Mittwoch, 20. September 2017

Gewinnspiel

Phantast (Download)

Phantast 18

Neueste Kommentare

Ich hab dieses Buch das erste mal mit ca. 14Jahren gelesen,als ich noch Depressionen hatte. Dieses ...

Weiterlesen...

Hallo Judith, ich habe Deine Rezension zu "Herbstlande" vorab extra nicht gelesen, stelle aber jetzt ...

Weiterlesen...

Ich halte es für problematisch ein Werk, das im Jahr 1951 erschienen ist, nach den Maßstäben des 21.
In der Zwischenzeit ist der 3te Band "Hammerhead" rausgekommen und siehe da, bessere Zeichnungen ...

Weiterlesen...

Ich würde die Antwort hier nicht posten! Nur, wie sehr ich mich freuen würde, falls Eure Glücksfee ...

Weiterlesen...

Die verborgenen Insignien des Pan (Sandra Regnier)
Geschrieben von Shtrojera
Donnerstag, der 09. April 2015

Verlag: Carlsen (August 2014)
Taschenbuch, 8,99 €, 368 Seiten
ISBN: 978-3551314352

Genre: Fantasy / Jugendbuch


Klappentext

Mein Leben lief eindeutig nicht mehr in geordneten Bahnen. Ich war verlobt mit einem Halbelf. Zangsläufig verlobt.
 
Eigentlich sollte sich Felicity ja glücklich schätzen. Nicht nur scheinen plötzlich sämtliche Jungs aus ihrer Schule an ihr interessiert zu sein, sie ist auch bereits mit Leander FitzMor, dem bestaussehendsten Typen Londons, verlobt. Leider ist die Verlobung aber schon vor Jahrhunderten arrangiert worden und keiner hat sie dabei nach ihrer Meinung gefragt. Zu allem Überfluss spitzt sich auch die Lage in der Anderwelt zu und wieder hängt alles von Felicity ab. Nur sie kann die für die Elfen so wichtigen Insignien finden, muss dafür aber ziemlich durch die Zeit reisen ...
Rezension
 
Felicity ist alles andere als erfreut. Nach den vergangenen Ereignissen will sie eigentlich nichts mehr von der Feenwelt wissen, wollte man sie doch für einen Mord einsperren, den sie nie begannen hat. Und nun soll sie auch noch mit Leander verlobt sein - einer Fee! Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, scheinen auch alle Jungs in ihrer Umgebung plötzlich verrückt zu spielen. Schlimmer kann es eigentlich nicht werden. Doch als ihre Zeitsprünge sich vermehren und sie immer häufiger in einer anderen Zeitzone und in der Anderwelt landet, muss Felicity sich eingestehen, dass sie wohl oder übel mal wieder die Einzige ist, die das Feenvolk vor dem Untergang retten kann. Doch dafür muss sie zuerst die Insignien Pans finden ...
 
Der dritte Band der Fantasytrilogie um Felicity Stratton und Leander FitzMor findet in diesem letzten Band nun seinen Abschluss. Dabei knüpft die Geschichte zeitnah an die Ereignisse seines Vorgängers an und lässt den Leser wieder in eine fantastische Welt eintauchen, die bisweilen jedoch sehr kurzweilig und detaillos daherkommt. Nicht nur die Charaktere entwickeln sich nicht weiter, auch die Handlung verschwimmt im Einheitsbrei, sodass die gesamte Atmosphäre der Story ihre Begeisterungsfähigkeit verliert. Ein Grund dafür ist sicherlich auch das Ende, welches zusammengewürfelt und auch etwas verwirrend wie aus dem Nichts daherkommt und den Leser mit vielen offenen Fragen zurücklassen.
 
Beide Protagonisten der Geschichte, sowohl Leander als auch Felicity, kommen gewohnt sympathisch daher. Allerdings scheinen beide auch keinerlei Entwicklung durchzumachen. Weder, was ihre Handlungsweisen oder ihre Denkweise betrifft, sowie kaum, was ihre Emotionen füreinander angeht. Dass die Liebesgeschichte sich festigt, war zu erwarten, sodass auch diese Wendung keine Überraschung für den Leser ist. Und ansonsten dümpeln beide Hauptfiguren, getragen von den vielen Ereignissen der Storyline, vor sich hin, ohne tiefgründiger hervorgehoben zu werden. Auch die Nebenfiguren und Antagonisten sind blass und klischeehaft gezeichnet. Wäre nicht der Humor der Figuren, wäre wohl gar keine Begeisterungsfähigkeit für die Story mehr übrig geblieben. Hinzu kommen viele Situationen, bei denen man sich als Leser nur an die Stirn fassen und den Kopf schütteln konnte, denn viele logische Handlungsweisen sind definitiv nicht vorhanden und dies mit Sicherheit auch eine große Schwäche der Figurenzeichnung. Positiv sind dennoch die situativen Beziehungsstrukturen herauszuheben, welche die Begeisterung zum Weiterlesen etwas heben konnten. Denn Witz und Charme sind definitiv zwei Komponente, welche einen am Ball bleiben lassen.
 
Die Handlung selbst ist sehr flach dargestellt. Da Felicity viel durch die Zeit reist, kommt es natürlich zu einigen Ortswechseln, doch man hat hier schlicht und ergreifend das Gefühl, dass schnellstmöglich aufgeholt werden muss, was die letzten beiden Bände noch offen blieb. So werden Konflikte auf die einfachste Art und Weise gelöst und Geheimnisse mit viel zu leichten Lösungen enträtselt. Auch fehlt es an Details im Bezug auf den Weltenaufbau sowie der passenden Atmosphäre für das Setting der Geschichte. Es fühlt sich einfach an wie Fließbandarbeit, wie man als Leser durch die Geschichte gejagt wird - ohne Verschnaufpause versteht sich. Ganz schlimm kommt dann das Ende daher, an welchem auf einmal ganz viele neue Aspekte wie aus dem Nichts auftauen, alles in einer alles verheerenden Schlacht ausartet und eine sehr unglaubwürdige und überzogene Darstellung der Motive der Antagonisten vorgetragen wird, welche der Leser unmöglich zu Glauben in der Lage ist. Hinzu kommen dabei auch noch viele offene Fragen und so viel ungenutztes Potenzial, dass dieser dritte Band einer eigentlich begeisterungsfähigen Geschichte einen mehr als enttäuschenden Abschluss darstellt, der aufgrund zu vieler Defizite dem Potenzial der Grundgeschichte nicht gerecht werden kann.
Fazit
 
Die verborgenen Insignien des Pan von Sandra Regnier ist ein enttäuschender Abschluss einer Trilogie mit großen Grundpotenzial. Ein flacher und einfallsloser Weltenaufbau, 0815 Figuren und die Hetzjagd durch die unzähligen Ereignisse innerhalb des Romans sorgen für ein unbefriedigendes Lesevergnügen, welches nur noch durch die vielen offenen Fragen zum Ende des Romans und die flachen Charaktere getoppt wird. Das einzige, was die Begeisterungsfähigkeit des Romans ansatzweise aufrecht erhalten konnte, war der Humor und Charme, welche den ansatzweise begeistern konnten. Für Fans der Serie und junge Leser ist dieser Roman sicherlich ein kurzweiliger Lesespaß, für etwas reifere Leser und solche, die einfach mehr erwarten, allerdings eine große Enttäuschung.
Pro & Contra
 
+ Humor und Charme der Geschichte und Figuren
+ Protagonisten gewohnt sympathisch
+ Kurzweiliger Lesespaß
+ Kurzzeitige Beziehungsstrukturen

- Zu viel ungenutztes Potenzial
- Viel zu viel Handlung auf viel zu engem Raum und ohne Details
- Atmosphäre und Setting unglaubwürdig bzw. kaum vorhanden
- 0815 Charaktere und Motive
- Klischeehafte Darstellung der Antagonisten
- Flache Figurenzeichnungen
- Verwirrendes Ende
- Zu viele offene Fragen zum Schluss
- Streckenweise langatmig
- Kaum noch begeisterungsfähig
 
Bewertung: 

Handlung: 2/5
Charaktere: 2/5
Lesespaß: 2,5/5
Preis/Leistung: 2,5/5
Zur Rezension zu "Das geheime Vermächtnis des Pan"
Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 09. April 2015
 

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren