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Machina Viva (Wolverine)
Geschrieben von Markus
Donnerstag, der 28. Juli 2016

Label: Sensory Records (Alive)
Veröffentlichungsdatum: 08.07.16
ca. 15 €


Rezension

Wolverine dürfte ziemlich vielen ein Begriff sein. Zumindest der Marvelheld, der so kongenial von Hugh Jackman verkörpert wird. Die schwedische Progrockband aus Schweden hingegen, dürfte nicht allzu vielen etwas sagen. Dabei ist Machina Viva mittlerweile das fünfte Album des Quintetts und trotzdem sind sie hierzulande nahezu unbekannt. Und das ist eine Schande, wie sich beim Anhören des Albums herausstellt. Denn Wolverine ist eine Band aus hervorragenden Einzelkönnern, die sich ganz in den Dienst der Band und ihrer Songs stellen. Begonnen haben sie mit Death Metal landeten aber sehr schnell beim Prog und das ist auch gut so, zum Teil können sie ihre Metalvergangenheit nicht verleugnen, die an manchen Stellen durchscheint, aber nie dominant ist.

An mangelnden Selbstbewusstsein liegt es bestimmt nicht, dass ihre Alben nicht der breiten Masse bekannt sind. Machina Viva beginnt Wolverine gleich mit einem 15-minütigen Stück. The Bedlam Overture fängt den Hörer sofort ein und zieht ihn hinein in die warme Atmosphäre, die das ganze Album besitzt. Ruhig kommt The Bedlam Overture daher und trotzdem voller kleiner Details, die die Aufmerksamkeit fordern und die fünfzehn Minuten im Flug vergehen lassen. Damit haben Wolverine aber nicht ihr ganzes Pulver verschossen, ganz im Gegenteil von Song zu Song steigern sie sich. Machina, Pile of Ash und Our Last Goodbye schlagen in genau die gleiche Kerbe, des ersten ruhigeren Songs, der viel zu bieten hat, haben jedoch alle ihre eigenen markanten Bestandteile, was das Album interessant gestaltet. Pile of Ash ist gleich mit zwei Versionen enthalten. Die zweite als Bonustrack auf dem Stefan Zell nur von einem Cello begleitet wird. Das Zusammenspiel seiner Stimme mit dem Cello lässt Pile of Ash noch dichter und intensiver werden. Dann geht es in die zweite Hälfte des Albums und die hält mit Pledge und When the night comes zwei schnellere Stücke vor, die unheimlich gut durchdacht und abwechslungsreich sind. Der interessante Rhythmus treibt die Songs voran und zieht einen einfach wie ein Sog hinein. Bevor Machina Viva dann mit Nemesis und Sheds ausklingt.

Alle Musiker sind hervorragend an ihren Instrumenten und sie nutzen ihre Fähigkeiten um vielschichtige und atmosphärische Songs zu schaffen. Dabei kommen sie nicht kalt herüber, sondern sehr gefühlvoll, fast verträumt. Keiner spielt sich nach vorne und versucht zu dominieren. Wie komplex ihre Musik ist, fällt erst beim genauen hinhören auf, ansonsten kann man sich einfach in die Musik hineinfallen lassen. Emotionen machen Musik aus und die werden hier groß geschrieben. Am Besten wird Machina Viva am Stück und vor allem auf einer Anlage gehört, nur so kann es seine volle Wirkung auf den Hörer entfalten. Für nebenbei ist es sicher nichts, man muss sich Zeit für das Album nehmen und es genießen, lohnen tut sich dies auf jeden Fall. Der ein oder andere wird sich vielleicht einhören müssen, aber in diesem Fall ist das nicht negativ.


Fazit

Machina Viva ist ein Album, das für Gänsehaut im positiven Sinne sorgt. Wer Progrock/-metal auch nur im Entferntesten etwas abgewinnen kann, sollte auf keinen Fall darauf verzichten und es auf einer Stereoanlage genießen.

Bewertung:

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 28. Juli 2016
 

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