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Demon Lord Camio (Chasm)
Geschrieben von Judith
Samstag, der 16. Januar 2016

Egmont Manga (März 2014)
Taschenbuch, 192 Seiten, 7,00 EUR
ISBN: 978-3770480425

Genre: Dark Fantasy / Humor


Klappentext

Der quirlige Dämonenlord Camio verschafft sich unerlaubt Zugang zur Erde. Sein Ziel: einen Großmeister der Dämonenbeschwörung finden, um mit dessen Hilfe seinen Bruder Belial aus dem Höllenverlies zu befreien. Doch dabei setzt der kleine Chaot Ereignisse in Gang, die rasch die gesamte kosmische Ordnung ins Wanken bringen. Schon bald sind Himmel und Hölle in Aufruhr und schicken ihren Abgesandten, um Camio und seine Gefährten zur Strecke zu bringen…


Rezension

Lord Camio will endlich Dämonenkönig werden. Der schnellste Weg dorthin führt über seinen finsteren Bruder Belial, der allerdings im Höllenverlies eingesperrt ist. Um ihn zu befreien, muss Camio erst einmal aus der Unterwelt ausbrechen und dann auch noch einen Großmeister der Dämonenbeschwörung finden, der selbst einen so mächtigen Dämon wie Belial beschwören kann. Der einzige Kandidat dafür ist allerdings ein dicker Teenager, der zwar die passende Literatur besitzt, aber Belial nicht befreien kann. Da hat der Nerd die Idee, eine befreundete Hexe aus dem Internet aufzusuchen. Camio ahnt da noch nicht, dass die seltsamen Menschen ihm dabei helfen werden, die Welt ins Chaos zu stürzen …

„Demon Lord Camio“ ist ein humorvoller Dämonenmanga mit einem überdrehten und rotzfrechen Dämonenlord als Protagonist. Camio ist verwöhnt und gibt gern Befehle, allerdings ist seine Macht im Vergleich zu der seines Bruders gering. Und im Gegensatz zu allen anderen Dämonen, die aus dem Himmel verbannt wurden, kann sich Camio an die Zeit vor dem Fall nicht erinnern. Beim Sturz ist er nämlich auf den Kopf geknallt. Trotz seiner Arroganz und seinem ambitionierten Ziel, Dämonenkönig zu werden, steckt auch etwas Anstand in Camio. Er schätzt das Leben auf der Erde und will nicht, dass Mensch und Tier zwischen den Fronten eines Krieges zwischen Engel und Dämonen zerrieben werden.

Camio zur Seite steht seine Leibwächterin Avaria, die keine Gelegenheit auslässt, den gedankenlosen Dämonenlord zu kritisieren. Sie dient ihm zwar, hat aber offensichtlich keinen Spaß daran und akzeptiert ihre Rolle nur, weil sie ebenfalls Belial befreien will. Zwischen ihr und Camio kommt es regelmäßig zu Wortgefechten, bei denen Camio glaubt, Recht zu haben und Avaria irgendwann resigniert den Kopf schüttelt. Terry ist ein dicker Nerd, der in der realen Welt keinen Anschluss findet und sich im Internet als großer Hexenmeister ausgibt. Er führt Camio zu Ursula, die ganz verrückt nach der Hölle ist und unbedingt die Dienerin eines Dämons werden will. Letztlich ist sie aber erschrocken darüber, worauf sie sich mit Camio eingelassen hat.

Der Manga lebt von witzigen Dialogen und seinen überzeichneten Charakteren, die zusammen eine sehr bunte und unterhaltsame Truppe bilden. Anfangs sieht alles nach absoluter Unfähigkeit aus, doch dann zeigen Terry und Ursula, was in ihnen steckt und verhelfen Camio zum absoluten Chaos. Der selbstsüchtige Dämonenlord hat sich nämlich keinerlei Gedanken darum gemacht, welche Konsequenzen die Befreiung Belials nach sich zieht. Schließlich wurde dieser nicht umsonst von seinen eigenen Leuten eingesperrt. Durch Camios Gedankenlosigkeit hat das Autorenduo Chasm (Marika Herzog und Michel Decomain) jedenfalls genug Stoff für die weiteren Bände.

Marika Herzogs Zeichenstil besitzt einen hohen Wiedererkennungswert, allerdings erscheinen einzelne Panels etwas schief. Dafür glänzt „Demon Lord Camio“ mit einer Fülle an Details, vor allem was Kleidung und Styling der Charaktere betrifft. Einer sieht flippiger aus als der andere, nur der übergewichtige Terry fällt mir seinem schlichten Looseroutfit aus dem Rahmen. Das Maskottchen des Manga ist ein Skeletthündchen, bei dem man nicht weiß, ob es einem leidtun oder ob man es süß finden soll.


Fazit

„Demon Lord Camio“ ist ein sehr unterhaltsamer, düsterer Fantasymanga mit überzeichneten Charakteren und einem coolen, detailverliebten Zeichenstil. Zwischen den spritzigen Dialogen schimmert hin und wieder der Ernst der Lage durch, womit die Spannung bis zum Ende garantiert ist. Hier und da vielleicht etwas übertrieben, aber insgesamt ein gelungener Mix aus Humor und Dämonenkunde.


Pro & Contra

+ Camio als überdrehter, arroganter Dämonenlord
+ skurrile, überzeichnete Charaktere
+ interessante Hintergrundgeschichte
+ gelungener Mix aus Dark Fantasy und Humor
+ cooler Zeichenstil mit Wiedererkennungswert

- hier und da etwas drüber
- Zeichnungen ab und an etwas schief

Wertung: sterne4

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 3,5/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 3/5


Interview mit Marika Herzog und Michel Decomain (Chasm)

Zuletzt aktualisiert: Samstag, der 16. Januar 2016
 

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