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Thron der Götter (Brian Staveley)
Geschrieben von Swantje
Freitag, der 26. August 2016

Heyne (September 2016)
Originaltitel: „The Last Mortal Bond – Chronicle of the Unhewn Throne, Book 3“
Übersetzer: Michael Siefener
Klappenbroschur
991 Seiten, 16,99 EUR
ISBN: 978-3-453-31677-5

Genre: High Fantasy


Klappentext

Dunkle Zeiten sind im Kaiserreich Annur hereingebrochen: Dörfer brennen und Menschen hungern. Doch damit nicht genug, Die Csestriim, die mächtigsten Feinde der Menschen, sind nach Annur zurückgekehrt, und auch die Alten Götter, launenhaft und tückisch, wandeln erneut auf der Erde. Und inmitten von Chaos, Intrigen und Magie kämpfen Adare, Kaden und Valyn, die Erben des ermordeten Kaisers Sanlitun, erbitterter denn je um den unbehauenen Thron…


Rezension

„Thron der Götter“ setzt beinahe ein Jahr nach dem Ende von „Thron in Flammen“ ein. Einerseits hat sich viel verändert, andererseits nicht: Adare, noch immer durch eine verzweifelte Allianz an den Mörder ihres Vaters, den ebenso genialen wie gefühlskalten Ran il Tornja, gebunden, ist mittlerweile die Mutter eines Sohnes, den sie verzweifelt zu beschützen versucht. Als Kaiserin herrscht sie über eine Hälfte des noch immer von den wilden Stämmen der Urghul bedrängten Annur. Die andere Hälfte ist die mehr schlecht als recht funktionierende Republik, die Kaden ins Leben gerufen hat. Die beiden Geschwister wissen, dass nur ein einiges Reich den Urghul etwas entgegenzusetzen hat, aber nach allem, was geschehen ist, sind sie unfähig, einander zu vertrauen.

Einsam und physisch und psychisch gebrochen lebt Valyn in der Wildnis. Doch als sich die Gelegenheit ergibt, Rache an denen zu üben, die ihn verraten haben, zieht er wieder in den Kampf. Unterdessen hat Gwenna widerwillig die Kontrolle über sein Geschwader übernommen und führt die letzten überlebenden Elitekämpfer auf eine riskante Mission nach der anderen.

Während die Geschwister verzweifelt darum ringen, das Richtige zu tun, wissen sie alle, dass sie nur Figuren in einem uralten Spiel sind: Die rationalen, unsterblichen Csestriim führen ihre alte Fehde mit den Göttern fort. Zwei dieser Götter, Meschkent und Ciena, die Verkörperungen von Schmerz und Lust, bewohnen menschliche Körper. Sie können so direkt Einfluss auf die Ereignisse in Annur nehmen, sind aber auch verletzlich geworden. Der Krieg zwischen Göttern und Csestriim ist eine spannende Auseinandersetzung zwischen zwei Extremen, aber als Leser fragt man sich gelegentlich, was die Csestriim eigentlich motiviert, wenn sie doch unfähig sind, zu fühlen.

Es ist ein komplexes Spiel mit zahlreichen Akteuren, die alle verschiedene Ziele haben und sich nicht in die Karten blicken lassen. Immer wieder kommt es zu überraschenden Allianzen, die jäh wieder zerbrechen. Als Leser teilt man die Unsicherheit der Figuren, denn es gibt keinen offensichtlichen Weg, das Leiden der annurischen Bevölkerung zu beenden. Doch es steht nicht nur das zerbrechende Reich auf dem Spiel: Der Ausgang des Konflikts zwischen Göttern und Csestriim könnte für das Überleben der gesamten Menschheit entscheidend sein.

In „Thron der Götter“ wird noch einmal deutlich, was für eine gewaltige Entwicklung die Charaktere durchlaufen haben. Sie sind in vieler Hinsicht erwachsener geworden, aber tragen auch tiefe seelische Narben und stehen kurz davor, an ihrer Situation zu verzweifeln. Dank der vielen Konfliktparteien mit ihren widerstreitenden, oft verborgenen Absichten gibt es oft unerwartete Wendungen. Als Leser verliert man bei aller Komplexität jedoch nie den Überblick. Gelegentlich fallen etwas irritierende Formulierungen auf, aber im Großen und Ganzen handelt es sich um einen spannenden, gut geschriebenen Roman, der geschickt die Balance zwischen brutaler Action und Momenten der Reflektion hält.


Fazit

Mit „Thron der Götter“ findet Brian Staveleys Trilogie ihren Abschluss und Höhepunkt. Komplex und actionreich entwirft der Roman ein düster-episches Panorama, vor dessen Hintergrund sich differenzierte Charaktere bewegen, die zutiefst von den Ereignissen der vorhergegangenen Bücher gezeichnet sind.


Pro und Contra

+ Komplexität
+ unerwartete Wendungen
+ Charaktere haben eine gewaltige, aber überzeugende Entwicklung durchlaufen
+ Spannung
+ keine einfachen Antworten

o ziemlich gnadenlose Fantasywelt

- einige wenige Formulierungen sind seltsam gewählt

Wertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 3,5/5

 

Rezension zu "Der verlorene Thron" (Buch 1)

Rezension zu "Thron in Flammen" (Buch 2)

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 26. August 2016
 

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