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Battlemage – Tage des Krieges (Stephen Aryan)
Geschrieben von Swantje
Sonntag, der 24. Juli 2016

Piper (September 2015)
Originaltitel: „Battlemage“
Übersetzer: Andreas Decker
Taschenbuch
519 Seiten, 12,99 EUR
ISBN: 978-3-492-28019-8

Genre: Fantasy


Klappentext

Das Reich steht am Rande der Vernichtung. Nur eine Handvoll Krieger versucht, es vor einer Bedrohung aus Wahnsinn und Machtgier zu schützen. Auch der Kriegsmagier Balfruss und seine Verbündeten rüsten zum Kampf. Doch gegen den übermächtigen Feind steht ihnen nichts als ein Heer zur Seite, das nur als Speerfutter dient. Der Feind versucht, im Auftrag des irren Königs Taikon die Welt zu unterwerfen – eine epische Schlacht um das Herz des Reiches beginnt…


Rezension

Die Konfliktkonstellation von „Battlemage“ könnte kaum einfacher sein: Auf der einen Seite stehen der selbsternannte Prophetenkönig Taikon und sein tödlichster Verbündeter, der Hexer Torval. Die beiden haben die religiösen Überzeugungen mehrerer Völker zu ihren Gunsten verbogen und sich so zu den Herrschern einer Allianz aufgeschwungen, die alle anderen Staaten vor die Wahl zwischen Unterwerfung und Tod stellt. Leider ist gerade Taikon eine geradezu karikaturenhafte Gestalt. So wird er z.B. mit einer Szene eingeführt, in der er in einem Wutanfall alle seine Generäle ermordet und so sein Heer seiner Führung beraubt. Es ist nicht leicht, einen Mann als Gegner ernst zu nehmen, der den Eindruck macht, als müsse man ihn nur in Ruhe lassen, damit er selbst sein Reich zerstört.

Auch Torval erscheint recht einseitig böse – ein dunkles Spiegelbild des Kriegsmagiers Balfruss, der sich ihm auf der Seite des Königshauses von Seveldrom entgegenstellt. Dabei wird er von den wenigen Kriegsmagiern unterstützt, die es noch gibt. Mit nicht magischen Mitteln kämpft der alte Soldat Vargus, der es gelingt, das Heer von Seveldrom zu einer echten Gemeinschaft zusammenzuschweißen. Dennoch ist er weitaus mehr als ein gewöhnlicher Mensch. Der Krieg findet jedoch nicht nur auf dem Schlachtfeld statt: Prinzessin Talandra dirigiert ein Netzwerk von Spionen, das versucht, die feindliche Allianz von innen zu destabilisieren.

Die Magie der Kriegsmagier ist mächtig, vielgestaltig und zerstörerisch und welchen Regeln sie unterliegt bleibt diffus. Ungefähr auf der Hälfte des Buches stellt sich jedoch heraus, dass auch die Magier nicht alle übernatürlichen Aspekte ihrer Welt kennen und das die Götter in Aryans Welt mehr als nur Ideen sind. Es gibt neben den Menschen auch zwei andere intelligente Spezies: Die reptilienartigen Vorga und die langlebigen, gehörnten Norrin. Eine von ihnen ist Shani – Spionin in den Diensten der Prinzession und auch deren Geliebte.

„Battlemage“ ruft zu Beginn Skepsis wach. Der Stil ist sehr einfach und häufig sogar ein wenig unbeholfen. Zum einen, weil zahlreiche Formulierungen deutlich gelungener sein könnten, zum anderen, weil einige Dialoge entweder hölzern wirken oder aber ganz eindeutig der Einführung von Welt und Konflikt dienen, da diese Figuren erklärt werden, die eigentlich damit vertraut sein sollten. Vor allem aber wirkt die Handlung sehr simpel und kaum originell.

Allerdings wird der Roman in der zweiten Hälfte deutlich besser: Die Figuren und ihre Beziehungen zueinander wecken mehr Anteilnahme, da man sie und ihre inneren Konflikte nun besser kennt, es gibt doch noch einige unvorhergesehene Wendungen und Enthüllungen – und es wird deutlich, dass auch wichtige Figuren sterben können, weswegen man beginnt, sich Sorgen um sie zu machen. Auch die Dialoge werden besser. Außerdem kann man Aryan zwar dafür kritisieren, dass er so einige Fantasy-Klischees bedient, andererseits sind diese Klischees nicht umsonst Klischees – wer mag keine dramatischen magischen Duelle?


Fazit

„Battlemage“ ist eine recht gradlinige Geschichte über aufrechte Krieger und Magier, die in epischen Schlachten einem bösen König und einem Hexer, der im Bund mit dunklen Mächten steht, entgegentreten. Obwohl stilistisch ausbaufähig und gelegentlich sehr klischeehaft, wartet Stephen Aryans Roman gerade in der zweiten Hälfte doch noch mit einigen interessanten Entwicklungen in Handlung und Figuren auf und liest sich schnell und unterhaltsam.


Pro und Contra

+ dramatische magische Schlachten
+ interessante Enthüllungen über Welt und Figuren in der zweiten Hälfte
+ sehr dezente romantische Subplots folgen nicht ausgetretenen Pfaden

o wird sehr von Kämpfen und Action getragen

- teilweise unbeholfene Formulierungen
- Schwarz-Weiß-Malerei
- Bedienung so einiger Fantasy-Klischees

Wertung:

Handlung: 3/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 3,5/5


Interview mit Stephen Aryan (2015)

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 24. Juli 2016
 

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