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Die Feenjägerin (Elizabeth May)
Geschrieben von Swantje
Donnerstag, der 04. August 2016

Heyne (März 2015)
Originaltitel: „The Falconer“
Übersetzerin: Kathrin Wolf
Taschenbuch
397 Seiten, 13,99 EUR
ISBN: 978-3-453-31609-6

Genre: Historisch inspirierte Urban Fantasy


Klappentext

Schottland, 1844: Tagsüber ist Aileana Kameron eine artige junge Frau aus den adeligen Kreisen Edinburghs. Nachts hingegen schnallt sie sich ihren Dolch unters Strumpfband und macht Jagd auf jene magischen Kreaturen, die einst ihre Mutter getötet haben: die Feen. Doch schon bald geht es für Aileana um viel mehr als bloß um Rache, denn sie kommt einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur. Einem Geheimnis, das ganz Schottland bedroht…


Rezension

„Die Feenjägerin“ spielt in einem alternativen Schottland der Vergangenheit, in dem unbemerkt Feen existieren – und allzu oft Jagd auf Menschen machen, von deren Blut oder Lebensenergie sie sich ernähren. Doch auch in anderer Hinsicht unterscheidet der Schauplatz des Romans sich vom historischen Schottland: Die Technologie ist sehr viel weiter entwickelt und überall finden sich steampunkhafte Erfindungen. Aileana ist eine begabte Ingenieurin und fliegt nicht nur in einem selbstgebauten Ornithopter, sondern konstruiert auch erfindungsreiche Waffen für ihren Kampf gegen die Feen.

Dies ist ein Kampf, den sie im Geheimen führen muss, denn es wird von ihr erwartet, den strengen Regeln der viktorianisch anmutenden Gesellschaft zu entsprechen. So spielt Aileana Tag für Tag eine Person, die sie nicht mehr ist, seit eine Fee ihrer Mutter vor ihren Augen das Herz herausgerissen hat. Kurz darauf ist Aileana Kieran begegnet: Einem verschlossenen Feenmann, der Jagd auf seinesgleichen macht und Aileana zur Kämpferin ausbildet. Nun zieht sie Nacht für Nacht los, auf der Suche nach dem Kick, den ihr die Jagd auf die Feen verschafft. Nur so findet sie für kurze Zeit Frieden. Denn der Tod ihrer Mutter hat nicht nur Aileanas Familie, sondern auch sie selbst vollkommen zerstört. Aber bald stellt sich heraus, dass alle Kämpfe, die Aileana bisher ausgefochten hat, vor der Herausforderung verblassen, der sie sich stellen muss, um das Land vor einer Invasion uralter, mächtiger Feen zu bewahren.

Aileana ist die Ich-Erzählerin des Buches und anders als zahlreiche Buchfiguren, die traumatische Erlebnisse einfach so abzuschütteln scheinen, hat der Tod ihrer Mutter sie zutiefst verletzt. Nun ist sie unfähig ist, sich anderen anzuvertrauen oder Hilfe anzunehmen, und will auf jedes Problem mit Gewalt reagieren. Sie ist mit ihren Schwächen überzeugend und sympathisch. Ein kleines Problem ist, dass sie sonderbar unberührt von ihrem Aufwachsen in einer sehr konservativen Gesellschaft ist. Sie denkt und spricht wie eine junge Frau aus dem 21. Jahrhundert, wofür ihr Hintergrund keine Erklärung bietet.

Die Nebenfiguren sind verschieden gut gestaltet. Die Menschen der feinen Gesellschaft Edinburghs wirken häufig eindimensional und überzeichnet. Das Gleiche gilt für die harmlose Fee Derrick, die sich bei Aileana einquartiert hat. Dagegen ist der geheimnisvolle Kieran recht gut gelungen und die Autorin widersteht lange der Versuchung, ihn eine menschliche, romantische Seite zeigen zu lassen.

„Die Feenjägerin“ ist im Präsens geschrieben, was nach hinten losgehen kann, aber für dieses Buch mit seiner actionreichen, schnell fortschreitenden Handlung gut funktioniert. Insgesamt liest sich das Buch sehr unterhaltsam, spannend und flüssig. Hin und wieder fällt jedoch eine holprige Formulierung auf und gelegentlich kommen Wörter wie „Killer“ oder „nerven“ vor, die mit dem historischen Setting brechen. Der Roman ist als erster Band einer Serie angelegt – wie nur zu deutlich wird, wenn er mitten im Showdown abbricht.


Fazit

Elizabeth May hat in „Die Feenjägerin“ ein historisch inspiriertes Setting gekonnt mit Urban Fantasy verknüpft. Sie erzählt eine rasante, unterhaltsame Geschichte mit einer Hauptfigur, die schwer an ihrer Vergangenheit trägt. Der Roman hat zwar kleine Schwächen, ist im Großen und Ganzen aber sehr gelungen.


Pro und Contra

+ Aileanas Ringen mit sich selbst
+ Steampunk-Elemente
+ Spannung
+ Enthüllungen, die Nebenfiguren in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen

o im Präsens geschrieben

- einige eindimensionale und vorhersehbare Figuren
- Sprache des Buches und Aileanas Denkweise brechen gelegentlich mit dem Setting
- Buch bricht mitten im Showdown ab und hat kein befriedigendes Ende

Wertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 3,5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 3,5/5


Rezension zu "Die Feenjägerin - Das verbotene Königreich" (Bd. 2)

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 17. November 2016
 

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