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Demon King Camio (Chasm)
Geschrieben von Judith
Sonntag, der 06. März 2016

Egmont Manga (Juni 2015)
Taschenbuch, 162 Seiten, 7,00 EUR
ISBN: 978-3770486175

Genre: Dark Fantasy / Humor


Klappentext

Ein Jahr bleibt noch, bis der mächtige Dämonenkönig Belial seinen Kriegszug gegen den Himmel beginnt und damit das Ende der Menschheit heraufbeschwört. Und diesmal scheint auch sein kleiner Bruder Camio keinen Aufschub mehr erkämpfen zu können. Doch die Aussicht, selbst Dämonenkönig werden zu können, stachelt Camios Ehrgeiz an. Zu dumm nur, dass dank seiner Rettungsbemühungen dabei mehr zu Bruch geht, als letztendlich vor der Zerstörung bewahrt wird ...


Rezension

In letzter Sekunde konnte Camio mit Belial aushandeln, seinen Feldzug gegen den Himmel um ein Jahr zu verschieben. Für die Menschheit ist das allerdings nur eine kleine Atempause bis zu ihrer Zerstörung, denn der Schauplatz des ultimativen Kampfes soll die Erde sein. Und Camio, der die Menschen eigentlich retten wollte, nimmt seine selbstgewählte Aufgabe nicht besonders ernst und sammelt lieber Mangas, die er als Kulturgut betrachtet. Terry hingegen, der Belial auf Camios Wunsch hin beschworen hatte, sucht verzweifelt nach einer Möglichkeit, den Krieg zwischen Engeln und Dämonen zu verhindern. Währenddessen erscheint Luzifer höchstpersönlich und schickt Camio zum Psychiater …

“Demon King Camio“ setzt die Geschichte um den motzigen Dämonenlord Camio konsequent fort. Wieder einmal steckt nicht viel hinter seiner riesigen Klappe und Camio kuscht lieber vor seinem dunklen Bruder anstatt zu überlegen, wie er ihn aufhalten kann. Da Luzifer aber sein eigentlicher Boss ist, gehorcht Camio widerwillig und lässt sich auf eine Therapie ein – schließlich behauptet der Herrscher der Unterwelt, dass in Camio ein echter Dämonenkönig steckt. Zumindest hatte er wohl das Zeug dazu, bevor er aus dem Himmel gestürzt wurde. Nun gilt es, sich an den Sturz und die Zeit davor zu erinnern, was dem Leser interessante Einblicke in Camios mysteriöse Vergangenheit beschwert.

Terry muss sich währenddessen verstecken, denn die Menschheit macht ihn für das Erscheinen der Dämonen verantwortlich – schließlich hat er Belial beschworen und wurde des Öfteren in Begleitung von Camio gesichtet! Der übergewichtige junge Mann beweist jedoch Mut, vor allem wenn es um Luna (Ursula) geht, die inzwischen als Dämonin Camios Heerscharen ausbilden soll. Terry hat sich in den Kopf gesetzt, sie vor der Unterwelt zu retten. Luna hingegen gefällt sich allmählich in der Rolle einer Dämonin. Zudem schwärmt sie für den höllisch attraktiven Luzifer.

Wie bereits der Vorgängerband nimmt sich auch „Demon Kind Camio“ nicht ganz ernst und begeistert die Leserschaft mit jeder Menge Humor und Selbstironie. Die Mangas, die Camio zu Beginn sammelt, stammen übrigens von Kollegen aus der deutschen Mangaszene – eine kleine Hommage, die zusätzliche Sympathiepunkte einbringt. Marika Herzog und Michel Decomain wissen genau, wie gute Mangas funktionieren, und setzen das mit dämonischem Charme konsequent um. Hinter dem ganzen Geplänkel steckt zudem eine spannende Mythologie, über die man in den Folgebänden mehr erfahren möchte.

Marika Herzogs Zeichenstil sticht aus der Masse heraus und überzeugt mit viel Liebe zum Detail und gelungenen SD-Einlagen. Die kantigen und teils etwas schroffen Zeichnungen passen wunderbar zur Thematik und auch die Hintergründe wurden gekonnt inszeniert. Die Dialoge lesen sich größtenteils locker und knackig, wobei manches zu umgangssprachlich klingt. Leider sieht man das Skeletthündchen nur selten – dafür gibt es einige coole Fanarts im Anhang (leider nur s/w).


Fazit

”Demon King Camio” begeistert wieder einmal mit seinem quirligen Humor und einer spannenden Mythologie, die Dämonen und Engel sehr menschlich und gleichzeitig völlig verrückt erscheinen lässt. Während Camio sein eigentliches Ziel immer wieder aus den Augen verliert, tut Terry alles, um die Menschheit vor einem schrecklichen Krieg zwischen Himmel und Hölle zu bewahren – Spannung für weitere Bände garantiert!


Pro und Contra

+ Camio ist trotz seiner rotzfrechen Art irgendwie liebenswert
+ Einblicke in Camios Vergangenheit
+ Terry beweist, was in ihm steckt
+ Luna findet Gefallen an ihren dämonischen Fähigkeiten
+ der charmante Luzifer
+ jede Menge Selbstironie
+ cooler Zeichenstil mit Wiedererkennungswert

- teilweise zu chaotisch

Wertung: sterne4

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 3/5


Interview mit Marika Herzog und Michel Decomain (Chasm)

Rezension zu "Demon Lord Camio"

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 06. März 2016
 

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