtheit im Rahmen der notwendigen Ereignisse der Geschichte ist das, was diese Story ausmacht. Daran schlängelt sich der gesamte Plot wieder, wartet mit einer Balance zwischen Ruhemomenten und spannenden Begebenheiten auf und trägt den Leser so durch Sinas und Noahs Geschichte. Der flüssige und angenehme Schreibstil der Autorin trägt dazu bei, dass man diese Geschichte in einem Rutsch runter lesen möchte. Hinzu kommt, dass sich viele unterschiedliche Komponenten wiederfinden: Humor, Spannung, Tiefgründigkeit - vieles wird angesprochen, das eine mehr als das andere, und dennoch zeigt sich ein guter Mix zwischen allem. Lediglich das Ende der Geschichte kommt etwas zu schnell daher und man hat das Gefühl, dass die Autorin sich die Auflösung der Ereignisse sehr leicht machen wollte. Obgleich viele Dinge übergangen werden, endet der Roman mit einem schönen Epilog, welcher einen wehmütig zurücklässt. 
Fazit
 
Ach wie gut, dass niemand weiß ... von Alexa Hennig von Lange ist eine wunderbar kurzweilige Liebesgeschichte, welche mit sympathischen Protagonisten und einiger Überraschungen aufwarten kann. Die Dynamik der Beziehungsstrukturen sowie die Entwicklung der Ereignisse wirken sehr authentisch und auch eine spannende Handlung regen den Leser dabei zum Nachdenken an. Das Grundgerüst einer Liebe, die nicht sein darf, gepaart mit jugendlichen Protagonisten, in welche man sich als Leser sehr gut hineinversetzen kann, wirkt hier sehr gut: Man will wissen, ob Sina und Noah es schaffen und sich ihre Liebe gegen alle äußerlichen Hindernisse behaupten kann. Nur der Schluss kommt etwas zu schnell und detaillos daher. Fans von Liebesgeschichten und Jugendbüchern auf der Suche nach kurzweiligem Vergnügen und einer tollen Geschichte sollten definitiv zu diesem Roman greifen.
Pro & Contra

+ Sina und Noah als gegensätzliche und doch ähnliche Protagonisten
+ Nebenfiguren
+ Entwicklung und Eigendynamik der Beziehungsstrukturen
+ Regt zum Nachdenken an
+ Stärke der Liebe zwischen den Jugendlichen Hauptfiguren
+ Balance zwischen Spannung und Ruhemomenten
+ Epilog

o Kurzweilige Unterhaltung
o Flüssiger und angenehmer Schreibstil der Autorin

- Das Ende kommt zu schnell und detaillos daher
- Insgesamt zu einfache Auflösung der Ereignisse

Bewertung:

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung 4/5
Zur Rezension zu "Der Atem der Angst"
Zuletzt aktualisiert: Montag, der 16. März 2015
 

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