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In der Zwischenzeit ist der 3te Band "Hammerhead" rausgekommen und siehe da, bessere Zeichnungen ...

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Ich würde die Antwort hier nicht posten! Nur, wie sehr ich mich freuen würde, falls Eure Glücksfee ...

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Das Buch ist halt im typischen John Ringo Stil geschrieben. Entweder man mag seinen Stil oder eben ...

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Hi Q, dass die Soundwords fehlen, ist aus meiner Sicht in diesem Fall ein großer Vorteil, denn sie ...

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Tripods - Die dreibeinigen Herrscher (John Christopher)
Geschrieben von Markus
Freitag, der 22. Juli 2016

Verlag: Cross Cult; Limitiert auf 1.444 Exemplare! (März 2016)
Gebundene Ausgabe: 800 Seiten;
ISBN-13: 978-3864258411

Genre: Science Fiction/ Dystopie


Klappentext

Die Kultserie einer ganzen Generation

Die Welt wird von den Tripods kontrolliert, riesigen, metallischen Maschinen, die wie aus dem Nichts auf der Erde auftauchten und die Bevölkerung unterwarfen. Die meisten Menschen sind ihren Herrschern inzwischen treu ergeben. Doch Will ist nicht wie die anderen: Er wehrt sich gegen die geheimnisvollen Invasoren und schließt sich einer geheimen Gruppe von Widerständlern an. Gemeinsam mit den letzten freien Menschen setzt er alles daran, die Herrschaft der Tripods zu beenden... In Buch Und TV-Serie begeistert die Kultsaga von John Christopher bis heute Fans auf der ganzen Welt. Dieser Band vereint erstmals alle vier Originalromane, einschließlich des kaum bekannten Prequels über die Vorgeschichte der Invasion.

Mit 60 Illustrationen - Limitiert auf 1.444 Exemplare


Rezension

Die Welt der Menschen ist wieder im Mittelalter angelangt. In kleinen Dörfern leben sie glücklich und zufrieden und versuchen gar nicht erst, ihr Leben zu verbessern. Forschung und Erfindungen finden nicht mehr statt. Es sieht so aus, als ob alle glücklich sein könnten, wenn da nicht etwas wäre, was alldem einen sehr bitteren Beigeschmack gibt. Die Tripods, die neuen, dreibeinigen Herrscher der Erde. Vor sehr langer Zeit eroberten sie die Erde und nun sind die Menschen ihre Sklaven und ihnen zum Gehorsam verpflichtet. Um ihre Herrschaft sicher zu stellen, bekommen alle Menschen im Alter von vierzehn Jahren eine Kappe aufgesetzt, fest verwachsen mit dem Schädel, die den Dreibeinern dabei hilft, ihre Sklaven zu beherrschen und jeden möglichen Widerstand zu unterdrücken. Will wird bald vierzehn und in ihrem regen sich Zweifel an der Ordnung der Dinge, als eines Tages ein Wanderer, jemand bei dem das Aufsetzen der Kappe bewirkt hat, dass sein Geist zerstört wurde und er/ sie nun durch ziellos durch die Lande zieht, sich als Angehöriger des menschlichen Widerstandes zu erkennen gibt. Getarnt als Wanderer kann er durch die Länder ziehen und Nachwuchs rekrutieren. Er erzählt Will von den Weißen Bergen und wie er dort hinkommt und so macht sich Will zunächst allein auf, die Weißen Berge zu erreichen. Bald schließen sich ihm aber sein Cousin Henry und Bohnenstange an, ein Franzose dessen richtiger Name Jean-Paul lautet. In den Weißen Bergen erfahren sie von einem Plan die dreibeinigen Herrscher zu Fall zu bringen und sind bald schon ein wichtiger Teil davon.

Wer in den Achtzigern aufgewachsen ist, wird sich vermutlich an die Serie Die dreibeinigen Herrscher erinnern können, die damals im Nachmittagsprogramm des ZDF lief. In ihr wurde von der düsteren Zukunft der Menschen unter der Herrschaft der Dreibeiner erzählt. Der Blick auf unsere heutige Welt in Trümmern, rief Gänsehaut hervor und man fieberte mit den Hauptcharakteren mit und hoffte, sie mögen die Dreibeiner besiegen. Leider wurde die Serie nach der zweiten Staffel abgesetzt und man erfuhr nicht, wie die Außerirdischen letztendlich besiegt werden. Ärgerlich ist dies vor allem, weil es nur noch die Umsetzung eines der drei Romane der Vorlage gebraucht hätte.
Aber glücklicherweise gibt es eben die Romanreihe von John Christopher, auf der diese Serie basiert.
Im Prinzip könnte man John Christopher als Vorreiter der großen Dystopienwelle im Jugendbuchbereich der letzten Jahre bezeichnen. Bereits 1967 schrieb er seine düstere Zukunftsvision in der die Menschen von Außerirdischen unterjocht werden und damit weit vor den Tributen von Panem oder Die Bestimmung und ähnlichem.
Anders als in den genannten Reihen, geht es bei ihm aber darum, dass die Menschen von Fremden besiegt wurden und nun praktisch ins Mittelalter zurückgeworfen sind. Allerdings bricht in diese scheinbare heile Welt immer wieder die Zukunft in Form der Dreibeiner und ihrer überlegenen Technik ein. John Christopher legt sein Augenmerk auf seine Hauptcharaktere, deren Weg bis zum Sieg über die Außerirdischen er verfolgt. Große Gefechte gibt es nicht, obwohl es im letzten Roman durchaus notwendigerweise etwas Action gibt. Dennoch ist Tripods richtig spannend und zeigt die Welt, in der sich Will und seine Freunde bewegen, sehr genau. Jeder der Romane hat nur um die zweihundert Seiten, jedoch sorgt John Christophers Schreibstil dafür, dass man nichts vermisst und alles gebannt verfolgt. Er schreibt kompakt und spannend. Ebenso ist in dieser Ausgabe die Vorgeschichte enthalten, in der er erzählt wird, wie die Dreibeiner die Herrschaft an sich reißen konnten. Was auf den ersten Blick vielleicht seltsam erscheint, ist letztlich sehr überzeugend. Der Plan der Dreibeiner ist clever und in Zeiten eines PokemonGo gar nicht so unrealistisch. Alle vier Romane ergeben ein sehr gutes Gesamtbild und zeigen, dass John Christophers Reihe nach wie vor eine der besten Dystopien ist, die im Jugendbuchbereich gelesen werden kann.
 
Zu etwas ganz besonderen machen die Illustrationen von Timo Wuerz diesen Sammelband, der sowieso bereits ein wahrer Prachtband ist. Ein Hardcover mit Lesebändchen strahlt von jeher etwas edles aus, aber Wuerz´ Zeichnungen runden den Eindruck perfekt ab. Seine sechzig Bilder sind über die knapp achthundert Seiten verteilt und zeigen die betreffenden Textstellen. Allein Wuerz´ Arbeit ist ein Kaufargument. Selbst in schwarz-weiß sind sie überaus beeindruckend und hin und wieder dürften sie so sogar besser zu Wirkung kommen. Das Cover setzt den Ton für die Bilder und ist beeindruckend und perfekt gewählt.


Fazit

Tripods, bzw. Die dreibeinigen Herrscher, ist ein Klassiker der Jugendbuchliteratur im Bereich der Dystopien und hat nichts an seiner Faszination verloren. Cross Cult hat durch das Einbinden der Zeichnungen von Timo Wuerz die perfekte Ausgabe geschaffen, die für Fans ein Pflichtkauf ist.


Pro & Contra

nach wie vor aktuell
spannend und rasant geschrieben
fantastischer Zeichnungen von Timo Wuerz

Bewertung:

Handlung: 5/5
Charaktere: 4,5/5
Lesespaß: 5/5
Zeichnungen: 5/5
Preis/Leistung: 5/5


Die Ausgabe wurde in Zusammenarbeit mit dem Piper Verlag erstellt, der Tripods ebenfalls als Taschenbuch im April veröffentlichte.

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 22. Juli 2016
 

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