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The MasterMind Files (Kazuo Gomi / Yoshiki Tanaka / Mitsuhiro Mizuno)
Geschrieben von Katja
Samstag, der 09. Januar 2016

Egmont Manga (Mai 2015)
ca. 190 Seiten, 6,50 EUR
ISBN: 978-3-7704-8624-3

Genre: Mystery


Klappentext

Als Kind erkrankte Kei schwer und sein Vater implantierte ihm einen Ultra-Computer ins Gehirn – es war die letzte Chance, den Kleinen zu retten! Heute ist Kei 17 und verfügt über die außerordentliche Gabe, jeden auch noch so rätselhaften und verzwickten Kriminalfall lösen zu können.
Wie kann es sein, dass Menschen nach dem Hören einer „Melodie des Fluchs“ sterben, und warum findet ein Gamer in der Wirklichkeit den gleichen Tod wie im Spiel …?


Rezension

Als Kind war Kei schwer krank und dem Tode nahe. In seiner Verzweiflung implantierte sein Vater ihm einen Ultra-Computer ins Gehirn und rettete ihm damit das Leben. Heute ist Kei 17 Jahre alt und nutzt diesen Computer, um scheinbar unlösbare Kriminalfälle aufzulösen. So wird er von einem befreundeten Hauptkommissar zu einem Tatort gerufen. Schon länger gibt es das Gerücht von einer Todesmusik. Wer diese hört, stirbt. Nun wird die Leiche des Erfinders dieser Musik gefunden und offenbar hat er sein eigenes Werk gehört, bevor er scheinbar durch einen Unfall ums Leben kam. Kei aber erkennt sehr schnell die vielen Ungereimtheiten an diesem Tatort und versucht stückchenweise den Fall zu lösen und auch die ermittelnden Polizisten davon zu überzeugen. In einem anderen Fall geht es um einen Gamer, der auf dieselbe Weise gestorben ist, wie seine Figur im Spiel. Hat er dieses Ende selbst herbeigeführt oder wurde dieser Mord perfekt inszeniert?

„The MasterMind Files“ erinnert im ersten Moment doch stark an „Detektiv Conan“, ein Oberschüler, der gerufen wird, wenn die Polizei vollkommen ratlos ist und im Handumdrehen jeden Fall löst. Mit dem großen Unterschied, dass ganz klar gesagt wird, warum Kei so viel besser ist als die Polizisten. Nur dank des Ultra-Computers in seinem Gehirn ist er dazu in der Lage. Seine Umgebung weiß jedoch nichts von diesem Computer, daher ist es schon etwas fraglich, wieso der Hauptkommissar einfach akzeptiert, dass ein 17-jähriger Schüler so viel mehr weiß als er. Da ist ein anderer Kommissar schon glaubhafter, da dieser Kei immer wieder in Frage stellt. Auch wenn er dabei meist sehr voreilig ist.

Im ersten Band ist noch unklar, ob es noch eine richtige Story geben wird, oder ob einfach nur ein Kriminalfall nach dem nächsten aneinandergereiht und gelöst wird. Interessant sind die Zusatzinformationen, mit denen der Leser zwischen den Kapiteln versorgt wird. Hierin werden echte Zusammenhänge mit dem aktuellen Kapitel erläutert. Man erfährt anhand mehrerer Daten und wissenschaftlicher Tatsachen, wie nah ein solcher Ultra-Computer an der Realität ist, oder liest etwas über die „spontane menschliche Selbstentzündung“ zu der es tatsächlich einige Berichte gibt. Auch wenn die Morde letztendlich recht abenteuerlich abgelaufen sind und sehr konstruiert wirken, nur damit Kei seine „Fähigkeiten“ beweisen kann, kann man durch diese Hintergrundinfos schon glauben, dass etwas Ähnliches passieren könnte.

Teilweise wirken Keis Fähigkeiten jedoch sehr übertrieben. Dass er eine gute Beobachtungsgabe hat, ist nachvollziehbar, aber dass er anhand eines Blickes erkennt ob es sich bei Benzin zweimal um genau dasselbe Benzin handelt, ist dann doch etwas übertrieben.
Da es aber bisher keine richtige Story gibt, gibt es auch keine echte Entwicklung bei den Charakteren. Die Mitschülerin, die Kei immer wieder begleitet, scheint zum Ende des ersten Bandes ihre Gefühle zu entdecken, doch ob das ausreicht, um mehr als die Kriminalfälle in die Bände zu bringen, bleibt abzuwarten.

Die Zeichnungen sind sehr gut gelungen, leider aber oft recht klein. Kei hat ein großes Wissen und dieses teilt er großzügig, wodurch der Manga sehr von großen Sprechblasen dominiert wird. Dafür müssen dann die Bilder weichen beziehungsweise schrumpfen. Hintergründe sind trotzdem sehr detailliert dargestellt, was man nur leider nicht immer erkennen kann. Auch Keis Scans sind sehr detailliert. Der Leser muss sich aber doch meistens auf Keis Ausführungen verlassen, um zu erfahren, was man auf dem Scan hätte sehen sollen.


Fazit

„The MasterMind Files“ ist ein sehr interessanter Manga voll spannender Kriminalfälle und abenteuerlichen Konstruktionen durch die der Mörder seine Tat begehen konnte. Man erhält viele Hintergrundinformationen und kann mit Kei mit rätseln.


Pro & Contra

+ interessante Idee der Umsetzung
+ abenteuerliche Fälle
+ detaillierte Zeichnungen

- fehlende Story
- konstruierte Beweisführungen
- kleine, unübersichtliche Zeichnungen

Bewertung

Handlung: 3/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 4,5/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 3,5/5

Zuletzt aktualisiert: Samstag, der 09. Januar 2016
 

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