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Snow White & Alice (Pepu)
Geschrieben von Katja
Sonntag, der 22. November 2015

Egmont Manga (Mai 2015)
ca. 190 Seiten, 7,50 EUR
ISBN: 978-3-7704-8642-7

Genre: Fantasy, Comedy


Klappentext

Es war einmal ein Mädchen, das hatte Haare so weiß wie Schnee und Augen so rot wie Blut. Es wurde darum oft gehänselt und hatte nur einen einzigen Freund namens Spiegel. Der wollte das nicht mehr mitansehen und so begab es sich, dass er Schneewittchen nach Spiegelland schickte, wo der ruppige Alice schon lange nicht mehr König war. Spiegel sprach zu Schneewittchen:
„Wenn du zurück in deine Welt willst, mach Alice zum König.“
Und so begann das Abenteuer von Schneewittchen & Alice, die sich so gar nicht leiden konnten!


Rezension

Ein Mädchen mit Haaren, so weiß wie der Schnee, und Augen, so rot wie Blut … sie bekam den Namen Schneewittchen. Doch selten wird sie so genannt, denn wegen ihres Äußeren wird sie als Dämon oder Monster bezeichnet und immer wieder gehänselt und schikaniert. Trotzdem gibt sie nicht auf und glaubt weiterhin, wenn sie sich nur genug anstrengt, werden die Menschen sie irgendwann mögen. Nur einer scheint sie zu verstehen, ihr Freund, der sich Spiegel nennt. Dieser ist der Meinung, Schneewittchen sollte sich mal wehren, doch das möchte sie auf keinen Fall.

Als er ihr Leid nicht mehr länger mit ansehen kann, entführt er sie kurzerhand in eine andere Welt namens Spiegelland. Dort lässt er sie einfach zurück mit den Worten: „Wenn du zurück in deine Welt willst, mach Alice zum König.“ Besagten Alice trifft sie sehr schnell, allerdings benimmt er sich ihr gegenüber schrecklich. Er wirft ihr vor, sie wäre eine Komplizin des weißen Hasen und möchte sie töten! Als nächstes beschuldigt er sie, gemeinsame Sache mit dem roten König zu machen. Als ihm klar wird, dass sie keinen dieser Personen kennt, entschließt er sich, sie bei sich auf zunehmen. Auch, weil sie einen Namen trägt, was in dieser Welt offenbar etwas Besonderes ist.

Schneewittchen erfährt, dass es in dieser Welt zwei Könige gibt: Alice und den roten König. Seit über 100 Jahren gibt es alle zehn Jahre einen Kampf zwischen den beiden, der Sieger wird für zehn Jahre zum König von Spiegelland. Alice hat nun aber schon seit mehreren dieser Perioden seine Kämpfe verloren. Noch kann Schneewittchen das alles nicht so recht glauben, alle hier sollen so alt sein? Und wieso sollte man gerade diesen gemeinen Alice als König haben wollen? Was hat sich Spiegel nur dabei gedacht?

„Snow White & Alice“ ist das erste Werk von Pepu, was man auch deutlich sieht. Es wirkt alles noch sehr unausgereift und bemüht. Der Mix der beiden Märchen ist nicht gut gelungen. Zu Beginn des ersten Bandes ist es eine reine Schneewittchen-Geschichte, im zweiten Teil wechselt es dann komplett zur Alice-Geschichte. Für den Verlauf der Story scheint es nicht nötig gewesen zu sein, dass hier mehrere Märchen herhalten mussten. Aber eventuell ändert sich das in den folgenden Bänden noch …
Die Charaktere dürfen im ersten Band nicht wirklich etwas lernen. Sie stagnieren und werfen sich immer wieder dieselben Dinge an den Kopf. Anfangs akzeptiert Schneewittchen einfach alles, fast ohne irgendetwas zu hinterfragen. Erst am Ende des ersten Bandes fällt ihr plötzlich ein, dass das ja auch nur ein Traum sein könnte. So spät wirkt das aber wieder sehr unrealistisch. Zumal sie diesen Gedanken auch sehr schnell wieder vergisst. Sie beschwert sich immer, wie gemein Alice zu ihr ist, andererseits beleidigt sie ihn auch immer wieder, als wäre ihr das gar nicht bewusst.

Nebencharaktere werden ohne weitere Erklärungen eingestreut und stiften mehr Verwirrung, als dass sie die Story voranbringen. Sobald mehr als zwei Personen auftreten, bricht das Chaos aus. Die Seiten sind sehr überfüllt, man weiß nicht immer welches Panel oder welche Sprechblase man zuerst lesen soll und oft kann nicht sicher gedeutet werden, was man gerade sieht. Die Charaktere sehen auch allgemein etwas seltsam aus. Die Arme und Beine sind sehr dünn geraten. Aber trotzdem haben die Charaktere sehr unterschiedliche Designs erhalten. Selbst die Nebencharaktere kann man gut auseinanderhalten. Auch wenn sich keiner von ihnen als schön gezeichnet beschreiben lässt.


Fazit

„Snow White & Alice“ ist ein Erstlingswerk, das die Leser mit sehr vollen Seiten begrüßt. Wer sich aber durchkämpft, kann auf einige Witze im Zusammenspiel der Charaktere stoßen und erfährt einige Überraschungen, die in den folgenden Bänden aufgeklärt werden sollten.


Pro & Contra

+ humorvolle Geschichte
+ Storyentwicklung in den folgenden Bänden
+ Charaktere mit Wiedererkennungswert

- überfüllte Seiten
- verwirrender Panelaufbau
- stagnierende Charaktere
- ausbaufähige Zeichnungen

Bewertung

Handlung: 2,5/5
Charaktere: 2,5/5
Zeichnungen: 1,5/5
Lesespaß: 2,5/5
Preis/Leistung: 2,5/5

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 22. November 2015
 

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