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Bittersüße Züchtigungen (H.R. Gérard)
Geschrieben von Shtrojera
Sonntag, der 22. März 2015

Verlag: Augenscheinverlag (Februar 2014)
Ebook, 2,99 €, 71 Seiten
ASIN; B00INW09L2

Genre: Erotik


Klappentext

Mit Stubenarrest oder Strafaufgaben kommen die Mädchen dieses Internates nicht so leicht davon. Es kursieren unglaubliche Gerüchte über ungewöhnliche Erziehungsmethoden bei Ungehörigkeit oder Aufsässigkeit. Und keine der Internatsschülerinnen hat jemals detailliert von ihrem "Gespräch" mit dem Direktor berichtet. So ist es nicht verwunderlich, dass sich ein beklemmendes Gefühl einschleicht, sollte man zu einem solchen "Gespräch" bestellt werden, um sein Vergehen gehörig zu büßen. Auch die Neue im Internat hat sich zweifellos ungerechtfertigt einem solchen Gespräch unter vier Augen zu stellen. Sie beschleicht eine vage Vermutung, was sie erwarten könnte. So bereitet sie sich entsprechend auf diese Unterredung vor. Doch dem Direktor entgehen keine Versuche und keine Tricks der Mädchen, die Bestrafung in gemilderter Form über sich ergehen zu lassen …


Rezension

Ein Internat, in dem wilde Gerüchte die Runde machen; Mädchen, die sich bei Ungehörigkeiten oder durch aufsässiges Verhalten vor dem Direktor verantworten müssen; der Direktor und die Neue, welche schon bald eine Unterredung genau deswegen haben werden. Nichts ist in diesem Internat, wie es scheint. Das merkt auch schon bald die Neue, die sich gleich zu Beginn ein Gespräch mit dem Direktor des Internats einhandelt. Doch von ihren Mitschülerinnen weiß sie, dass diese "Gespräche" in Bestrafungen enden - und dass sie besser Vorsichtsmaßnahmen ergreifen sollte, um diese so milde wie möglich zu überstehen. Doch sie hat nicht mit dem Direktor gerechnet, der dies vorausahnt - und der lässt sie nicht ungeschoren damit davonkommen ... 
 
Bittersüße Züchtigungen ist ein Kurzroman, welcher aus zwei voneinander unabhängigen Perspektiven die Geschichte der neuen Schülerin und des Direktors erzählt, wobei die Handlung die gleiche ist und nur der Blickwinkel, aus dem die Geschichte erzählt wird, nach der Hälfte des Romans gewechselt wird. Dabei wird man in die Welt eines etwas eher ungewöhnlicheren Internats eingeführt, in welchem die Schülerinnen bei Aufsässigkeiten noch bestraft werden - jedoch anders, als man heutzutage erwarten würde.
 
Interessant stößt einem dabei vor allem auf, dass die Protagonisten des Kurzromans ohne Namen genannt werden. Sie ist die Schülerin, er der Direktor, und dabei bleibt es auch über die gesamte Handlung. Dies allein sorgt schon dafür, dass der Leser das Geschehen aus einer gewissen Distanz heraus betrachtet, ohne sich direkt angesprochen zu fühlen, Gefühle für die Protagonisten empfinden oder sich gar einfühlen zu müssen (wobei dies nicht ausgeschlossen bleibt). Eine Beziehung wird daher nicht direkt aufgebaut, auch wenn einem die Gedankengänge und Gewühlswelt der Figuren dennoch offenbart wird. Der Roman konzentriert sich in seiner Erzählung auch definitiv auf die zwei Hauptfiguren. Nebenfiguren werden nur sehr selten genannt oder soweit miteinbezogen, dass sie nur geringfügig die Handlung vorantreiben. Was etwas langweilt ist tatsächlich die Gradlinigkeit der Protagonisten, welche nicht sehr vielschichtig oder facettenreich daherkommen (hier sei gesagt, dass das allerdings wahrscheinlich auch gar nicht der Anspruch an diesen Kurzroman war). Als Leser wünscht man sich dennoch etwas mehr, als einem hier an Figurenzeichnung geboten wird - ein bisschen Abwechslung schadet nie! Alles läuft auf das Ereignis zu, dass die Schülerin mit ihrem Direktor erlebt - und welcher so ganz anders ist, als sie zunächst geahnt hat. Tatsächlich findet sie gefallen an dieser Art von Bestrafung, was der Direktor nun wirklich nicht erwarten konnte. 
 
Und damit taucht man dann bereits in den erotischen Part der Story ein, welcher durchaus seine Reize und Vorzüge hat. Der Autor versteht es, mit seinem angenehmen und fließenden Schreibstil aus beiden Perspektiven viel herauszuholen und einem trotz der Distanz zu den Figuren - oder vielleicht gerade deswegen - ein angenehmes und prickelndes Lesevergnügen zu bescheren. Auch werden in Anbetracht des Plots manche Geheimnisse oder offene Fragen erst aus der zweiten Sicht - der des Direktors - geklärt, sodass definitiv unabhängig von der erotischen Seite auch hier ein Reiz zum Weiterlesen geboten wird. Da sich die Handlung vollkommen auf die Figuren konzentriert, bekommt man jedoch wenig von der Außenwelt mit. Es mangelt an Szenenwechseln, näheren Beschreibungen und Abwechslung von Seiten der Figuren. Dennoch kann gesagt werden, dass dieser Kurzroman für eine kurzweilige Unterhaltung ohne viel Anspruch definitiv ein angenehmes Lesevergnügen bietet, dass allerdings mehr aus seinem Potenzial hätte schöpfen können. 
Fazit
 
Bittersüße Züchtigungen von H.R. Gérard ist ein kurzweiliges erotisches Lesevergnügen, welches aus zwei Perspektiven erzählt wird. Die namenlosen Protagonisten erzählen dabei aus ihrer Sicht ihre Begegnung, wobei einige erotische Aspekte mit der Bestrafung einhergehen. Ein fließender und angenehmer Schreibstil trägt den Leser dabei zügig durch die Handlung und offene Fragen reizen zum Weiterlesen an. Dennoch mangelt es an Details und Szenenwechseln sowie an einer Figurenvielfalt, welche leider kaum gegeben ist. Wer allerdings nach einem netten Zeitvertreib schaut, gerne neues entdeckt und erotische Literatur mag, wird hier auf seine Kosten kommen - wenn auch anders, als zunächst erwartet. 

Pro & Contra

+ Reiz durch namenlose Protagonisten
+ Angenehmer und flüssiger Schreibstil
+ Kurzweilig, aber dennoch spannend
+ Offene Fragen, die trotz der Kürze zum Weiterlesen anregen
+ Erotik gut in Szene gesetzt

- Nebenfiguren spielen keine Rolle
- Zu wenige Szenenwechsel und Details
- Keine Figurenvielfalt
- Potenzial wird nicht ganz ausgeschöpft

Bewertung: 

Handlung: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung 3/5
Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 22. März 2015
 

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