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XIII - Gesamtausgabe Bd.1 (William Vance, Jean van Hamme)
Geschrieben von Markus
Freitag, der 28. Oktober 2016

Verlag: Carlsen (Oktober 2015)
Gebundene Ausgabe: 208 Seiten; 34,99 €
ISBN-13: 978-3551728432

Genre: Thriller


Klappentext

Kapitel 1
Der Tag der schwarzen Sonne

Kapitel 2
Spuren im Eis

Kapitel 3
Alle Tränen der Hölle

Kapitel 4
Gnadenloser Drill


Rezension

Ein Mann wird an der Küste angespült. Er ist bewusstlos, angeschossen und trägt eine Tätowierung in der Form der römischen Zahl XIII. An seinen Namen kann er sich nicht erinnern und auch nicht wie er verletzt wurde. Ein altes Pärchen nimmt ihn bei sich auf. Die beiden haben vor Jahren ihren einzigen Sohn verloren und XIII erinnert sie an ihn, deswegen benachrichtigen sie nicht die Polizei, sondern lassen ihn von der ehemaligen Ärztin und Trinkerin Martha verarzten. XIII erholt sich, kann sich aber weiterhin an nichts erinnern. Als er genesen ist, macht er sich an die Arbeit, herauszufinden, wer er ist und wieso er angeschossen wurde. Bevor er jedoch überhaupt seine ersten Schritte machen kann, wird das alte Pärchen, die ihn gepflegt haben, getötet und er muss sich ihrer Mörder erwehren, deren eigentliches Ziel er ist. Ein in seinem Kragen eingenähter Schlüssel führt ihn zu einer Bank und einen Koffer voller Geld. Und bald scheint klar, wer er wirklich ist. Der Mörder des US-Präsidenten!

Ein Mann, der bewusstlos angespült wird, der keine Erinnerungen und einen hochrangigen Politiker getötet hat. Wem das bekannt vorkommt, hat Recht. XIII von William Vance und Jean van Hamme erinnert nicht nur an Robert Ludlums Jason Bourne, sondern dieser war direkte Inspirationsquelle für XIII. Jedoch nicht unbedingt im positiven Sinne. Jean van Hamme fand den Roman schrecklich und war der Meinung, Ludlum hätte zu viel Potenzial verschenkt. Dementsprechend tötet sein XIII keinen kleinen Senator, sondern den US-Präsidenten, womit er die Latte bedeutend höher legt. Ebenso erlangt sein Protagonist nicht sein Gedächtnis zurück, sondern bleibt in dem Zustand, in dem er gefunden wurde. Diese beiden wesentlichen Änderungen, wodurch sich XIII schlussendlich von Bourne abhebt, sind es, die van Hamme viele Möglichkeiten geben, die sich Robert Ludlum selbst genommen hatte. Er kann nun ein Verwirrspiel von Lug und Betrug aufziehen, welches sonst nicht möglich gewesen wäre. Jedes Mal, wenn XIII und damit auch der Leser denkt, er wüsste nun was gespielt wird und wer XIII ist, kommt eine Wendung um die Ecke, die erneut alles auf den Kopf stellt. So wechselt XIII mehrmals in den vier in der Gesamtausgabe enthaltenen Alben seinen Namen und dies nicht willentlich, sondern immer wieder führt ihn eine neue Spur zu einem neuen Namen. 
Tief verstrickt in das Verwirrspiel sind die anderen Charaktere, die in XIII auftauchen mit Ausnahme des alten Ehepaares und Martha, der Ärztin, die XIII zu Beginn pflegt. Alle anderen scheinen ihre eigenen Pläne zu verfolgen. Sei es der Ermittler, der XIII wegen des Attentats verfolgt, der mysteriöse La Mangouste, der einer großen Verschwörung angehört oder General Carrington, der XIII ohne Rücksichtnahme unterstützt. Jeder von ihnen hat seine ganz eigene Motivation für sein Tun und ist nicht nur ein bloßes Abziehbild. So entsteht aus der Ausgangslage und den Charakteren ein unheimlich spannender und fesselnder Thriller, bei dem Van Hamme anfangs noch nicht einmal wusste, wie es enden würde. Denn zunächst hatte er keinen übergeordneten Plan, sondern interessierte sich rein dafür, einen Mann in eine extreme Situation zu stecken und zu sehen, was dann passiert. Das Ende des ersten Zyklus ist jedoch nicht enthalten, sondern ist erst im zweiten Band der Gesamtausgabe zu finden, was bei der Spannung, die Van Hamme am Ende von Gnadenloser Drill mit einem großen Cliffhanger und ebensolchen Enthüllungen erzeugt, schon etwas unfair gegenüber dem Leser ist. Sicher ist nur eins, die Reise von XIII wird auch danach weitergehen und wenn Van Hamme sein Niveau hält, in einer überaus aufregenden und spannenden Art und Weise.

William Vance ist bekannt für seine realistischen Zeichnungen und genauso verfährt er auch bei XIII. Er bleibt sich treu und arbeitet detailreich und zugleich im späteren Verlauf reduziert beim Aussehen der Figuren. Manchmal überspitzt er Merkmale der Charaktere, jedoch bleibt immer klar, dass XIII ein harter Thriller ist und nichts anderes. Gewalt wird als solche dargestellt, aber nicht übertrieben und er hat einen sehr guten Rhythmus in diesen Szenen, wenn auch hin und wieder das ein oder andere Bild etwas zu statisch ausfällt.

Das Bonusmaterial ist umfangreich und informiert detailliert über die Hintergründe von XIII.


Fazit

XIII ist einer der Thrillerklassiker im Comicbereich. Hart, spannend und mysteriös mit einer starken Geschichte und ebensolchen Charakteren, die Bourne alt aussehen lassen.


Pro & Contra

+ Ausgangslage ist altbekannt, aber frisch interpretiert
+ spannend
+ immer wieder neue Wendungen

Bewertung:

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Zeichnungen: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 4,5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von William Vance:

Rezension zu Bruce J. Hawker - Gesamtausgabe 1
Rezension zu XIII – Gesamtausgabe 2

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 19. April 2017
 

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