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Gotham Central Bd.2 - Doppeltes Spiel (Greg Rucka, Michael Lark)
Geschrieben von Markus
Dienstag, der 19. Januar 2016

Verlag: Panini; (Dezember 2015)
Softcover: 172 Seiten; 16,99 €
ISBN-13: 978-3957984845

Genre: Krimi/ Thriller


Klappentext

Der preisgekrönte Krimi-Comic

Renee Montoya ist eine der besten Polizistinnen von Gotham, jener Stadt, in der sich der maskierte Vigilant Batman einen immerwährenden Kampf gegen irre Superverbrecher wie Two-Face liefert. Montoya, ihr Dienstpartner Detective Cris Allen und die anderen Cops des Gotham City Police Departments stehen zwischen den Fronten dieses Krieges. Dann gerät Montoya auch noch ins Visier der „Abteilung für innere Angelegenheiten“, während ein freigesprochener Vergewaltiger Jagd aus sie macht. Doch das alles ist nur Teil eines teuflischen Intrigenspiels...

Der zweite Band des herausragenden, mit dem Eisner und dem Harvey Award ausgezeichneten Cop-Dramas aus Batmans düsterer Welt, geschrieben von Top-Autor Greg Rucka (Punisher) und gezeichnet von Michael Lark (Winter Soldier) und anderen.


Rezension

Der Blick auf die Polizei Gothams geht mit Doppeltes Spiel weiter. Der erste Band Gotham Centrals ist einer der besten Krimicomics und damit müsste es im Prinzip sehr schwer sein, ihn zu übertreffen. Greg Rucka als Autor hat sich dieser Aufgabe angenommen und Michael Lark als Zeichner kümmerte sich um die zeichnerische Umsetzung seiner Geschichte. Neben den Heften von Gotham Central sind in Doppeltes Spiel zwei andere Hefte enthalten, Detective Comics 747 und Batman Chronicles 16. Beide enthalten wichtige Storydetails für Doppeltes Spiel, welches aber ebenso ohne sie zu kennen, gelesen werden kann.

Gotham nach Niemandsland. Chaos herrscht in der Stadt. Verbrecher ziehen durch die Straßen. In all diesem Chaos macht Renee Montoya eine überraschende Entdeckung. Two-Face hilft den Menschen und begibt sich immer wieder in Gefahr dafür. Als Batman ihn zurück ins Gefängnis bringen will, hält Renee ihn auf und übernimmt die Verantwortung für ihn. Einige Zeit später führt Dent ein seltsames Telefongespräch. Wie sich herausstellt, hat es mit Renee Montoya zu tun, die an diesem Tag Geburtstag hat und Dent am Ende des Tages im Gefängnis besucht. Ein Umstand, der wichtig werden wird. Nicht nur, dass sie Dent damit eine Freude gemacht hat, sondern auch Bruce Wayne, der Two-Face einst zu seinen besten Freunden zählte.
Viel Zeit später erhält Renee eine Vorladung. Marty Lipari, ein freigesprochener Vergewaltiger, der bei seiner Festnahme versuchte Montoya zu töten, verklagt sie nun wegen Körperverletzung auf zehn Millionen Dollar. Aber das ist erst der Anfang.Lipari hat einen Privatdetektiv angeheuert, der sie ständig beobachtet, und auch etwas findet, um sie in die Ecke zu treiben. Renee ist lesbisch und der erste augenscheinliche Schritt von Liparis Rache ist es, ein Foto von ihr und ihrer Geliebten an die Öffentlichkeit zu bringen. Anschließend geht es Schlag auf Schlag. Der Detektiv Brian Selker wird ermordet, Lipari nach einem Streit mit Renee erschossen aufgefunden und die Tatwafffe ist eindeutig Renees. Plötzlich sieht sie sich einer Mordanklage gegenüber und nur Chris Allen und am Ende Batman können ihr noch helfen.

Tiefgründig und verschachtelt ist die Geschichte von Doppeltes Spiel und setzt vor allem auf eins: Seinen Hauptcharakter Renee Montoya. Selten zuvor wurde in einem vermeindlichen US-Superheldencomic eine Figur derart genau gezeichnet und mit extremer Tiefe versehen. Renees Liebesbeziehung ist nicht nur Mittel zum Zweck, sondern ein wichtiger Bestandteil ihrer Person. Man merkt, dass sich Greg Rucka bewusst dazu entschieden hat, sie als lesbisch zu zeigen und nicht nur um des Effekts willen sie so zu zeichnen. Denn er zeigt, welche Konsequenzen dies für Renee Montoya in einer Welt hat, die von mehr oder wenigen konservativen Männern bestimmt wird. So erfährt sie zusätzliches Leid, aber findet ebenso heraus, wer ihr wirklich ein Freund ist, wie z.B. ihr Partner Chris Allen. Auch er wird mit vielen Facetten gezeigt und vor allem seine Treue und sein unbedingter Willen Renee zu helfen. Er ist ein aufrechter Mensch in einer Welt der Dunkelheit. Selbst Lipari wird etwas näher gezeigt und Harvey Dent ist sowieso immer interessant, da nie klar ist, was er als nächstes tun wird. Um all diese Figuren entwickelt sich eine spannende Handlung, die vielleicht so nicht ganz neu ist, schließlich wird das Motiv der unter Verdacht stehenden Polizistin gerne genutzt, aber die Umsetzung macht es eben aus. Und die ist Greg Rucka wirklich außergewöhnlich gut gelungen. Da er sich auf seine Hauptfigur konzentriert, entwickelt sich alles um sie herum und lässt den Leser auf die Weise mit ihr mitfühlen. Teilweise ist es fast kammerspielartig, was sich auf den Seiten entfaltet. Harvey und Batman fügen sich dieses Mal noch weit besser ein als bei In Erfüllung der Pflicht und dominieren die Geschichte nicht. Das Ende rundet Renee Montoyas Geschichte ab und sorgt für einen intensiven Moment abseits der Krimihandlung.

Michael Lark ist erneut Greg Ruckas kongenialer Partner. Dunkel und grob sind seine Zeichnungen und versinnbildlichen die Hoffnungslosigkeit in der Renee steckt. Alles ist in dunklen Farben gehalten und zeigt die trostlosen Seiten Gothams. In Doppeltes Spiel dominieren die Schatten und es existieren nur wenige Lichtblicke.


Fazit

Gotham Central – In Erfüllung der Pflicht hat die Messlatte sehr hoch gelegt und Doppeltes Spiel nimmt sie locker. Das Intrigenspiel um Renee Montoya ist einer der besten Krimis, die es zu lesen gibt. Spannend, hart und raffiniert und mit einem perfekten Schluss, vergisst Rucka nicht seine Figuren und verleiht vor allem Renee außergewöhnlich viel Tiefe und macht Doppeltes Spiel damit ebenso zu einem Drama über Toleranz und Vertrauen.


Pro & Contra

+ Renee Montoya wird in all ihren Facetten gezeigt
+ spannende, überaus gut konstruierte Geschichte
+ Harvey und Batman dominieren nicht
+ die Handlung entwickelt sich aus den Figuren

Bewertung:

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 5/5


Literatopia-Links zu weiteren Bänden über Gothams Polizei:

Rezension zu Gotham Central Bd.1 - In Erfüllung der Pflicht
Rezension zu Gotham Central Bd.3 – Im Fadenkreuz des Jokers
Rezension zu Gotham Central Bd.4 – Bullocks letzter Fall
Rezension zu Gotham Central Bd.5 – Auf Freak-Patrouille
Rezension zu Gordon aus Gotham

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 19. April 2017
 

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