Montag, 26. Juni 2017

Gewinnspiel

Phantast (Download)

Phantast 17

Neueste Kommentare

Aus aktuellem Anlass: Bitte sendet Eure Antworten via eMail an info@literatopia.de! Bitte nicht unter ...

Weiterlesen...

Anfangs konnte ich garnicht erwarten das Buch zu lesen. Doch als ich das erste Kapitel las, war ...

Weiterlesen...

Ach was, endlich ein neuer Thriller von Wulf Dorn! Wurde ja auch wirklich Zeit, ich freu mich ...

Weiterlesen...

wie viele bücher hat er geschrieben
Guten Tag, haben Sie noch weitere Termine für Lesungen mit Heinrich Steinfest? Wir haben GROSSES ...

Weiterlesen...

Touch of Pain (Kano Miyamoto)
Geschrieben von Katja
Montag, der 04. Januar 2016

Carlsen (August 2015)
ca. 190 Seiten, 6,95 EUR
ISBN: 978-3-551-78587-9

Genre: Shonen-Ai


Klappentext

Kei Yagisawas Liebesbarometer steht auf Minusgraden, das Klima für Liebe ist eisig und Flirtstimmung kommt nicht auf… Dich dann trifft er den gut aussehenden Autoren Subaru und vielleicht entwickelt sich ja aus einer geschäftlichen Beziehung etwas Intimeres?
Oder wird der schöne Mann alte Wunden der Vergangenheit aufreißen? Der neue Boys-Love-Einzelband von Kano Miyamoto!


Rezension

Kei Yagisawa arbeitet für einen Verlag. Im Beruf läuft es gut, bei seinem Liebesleben kann er das nicht gerade behaupten. Er hatte bisher immer nur Pech, so auch aktuell. Er ist in einer heimlichen Beziehung mit seinem Chef, der seine Frau betrügt. Kei versucht immer wieder es zu beenden, landet aber doch wieder bei ihm. Doch heute beschließt er, dass er so nicht glücklich werden kann. Er beendet das Verhältnis und möchte es dieses Mal auch dabei belassen. Zum Glück stört das die weitere Zusammenarbeit nicht. Kei soll einen neuen Autor kennen lernen und wird ab sofort für diesen zuständig sein. Offenbar hat dieser ihn sogar selbst angefordert. Noch denkt sich Kei dabei nichts. Bis sein Gegenüber ihn am Ende des Abends in seine Wohnung einlädt.

Kei hat eigentlich kein Interesse, doch sein Gegenüber weiß einige intime Details über Keis Leben und so geht er aus Neugierde mit. Schnell wird klar, sein Gegenüber hat nur ein Ziel, er möchte Kei ins Bett bekommen, was ihm auch gelingt. Erst danach offenbart er ihm, wer er ist: Subaru Nakayama. Keis erster Freund war Wataru Nakayama, der ältere Bruder von Subaru. Die Beziehung war mies, Wataru verletzte Kei seelisch und körperlich. So lernten sich Subaru und Kei kennen, die gemeinsam unter dem brutalen Wataru zu leiden hatten. Subaru hatte sich damals in Kei verliebt, aber wie sah es mit dessen Gefühlen aus? Das ist nun zwölf Jahre her und endlich haben sie sich wieder gefunden. Doch was löst das bei Kei aus? Die Erinnerung an die Zeit von damals, die er verdrängen wollte?

„Touch of Pain“ ist ein weiteres Werk der Zeichnerin von „Mann ohne Liebe“ und „Vanilla Star“. Auf sehr dramatische Weise wird die Vergangenheit und Gegenwart von Kei und Subaru beleuchtet. Stückchenweise erfährt der Leser immer mehr darüber, wie sie sich kennen gelernt haben und was damals vorgefallen ist. Ein bisschen verwirrend ist anfangs, dass dabei auch die Perspektive wechselt. Es ist aber sehr gut zu erkennen wann es sich um Erinnerungen an die Vergangenheit handelt und wann es die Gegenwart ist. Auch die Charaktere sind gut zu erkennen, trotz, dass sie erwachsener werden durften.

Die Charaktere wurden während der Story gut aufgebaut und es wirkt nachvollziehbar, warum sie wie beschrieben handeln. Für Watarus Verhalten gibt es zwar keine konkrete Erklärung, das ist aber auch gar nicht nötig in der Geschichte. Sogar die Liebe der beiden, die sich sehr schnell zu entwickeln scheint, ist nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass sie eigentlich bereits vor zwölf Jahren begonnen hatte. Was den Lesefluss allerdings etwas stört, sind die Übersetzungsfehler, die sich doch häufen. Da werden sogar mal die falschen Namen benutzt oder der Handlungsort wird plötzlich geändert. Diese Fehler sorgen teilweise für Verwirrung, bis einem klar wird, dass das nicht richtig sein kann.

Leider sind auch die Zeichnungen teilweise fehlerhaft. So wird ein Pullover plötzlich am Kragen so weit runtergezogen, dass der komplette Bauch zu sehen ist, ohne dass das Kleidungsstück dabei kaputt geht. Und auch die Vereinigung der beiden wirkt anatomisch unmöglich in den Haltungen, in denen sie gezeichnet wurden. Dennoch sind die Zeichnungen gewohnt sauber, aber einfach gehalten. Nebencharaktere tauchen fast gar nicht auf. Und Hintergrunde wurden nur ganz spärlich eingesetzt. Teilweise kommt es vor, dass man nicht ganz sicher weiß, was man gerade sieht, im Großen und Ganzen stören die Zeichnungen den Lesefluss aber nicht.


Fazit

„Touch of Pain“ ist ein weiteres gut gelungenes Werk von Kano Miyamoto mit einer sehr ernsten, dramatischen und auch schönen Liebesgeschichte. Wer sich dabei nicht von ein paar Fehlern in Zeichnungen und Übersetzungen ablenken lässt, kann die Story und die Entwicklungen der Charaktere genießen.


Pro & Contra

+ dramatische Geschichte
+ guter Storyaufbau
+ überzeugende Charaktere
+ saubere Zeichnungen

- fehlerhafte Übersetzungen
- teilweise verwirrende Zeichnungen

Bewertung

Handlung: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Zeichnungen: 3/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 3,5/5


Rezension zu "Mann ohne Liebe"

Rezension zu "Vanilla Star"

Rezension zu "Sleeping Moon"

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, der 05. Januar 2016
 

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren