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Der Marsianer (Andy Weir)
Geschrieben von Dennis
Mittwoch, der 16. Dezember 2015

Heyne Verlag (September 2015)
Taschenbuch, 512 Seiten, € 8,99
ISBN: 978-3453316911

Genre: Science-Fiction


Klappentext

Der Astronaut Mark Watney war auf dem besten Weg, eine lebende Legende zu werden: Als einer der ersten Menschen in der Geschichte der Raumfahrt betritt er den Mars. Nun, sechs Tage später, ist Mark auf dem besten Weg, der erste Mensch zu werden, der auf dem Mars sterben wird: Bei einer Expedition auf dem Roten Planeten gerät er in einen Sandsturm, und als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Ausrüstung. Ohne Nahrung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Es ist der Beginn eines spektakulären Überlebenskampfes ...


Rezension

Es scheint fast, als wolle Weir uns mit „Der Marsianer“ aus unserer Ernüchterung reißen: Das Spaceshuttle-Programm der USA eingestellt, der Ausbau der ISS stagniert – eine gewisse Verdrossenheit über die bemannte Raumfahrt hat sich in den letzten Jahren breitgemacht. Diese Verdrossenheit wischt Weir mit seinem Blockbuster von einem Roman nun hinfort. Denn dieser Roman – dessen wird man sich im Verlaufe der Lektüre immer bewusster – muss wahrscheinlich als Meilenstein der realitäts- und zukunftsnahen Science-Fiction gelten. Dass die Verfilmung bereits wenige Monate nach Erscheinen des Buches zu sehen ist, darf man zwar nicht unbedingt als Qualitätsmerkmal werten - es spricht aber dennoch meist für eine packende und actionreiche Story. So auch hier. Das recht radikale Erzählkonzept lässt konsequent alle anderen Elemente der Geschichte zu Gunsten der Handlung in den Hintergrund treten; interessant hierbei ist, dass „Der Marsianer“ auch gar nichts anderes nötig hat als eine kompromisslos vorangetriebene Handlung, die kaum Atem lässt für Charakterentwicklung oder gar dafür, die Implikationen der Tatsache auszukosten, dass es die Menschen schlussendlich auf den Mars geschafft haben. Das wäre unnützer Ballast: Ähnlich einer Raumkapsel hat Weir jeglichen unnützen Ballast abgeworfen und so die Geschichte auf die pure Schilderung jener unglaublichen Ereignisse reduziert, die Mark Watney auf dem Roten Planeten erwarten: Einer auf den Kern einer klassischen Abenteuererzählung reduzierten Geschichte, die beispielsweise auf einer einsamen Insel genauso funktionieren würde - bis auf die Tatsache, dass sie auf dem Mars einfach ungleich cooler ist.

Hierfür wählt er über weite Strecken eine tagebuchartige Erzählform, die sich dem Kontext entsprechend natürlich in einem Logbuch manifestiert. Auf diese Weise bekommt der Leser sehr schnell einen Draht zum Protagonisten – einem geradlinigen und ehrbaren Amerikaner, der zwar nicht unbedingt durch charakterliche Tiefe glänzt, sich dafür aber mit seiner pragmatischen und anpackenden Art und – nicht zuletzt – einer gehörigen Portion bissigen (Galgen-)Humors als eine Art furioser Reiseleiter durch eine Welt zwischen Abenteuer und purem Überlebenskampf präsentiert.

Diesen Überlebenskampf schildert Weir mit selten erlebter Intensität – mit diabolischem Vergnügen wirft er Mark Watney ein ums andere Mal tödliche Gefahren entgegen. Als Leser beobachtet man dabei mit Staunen, wie dieser sich mit den wenigen Hilfsmitteln, die er noch hat, die faszinierendsten Lösungen ausdenkt. Ob er Wasser aus verschiedenen Chemikalien herstellt, Nahrungsmittel produziert oder gar eine Odyssee in einem Marsrover beginnt; Mark Watney ist der Robinson Crusoe unter den Ingenieuren. Wie er es schafft, mit Grips und Schraubenschlüssel dem Mars zu trotzen ist ganz großes Kino. Und auch handwerklich ähnelt der Roman eher einem Blockbuster; geradlinige Handlung lässt die Seiten nur so vorbeifliegen.


Fazit

„Der Marsianer“ ist ein spannender Pageturner mit vielen kreativen, verblüffenden Ideen, den man kaum aus der Hand legen kann.


Wertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 3/5
Lesespaße: 5/5
Preis/Leistung: 4,5/5

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 16. Dezember 2015
 

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