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After passion (Anna Todd)
Geschrieben von Shtrojera
Montag, der 04. Mai 2015

Verlag: Heyne (Februar 2015)
Broschiert, 12,99 €, 704 Seiten
ISBN: 978-3453491168

Genre: New Adult / Belletristik


Klappentext

life will never be the same

Tessa Young ist attraktiv und klug. Und sie ist ein Good Girl. An ihrem ersten Tag an der Washington State University trifft sie Hardin Scott. Er ist unverschämt und unberechenbar. Er ist ein Bad Guy. Er ist genau das Gegenteil von dem, was Tessa sich für ihr Leben wünscht. Doch er ist sexy, gutaussehend und zieht Tessa magisch an. Sie kann nicht anders. Sie muss ihn einfach lieben. Und sie wird nie wieder die sein, die sie einmal war.


Rezension

Tessa Young ist aufgeregt - endlich kann sie auf die Washington State University gehen. Auf diesen Tag hat sie ihr ganzes Leben lang gewartet. Hat darauf gewartet, weiterhin ihrer Mutter alles recht zu machen. Hat darauf gewartet, ihr Leben mit ihrem Freund aus der Heimat zu leben. Hat auf das perfekte Leben gehofft. Doch diese Hoffnung wird sogleich am ersten Tag vom Chaos höchstpersönlich zerstört - und dieser trägt den Namen Hardin Scott. Denn Hardin ist es, der ihr Leben von Null auf Hundert umkrempelt, sie Dinge fühlen lässt, die Tessa nie geahnt hätte, der Gefühle und Begehren in ihr auslöst - und dabei auch zu dem Menschen wird, der es schafft sie am meisten zu verletzen. Es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die Tessa und Hardin mitreißt - doch schaffen sie es am Ende, zusammen zu sein? 

» Manchmal glaubt man, Leute zu kennen, aber man irrt. «
(Aus: After passion, S. 694 )

Der Auftakt zu der After-Series Reihe, After passion, von Anna Todd beginnt mit einem Prolog, der bereits ankündigt, dass sich Tessa Young, Protagonisten des Romans, im Verlauf der Geschichte verändern wird. Wie sehr, dass erfährt der Leser erst beim Lesen der Lektüre und wird dabei in ein absolutes Beziehungsdrama und -chaos geführt, dass mitnichten immer zu ertragen und an vielen Stellen einfach zu viel des Guten ist. Im Großen und Ganzen dreht sich das gesamte Buch mit seiner Länge von knapp 700 Seiten um die NichtBeziehung zwischen Tessa und Hardin und dem gesamten Gefühlschaos, der sich zwischendrin verbirgt. Viel mehr dazwischen gibt es tatsächlich nicht, doch Geheimnisse, Intrigen und Verrat sind definitiv Aspekte, die in der Beziehungsstruktur der beiden Figuren eine große Rolle spielt und die Haupthandlung des Romans als solches einnimmt. 

Tessa Young lernt man zunächst als ruhiges und besonnenes Mädchen kennen, die dafür lebt, ihrer Mutter alles recht zu machen. Das schließt alle Lagen ihres Lebens ein: Auf welche Uni sie geht, wer ihr Freund ist, wer ihre Freunde sind und wo sie wohnen soll. Ein Kontrollfreak also, doch Tessa befindet sich in ihrem kleinen goldenen Käfig und unternimmt nichts dagegen - bis sie auf der Uni Hardin Scott kennen lernt. Gepierct, tätowiert, ein Bad Boy durch und durch - von dem ihr Freund und ihre Mutter so gar nicht begeistert sind. Natürlich verspricht Tessa sich von ihm fern zu halten - doch da die Geschichte genau von der Beziehungsstruktur zwischen ihr und Hardin lebt, kann der Leser diese Entwicklung mitnichten erwarten. Die beiden sind (wie sollte es auch sonst sein) genaue Gegensätze und scheinen sich daher magisch anzuziehen.Während sich eine Beziehung zwischen den beiden entwickelt merkt man deutlich, wie stark Tessa sich als Figur verändert - wie sie anfängt, sich aus ihrem goldenen Käfig zu befreien, wie sie beginnt, eigene Entscheidungen zu treffen, obwohl sie riskant zu sein scheinen. Und sie beginnt, Hardin von ganzem Herzen zu lieben, obgleich dieser sie immer und immer wieder verletzt.

Denn wer hier erwartet, dass Hardin sich von Null auf Hundert verändert, der wird leider enttäuscht. Zwar merkt man hier und da Veränderungen, dennoch bleibt seine Figur im Großen und Ganzen gleich. Insgesamt ist es wirklich interessant, vor allem zu Beginn, wie sich die beiden kennen lernen und sich versuchen, gegenseitig eine Chance zu geben. Doch um so weiter die Story voranschreitet, umso mehr man die beiden kennen lernt, desto stärker ist man genervt von der Naivität Tessas und dem Verhalten Hardins. Ganz schlimm ist sowieso, dass ihre Handlungsweisen und Gedanken kaum nachzuvollziehen sind. Wer bitte lässt sich immer und immer und immer wieder verletzen und schafft es dennoch nicht, los zu lassen? Und selbst wenn sowas in der Realität tatsächlich passiert (was sicherlich der Fall ist), kauft man das den Protagonisten nicht ab. Dafür sind ihre Gedanken zu oberflächlich, ihre Gemütsschwankungen zu flach und unglaubwürdig. Dies trifft auch für die Nebencharaktere zu, die nur eingeführt werden, um die Story und den kaum vorhandenen Plot irgendwie voranzutreiben, neue Konflikte zu erzeugen und etwas Abwechslung neben den ganzen Dramen zu bieten. Diese kommen allerdings so klischeehaft und blass daher und werden nur im nötigsten gezeichnet, dass der Leser keinerlei Bindung zu ihnen aufbauen kann. 

»» Weißt du noch, wie du gefragt hast, wen ich auf der ganzen Welt am meisten liebe? «,  fragt er, und seine Lippen sind nur Zentimeter von meinen entfernt. Ich nicke obwohl es so lange her zu sein scheint und ich nicht gedacht hätte, dass er es sich merkt.
»Dich. Dich liebe ich am meisten auf der ganzen Welt.  ««
(Aus: After passion, S. 452 )

Auch die Handlung selbst lässt absolut zu wünschen übrig. Findet man zu Beginn die Story noch ziemlich interessant und spannend, hat man spätestens nach der Hälfte des Romans das Gefühl, irgendwo auf eine Repeat-Taste gedrückt zu haben. Alles wiederholt sich einfach zig Male, es kommt nichts neues und man kann nur wieder und wieder die Augen ob der unrealistischen Handlungen der Charaktere verdrehen. Zudem kommen unzählige Rechtschreib- und Logikfehler hinzu, welche die Geschichte noch mal deutlich unglaubwürdiger erscheinen lassen. Insgesamt hätte man die Handlung als solche locker auf ein Drittel kürzen können und hätte trotzdem das gesamte Ausmaß der Handlung und Entscheidungen in den Roman packen können. So muss sich der Leser allerdings durch Dramen quälen, die sich wie Kaugummi ziehen, sich mit Unverständnis dem Schicksal ergeben und versuchen, diese beiden Protagonisten irgendwie nachzuvollziehen, irgendwie ihre Handlungen zu verstehen, einfach IRGENDWIE weiterzumachen. Hier muss nun auch ein Wort zum Schreibstil der Autorin fallen, denn sie versucht verzweifelt, Gefühle und Gedanken auf den Punkt zu bringen und nah zu schildern, scheitert daran jedoch kläglich. Man hat keinerlei Möglichkeit, eine emotionale Bindung zu den Figuren aufzubauen, weil schlichtweg immer die falschen Worte gewählt werden und sie das bisschen an Sympathie, was man den Figuren entgegenbringen wollen würde, dadurch zunichte macht.

Doch einen kleinen Lichtblick und Hoffnungsschimmer gibt es noch: Mögen so manche kurz vor dem Schluss nun denken, dass sie nach Band eins mit dieser Reihe brechen könnten, haben sie sich geirrt - denn endlich, endlich schafft die Autorin es, mit einem höllischen Cliffhanger der Geschichte etwas Spannung zu geben und hat dem Leser am Hacken - nach 650 Seiten, die sich gezogen haben wie die Hölle. Unglaublich, aber wahr: Obgleich einem der Roman nichts neues bietet, man die Figuren wohl nicht mag, man sogar genervt ist, sich die Haare rauft und das Buch einfach nur in eine Ecke schmeißen will, um sich einer deutlich besseren Lektüre zu widmen - man will nach diesem Cliffhanger einfach wissen, wie es weitergeht, denn die Autorin verspricht hier endlich, das Potenzial der Geschichte aufzugreifen. Ob sich das bestätigt, wird sich allerdings erst noch zeigen müssen.


 Fazit

After passion von Anna Todd ist ein hoch angepriesener Roman, der leider seinen Erwartungen nicht ansatzweise gerecht werden kann. Unglaubwürdige und langweilige Figuren, eine nicht existente Handlung und die Wiederholung von Drama um Drama machen diesen Roman zu einem wirklich sehr nervenaufreibendem Leseerlebnis, dass man wohl nicht so schnell wiederholen möchte. Es ist weder innovativ, noch außergewöhnlich, weder in irgendeiner Weise spannend noch fiebert man mit den Figuren mit. Viele Logik- und Rechtschreibfehler machen es zudem schwer, den Roman ernst zu nehmen und auch die Handlungen und Denkweise der Figuren sind mitnichten nachvollziehbar. Das Einzige, was den Roman vor einer katastrophalen Bewertung rettet, ist das Ende und der fiese Cliffhanger, der tatsächlich etwas Spannung bringt und den Leser dazu anstachelt, doch den Nachfolger in die Hand zu nehmen. Leser, die nach einem tollen Leseerlebnis und einer schönen Liebesgeschichte suchen, werden es hier wohl eher nicht finden. 


 Pro & Contra

+ Cliffhanger zum Schluss
+ Beginn war eigentlich noch ganz nett

- Schreibstil: Autorin umschreibt Gefühle, kommt allerdings nicht auf den Punkt
- Hardin ist ziemlich unsypathisch
- Tessa als Protagonistin oft unverständlich und nervtötend
- Nebenfiguren nur dazu da, Handlung voranzutreiben
- Plot bzw. ein roter Faden nicht existent
- Viele Rechtschreib- und Logikfehler stören den Lesefluss
- Viel zu viel Drama
- Unglaubwürdige Gedanken, Handlungen und Gefühle der Protagonisten
- An einigen Stellen sehr langatmig und zäh
- Insgesamt viel zu lang / Hätte locker auf ein Drittel des Umfangs gekürzt werden können mit selbem Ergebnis

Bewertung: 

Handlung: 1,5/5
Charaktere: 1,5/5
Lesespaß: 2/5
Preis/Leistung: 2/5

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, der 05. Mai 2015
 

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