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Masterminds – Im Auge der Macht (Gordon Korman)
Geschrieben von Swantje
Freitag, der 08. Juli 2016

Beltz & Gelberg (April 2016)
Originaltitel: „Masterminds“
Übersetzer: Sandra Kuffinke, Jessika Komina
Hardcover
263 Seiten, 12,95 EUR
ISBN: 978-3-407-74594-1

Genre: Jugendbuch, Thriller (mit einem sehr dezenten Sci-Fi-Element)


Klappentext

Serenity in New Mexico: 185 Einwohner. Keine Kriminalität. Arbeit für jeden. Die perfekte Idylle! Eli kann sich nicht vorstellen, jemals irgendwo anders zu leben. Bis zu dem Tag, als er die Stadtgrenze überquert und aus heiterem Himmel unter Schmerzen zusammenbricht. Wer hindert Eli daran, die Stadt zu verlassen und wieso? Serenity entpuppt sich als perfides Gefängnis und Eli und seinen Freunden wird klar: Sie schweben in Lebensgefahr…


Rezension

Die Kleinstadt Serenity mutet nahezu utopisch an: Gewalt und Armut sind hier Dinge, die in einer weit entfernten Außenwelt stattfinden, die keines der nur dreißig Kinder in der Stadt je gesehen hat. Es gibt einen regelrechten Kult um Frieden, Harmonie und absolute Ehrlichkeit und selbst in der stadteigenen Zeitungen und auf den von Serenity aus zugänglichen Websites finden sich nur gute Nachrichten. Eine der kleinen Schwächen des Buches ist, dass einige Aspekte Serenitys übertrieben und nicht wirklich stimmig wirken (zum Beispiel muss eine Figur das Wort „Mord“ erst aus einer „Außenwelt-Zeitung“ lernen, während Gleichaltrige später wie selbstverständlich darüber spekulieren, dass diejenigen, die ihnen am nächsten stehen, sie womöglich ohne zu zögern töten würden), aber nichts davon ist so auffällig oder unlogisch, dass es den Lesespaß verderben würde.

„Masterminds“ ist aus der Perspektive von fünf Kindern zwischen elf und dreizehn geschrieben: Der rebellische Malik, der einsame Hector, die künstlerisch begabte Tori, Eli, der schon früh beginnt, den Erwachsenen unbequeme Fragen über Serenity zu stellen, und schließlich die perfektionistische Amber, die lange nicht fassen kann, dass jemand die Lebensweise in Serenity in Frage stellt. Sie alle machen Erfahrungen, die sie ihre vermeintlich heile Welt hinterfragen lassen.

Elis körperlicher Zusammenbruch, als er versucht, die Stadtgrenze zu überqueren ist nur der Anfang. Nach und nach fallen ihm immer mehr Dinge auf, die nicht zu stimmen scheinen. Ein Brief seines weggezogenen Freundes Randy, in dem dieser andeutet, dass es ein Geheimnis um Serenity gibt und elf der Kinder in der Stadt „besonders“ sind, gibt seinem Misstrauen noch einmal Nahrung. Als er sich schließlich den anderen Jugendlichen anvertraut, erfährt er, dass auch sie Dinge bemerkt haben, die nur einen Schluss zulassen: Sie sind Gefangene in Serenity und alle – ihre Lehrer, ihre Bekannten, sogar ihre Eltern – belügen sie. Aber warum?

Eli und seine Freunde schmieden einen riskanten Plan, um herauszufinden, was es mit der Stadt auf sich hat. Was sie schließlich herausfinden, ändert alles, was sie über Serenity, die Welt außerhalb, ihre Eltern, aber auch sich selbst zu wissen glauben. Sie stehen im Zentrum eines Experiments, das eine uralte Frage über die Natur des Menschen beantworten soll. Aber es scheint, als würden einige von ihnen den Versuchsverlauf bedrohen und müssten daher „ausgemustert“ werden. Die Jugendlichen kommen zu dem Schluss, dass sie aus der Stadt fliehen müssen. Da sie absolut niemandem vertrauen können, sind ihre Erfolgsaussichten gering.

Die Handlung ist spannend und schreitet rasch voran. Die Kapitel sind alle im Präsens und in der ersten Person geschrieben, woran man sich jedoch rasch gewöhnt. Die Sprache des Buches ist auf ein junges Publikum zugeschnitten, aber nicht übertrieben schlicht. Der etwas ungewöhnliche Ansatz, ein Buch mit fünf Ich-Erzählern zu schreiben, funktioniert hier sehr gut und verwirrt nicht, weil nicht nur der Name des jeweiligen Erzählers über jedem Kapitel steht, sondern die Figuren auch sehr individuelle Stimmen haben. Insgesamt ist es Gordon Korman gelungen, seine zwischen Kindheit und Jugend stehenden Protagonisten überzeugend zu gestalten. Das Ende des Buches ist sehr offen und macht deutlich, dass „Masterminds“ als Serienauftakt angelegt ist.


Fazit

Überzeugende Protagonisten und eine spannende Handlung in einem Setting, das zwar in vieler Hinsicht extrem, aber nicht völlig abwegig ist, machen „Masterminds“ zu einem unterhaltsamen und gelungenen Roman für Kinder und junge Jugendliche. Das Buch vermittelt einem das Gefühl, dass Korman seine Zielgruppe ernst nimmt.


Pro und Contra

+ überzeugende junge Protagonisten
+ individuelle Erzählstimmen
+ spannende, rasant fortschreitende Handlung
+ interessante Grundidee

o Erzählen in Präsens und erster Person
o eindeutig ein Jugendbuch

- einzelne Aspekte von Serenity sind nicht ganz überzeugend
- Zufall spielt Protagonisten gelegentlich sehr in die Hände
- Amber ist vielleicht etwas zu extrem geraten

Wertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 3/5

Rezension zu "Masterminds - Im Sog des Verbrechens" (Bd. 2)

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 18. September 2016
 

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