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Dusk Maiden of Amnesia (Maybe)
Geschrieben von Judith
Dienstag, der 01. Dezember 2015

dusk maiden of amnesia

KAZÉ (November 2015)
Originaltitel: Tasogare Otome x Amnesia
Taschenbuch, 178 Seiten, 6,95 EUR
ISBN: 978-2-88921-676-5

Genre: Mystery


Klappentext

Um alte, ungenutzte Gebäude ranken sich sehr oft Geistergeschichten. Nichts Neues, denkt sich Teiichi, während er seine Schule erkundet. Als er dabei plötzlich dem Geist eines toten Mädchens begegnet, ist er - nun ja - überrascht. Das Geistermädchen Yuko ist darüber hinaus weder durchsichtig noch angestaubt. Ganz im Gegenteil: Sexy und verführerisch ist sie. Die Erinnerung an ihren Tod hat sie jedoch verloren und ist seitdem in der Schule, dem Ort ihres Dahinscheidens, gefangen. Zusammen machen sich die beiden daran, das Rätsel um Yukos Vergangenheit zu lüften.


Rezension

An der Seikyo-Schule kursieren allerhand Gerüchte über Poltergeister und seltsame Vorgänge in den ungenutzten Gebäuden auf dem Gelände. Teiichi glaubt nicht an Geistergeschichten und erkundet die verlassenen Räume, als ihm die hübsche und irgendwie unheimliche Yuko begegnet. Sie behauptet, ein Geist zu sein, was ihr Teiichi zunächst nicht abnimmt, da er sie berühren kann und sie einen warmen Körper hat. Doch dann stellt er zu seiner Überraschung fest, dass die anderen Schüler Yuko nicht sehen können. Teiichis Interesse ist geweckt und er erklärt sich bereit, gemeinsam mit Yuko das Geheimnis um ihren Tod zu lüften, da sie sich daran nicht erinnern kann …

„Dusk Maiden of Amnesia“ wird als mysteriöse Lovestory angepriesen, wovon man im ersten Band noch nicht viel bemerkt. Teiichi ist eher peinlich berührt, wenn er Yukos üppigen Körper betrachtet und weiß nicht, wie er auf ihre Annäherungsversuche reagieren soll. Yuko macht sich einen Spaß daraus und zieht ihn auf, wenn er sie versehentlich berührt. Das Kennenlernen der beiden fällt recht knapp aus und Teiichi, der eigentlich nicht wirklich an Spukgeschichten glaubt, nimmt erstaunlich schnell hin, dass Yuko ein Geist ist. Zudem überlässt er meist Yuko das Kommando und macht dadurch einen eher passiven Eindruck. Yuko dagegen wirkt aufreizend und lebendig, auch wenn sie manchmal ziemlich finster aussieht. Sie ärgert Teiichi ständig und scheint nichts ernst zu nehmen, doch sie hat auch eine nachdenkliche und traurige Seite.

Vor allem versucht Yuko, auch wenn sie ein Geist ist, wie eine normale Schülerin zu leben. Dazu gehört für sie auch die Zugehörigkeit zu einem Klub, also gründet sie spontan die „Abteilung für Paranormales“ mit ihr und Teiichi als einzigen Mitgliedern. Prompt wendet sich die erste Schülerin an Teiichi, die glaubt, dass sie von einem bösen Geist gejagt wird. In der Schule soll es außerdem einen Aufzug geben, den eigentlich niemand mehr benutzt und der sich trotzdem ab und an bewegt. Und dann verwüstet auch noch ein Poltergeist ganze Klassenzimmer, wobei sich letzterer als ganz real herausstellt. Yuko und Teiichi gehen all diesen Phänomenen nach, wobei sie den Schülern meist durch kleine Inszenierungen helfen können. Dem Geheimnis um Yukos Vergangenheit kommen sie dabei allerdings nicht näher.

Die paranormalen Phänomene in „Dusk Maiden of Amnesia“  sind – abgesehen von Yuko, die tatsächlich ein Geist zu sein scheint – meistens gar nicht so mysteriös, sondern begründen sich in der Kraft der Einbildung. Da sich auf dem Schulgelände viele alte, ungenutzte Gebäude befinden, entstehen in der Schülerhaft haufenweise unheimliche Gerüchte über Geister und Dämonen. Manche lachen darüber, andere nehmen diese Geschichten so ernst, dass ihre Phantasie ihnen dunkle Streiche spielt und sie Dinge sehen, die es gar nicht gibt. Damit hebt sich „Dusk Maiden of Amnesia“ etwas von anderen Mystery-Manga ab, allerdings wirkt der erste Band noch ziemlich ungeschliffen.

Dieser Eindruck spiegelt sich auch in den Zeichnungen wieder, die zwar einen gewissen Wiedererkennungswert besitzen und die düstere Atmosphäre mit viel Schwarz unterstützen, aber noch nicht ganz überzeugen. Beispielsweise sieht ein Mädchen Yuko in manchen Panels zum Verwechseln ähnlich, was Verwirrung stiftet. Teiichi trägt manchmal eine Brille und manchmal nicht und wenn er sie trägt, ist sie nicht auf allen Panels gut zu erkennen. Der etwas schroffe und leicht skizzenhafte Stil passt allerdings gut zum unheimlichen Inhalt, auch wenn er nicht unbedingt „schön“ ist. Zum Manga gibt es übrigens eine 13-teilige Animeserie, die ebenfalls bei KAZÉ erscheint.


Fazit

Nach recht schwachen Einstiegskapiteln wartet „Dusk Maiden of Amnesia“ mit unheimlichen Begebenheiten auf, die sehr geschickt aufgelöst werden und bei denen Teiichi und Yuko zeigen können, wie gut sich ihre ganz unterschiedlichen Charaktere ergänzen. Von der angepriesenen Lovestory spürt man noch wenig, allerdings ist das Geplänkel der beiden vorerst unterhaltsam genug.  


Pro & Contra

+ paranormale Phänomene mit realer Grundlage
+ Teiichi und Yuko ergänzen sich gut
+ Geheimnis um Yukos Tod
+ düstere Atmosphäre
+ Comedyelemente zur Auflockerung
+ schroffer, kontrastreicher Zeichenstil

- das Kennenlernen zwischen Teiichi und Yuko fällt sehr knapp aus
- der erste Band wirkt noch ungeschliffen
- Charaktere manchmal nicht gut zu erkennen

Wertung: sterne3.5

Handlung: 3/5
Charaktere: 3,5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 3,5/5


Rezension zu "Dusk Maiden of Amnesia" Volume 1 (Anime)

 

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 15. Januar 2016
 

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